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Forderungsanmeldung

| 11.09.2018 13:06 |
Preis: 25,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


16:29

Zusammenfassung: Ein Insolvenzverfahren ohne einen anmeldenden Gläubiger ist nicht ungewöhnlich. Mit der Zahlung der Verfahrenskosten durch den Schuldner kann das Verfahren manchmal bereits nach wenigen Monaten mit der Restschuldbefreiung enden. Doch Vorsicht, Stundung der Verfahrenskosten ist nicht gleich gezahlt.

Hallo , ich bin seit Juli 2018 in der Regelinsolvenz.
Heute schrieb mir die Sekretärin, dass mein einziger Gläubiger die Forderungsanmeldung in voller Höhe zurückgenommen hat.
Wie geht es denn nun weiter, kann man das Verfahren einfach so beenden ?

Danke für eine Antwort.

Gruss
11.09.2018 | 13:37

Antwort

von


(92)
Mönckebergstraße 17
20095 Hamburg
Tel: 040/309694-34
Web: http://www.insolvenz.hamburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Insolvenzverfahren ist ein Gläubigerverfahren. Ohne Gläubiger kein Verfahren.

Diese kurzen Sätze fassen zusammen, dass Sie schon auf der richtigen Spur sind. Wird in einem Insolvenzverfahren keine Forderung zur Tabelle angemeldet oder wie bei Ihnen die einzige Anmeldung vor Ende des Verfahrens zurückgenommen, können Sie beim Insolvenzgericht die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung beantragen. Dies richtet sich nach § 300 Absatz 1 Nr. 1 InsO.

Voraussetzung für die vorzeitige Erteilung ist allerdings die Berichtigung der Verfahrenskosten. Und hier bestand ein Streit, der nun wohl geklärt ist. Denn „Berichtigung" kann meinen Zahlung oder, wie in fast allen Fällen Deckung der Verfahrenskosten über die Stundung nach § 4a InsO. Der Bundesgerichtshof hat sich der Meinung angeschlossen, dass alles bezahlt sein muss. Ich empfehle hierzu den Artikel

http://www.insolvenz.hamburg/die-restschuldbefreiung-ohne-glaeubiger-der-bgh-und-die-kosten-des-verfahrens-ix-zb-2916/

Trotz dieser BGH-Entscheidung wird von den Insolvenzgerichten nicht einheitlich entschieden. Jeder Rechtspfleger handhabt das nach seiner Ansicht. Und kennt ggf. die BGH-Rechtsprechung nicht.

Jedenfalls sollten Sie das Gespräch mit dem für Ihr Verfahren zuständigen Rechtspfleger suchen. Erstens um dessen Meinung zu hören und zweitens um ggf. die Höhe der ausstehenden Kosten bestimmen zu können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Pieperjohanns

Nachfrage vom Fragesteller 11.09.2018 | 16:22

Danke für die schnelle Antwort.

Können Sie mir sagen wie hoch solche Verfahrenskosten sind?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.09.2018 | 16:29

Sehr geehrter Fragesteller,

das kommt, wie immer, darauf an. Ohne genaue Kenntnis Ihres Verfahrens kann ich Ihnen nur die typischen Kosten eines masselosen Insolvenzverfahrens geben. Die liegen typischerweise bei 1.500 bis 2.000 €.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Pieperjohanns

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Bewertung des Fragestellers 13.09.2018 | 09:03

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