Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
500.167
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Forderungsanmeldung TelDaFax

| 28.11.2011 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben vom 25.05.2011 kündigte ich TelDaFax zum 06.04.2011 wegen falscher Rechnungslegung und Mitteilung der Kündigung des Netzbetreibers.
Da wir mit Strom heizen, hatten wir zwei Stromzähler zur Abrechnung bei TelDaFax. Es ergab sich eine Nachzahlung in Höhe von 3.303,21€ für den einen Zähler und eine Erstattung in Höhe von 1.004,50€ für den zweiten Zähler.(01.10.2009-06.04.2011)
Abgesehen davon, dass die Abschlagszahlungen nicht richtig erfasst waren, habe ich nachweislich alles belegt, einen Widerspruch eingelegt und den Differenzbetrag über 2.298,71€ an den Insolvenzverwalter überwiesen.
Mir ist bekannt,dass eine Verrechnung nicht in jedem Fall gestattet ist. Die Vorauszahlungen erfolgten in der Zeit vom 03.08.2009 bis 13.10.2010. Ist hier eine Verrechnung möglich und muss ich trotz Aufrechnung die Forderungsanmeldung über 1004,50€ einreichen?
Ich werde auf keinen Fall mehr an den Insolvenzverwalter überweisen.
Da jetzt alles ausgeglichen ist, steht für mich die Frage der Forderungsanmeldung.
Ich würde auf dem Formular unter Änderungsfeld für angemeldeten Forderungsbetrag eintragen: Siehe Anlage und dann die durch mich erfolgte Auf- und Abrechnung als Anlage beifügen.
Was raten Sie mir ?

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Grundsätzlich ist eine Aufrechnungs- bzw. Verrechnungslage, die vor Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entstanden ist, insolvenzfest. Hiervon besteht nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. §§ 129 ff. InsO jedoch für den Fall eine Ausnahme, wenn die Aufrechnungsmöglichkeit durch eine sogenannte inkongruente Rechtshandlung geschaffen wurde. Hierbei ist insbesondere entscheidend, ob die Aufrechnungs-/Verrechnungslage innerhalb der letzten drei Monate vor Stellung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Schuldnerin - also der Teldafax - entstanden ist. Außerhalb dieses Krisenzeitraumes wird eine Anfechtung grds. nicht möglich sein. Nachdem Sie Ihr Guthaben gegen die Nachforderung aus den jeweiligen (falschen) Schlussrechnungen verrechnet haben, wird zunächst nicht der Betrag in Höhe von EUR 1.004,50 zur Tabelle angemeldet werden können. Vielmehr werden Sie nunmehr Ihre Ansprüche wegen der falsch erteilten Rechnung im Einzelnen beziffern müssen, d.h. Sie werden insbesondere die Mehrforderungen wegen der unzutreffend angesetzten Vorauszahlungsbeträge oder dem nicht korrekt angegebenem Verbrauch geltend machen müssen. Falls der Insolvenzverwalter von Ihnen Beträge im Wege der Anfechtung erfolgreich zurückfordert, können Sie diese Summen zur Tabelle nachmelden.

Mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin

Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen
Bewertung des Fragestellers 30.11.2011 | 15:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt: