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Forderungen zu vererben?


20.01.2005 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich mich mit folgendem Sachverhalt an sie wenden.

X war als Unternehmer (Einzelfirma) tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit konnten Forderungen diverser Gläubiger nicht beglichen werden. So kam es zu einer eidesstattlichen Erklärung von X. Zwischenzeitlich ist X vor 5 1/2 Monaten gestorben. Die Frist zur Ausschlagung des Erbes ist verstrichen. So lautet nunmehr die Frage, ob die Ehefrau von X und / oder das erwachsene Kind für die Forderungen der Gläubiger aus der unternehmerischen Tätigkeit aufkommen müssen.

Für die Beantwortung der Frage meinen herzlichen Dank vorab!

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Erben haften für die Nachlassverbindlichkeiten.

Hierzu gehören auch die vom Erblasser herrührenden Schulden, sofern diese Schulden nicht mit dem Tod des Erblassers erlöschen. Dabei handelt es sich aber leider nur um Unterhaltsansprüche etc..

Ihre Frage interpretiere ich dahingehend, dass es sich um "normale" Geschäftsschulden handelt, die leider nicht erlöschen.

Somit dürfte grundsätzlich die Haftung bestehen, wobei beim Sohn noch wichtig wäre, ob er noch nicht volljährig ist. Dann besteht die Möglichkeit, diesen unter bestimmten Voraussetzungen zu entlasten. Ist er jedoch volljährig, haftet er.



Allerdings haben Sie vielleicht noch eine Möglichkeit:

Es ist möglich, mit den Gläubigern eine Vereinbarung zu treffen, wonach die Haftung auf den Nachlass oder dem Eigenvermögen beschränkt werden soll.

Ich rate deshalb dringend dazu die Gläubiger nun anzuschreiben und zu erklären, DAS SIE NUR FÜR DEN NACHLASS HANDELN.

Es muss aber der Gläubiger darauf eingehen, so dass Sie nun auch hoffen müssen, dass die Gläubiger sich (eventuell mangels anderer Kenntnis) darauf einlassen, und dieses - auch stillscheigend - akzeptieren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2005 | 17:15

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

herzlichen Dank für ihre Antwort.

Das Kind ist schon volljährig.

Was meinen sie mit ... wonach die Haftung auf den Nachlass oder dem Eigenvermögen beschränkt werden soll? X hatte keinerlei Vermögen mehr.

Mit freundlchem Gruß

Ihr(e) Ratsuchende(r)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2005 | 23:58

Schreiben Sie gegenüber den Gläubigern, dass Sie die Haftung auf das Vermögen (hier also Null) beschränken.

Läßt sich der Gläubiger darauf ein - und sei es auch nur stillschweigend, da kein Widerspruch - haben Sie Glück und haften mit dem Nullvermögen (also mit gar nichts).

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