Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Forderungen aus Mietverhältniss 2002


21.06.2006 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag Herr/ Frau Rechtsanwalt
Ich benötige Auskunft zu folgendem Problem:
Bis 31.12.2002 wohnte ich in einer Mietwohnung. Dort gab es immer wieder Probleme, die mich zu Mietminderungen veranlassten.
Eine Abhilfe der Mängel erfolgte nie.
Zum Ende des Mietverhältnisses bestanden offene Forderungen von ca. 2000,00 Euro. Mit Hilfe eines Rechtsanwaltes ging ich gegen diese Forderungen vor. Auf ein diesbezügliches Schreiben dieses Anwaltes vom 13.02.2003 an den Vermieter erhielt nie eine Antwort. Mit Schreiben vom 17.06.2006 droht mir mein damaliger Vermieter mit der Zwangsversteigerung einer Immobilie, welche mir zu einem drittel mit gehört und auch mit bewohnt wird. Angeblich hat er auch eine Zwangshypothek eintragen lassen, von welcher uns aber bis heute nichts bekannt ist.
Vom 13.02.2003 bis Mai 2006(Erscheinen der Gerichtsvollzieherin mit dieser Forderung) gingen mir keinerlei Zahlungsaufforderungen zu.
Meine Frage:
Ist diese Forderung schon verjährt und müssen wir die Androhung der Zwangsversteigerung ernstnehmen?
Ich danke für Ihre Antwort.
21.06.2006 | 18:44

Antwort

von


192 Bewertungen
Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich auf Grundlage der von Ihnen geschilderten Begleitumstände wie folgt.

Sie schildern 2 Sachverhalte.

Auf der einen Seite stellen Sie dar, dass Sie die Miete nach Ihrer Auffassung zurecht gemindert hatten und eine Abhilfe bzgl. der gerügten Mängel nicht erfolgt ist. Missverständlich ist dabei, dass Sie schreiben, dass zum Ende des Mietverhältnisses offene Forderungen i.H.v. EUR 2.000,00 bestanden hätten. Sofern Sie die Miete zurecht gemindert haben, besteht keine Forderung Ihres ehemaligen Vermieters.

Unklar wird der Sachverhalt hinsichtlich des zweiten Teiles, nämlich der androhten Zwangsversteigerung.

Für die Eintragung einer Zwangshypothek durch den ehemaligen Vermieter ist es notwendig, dass dieser zuvor einen vollstreckbaren Titel gegen Sie erwirkt hat. Des Weiteren müsste er dann aufgrund des vollstreckbaren Titels eine Zwangshypothek in das Grundbuch eintragen lassen.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass Sie sowohl von der Erwirkung eines Titels als auch von der Eintragung keine Kenntnis erlangt haben.

Sie schreiben weiterhin, dass am 13.02.2003 bei Ihnen eine Gerichtsvollzieherin erschienen ist. Dies kann nur bedeuten, dass bereits vor dem 13.02.2003 ein vollstreckbarer Titel gegen Sie durch den ehem. Vermieter erwirkt worden ist. Insofern konnte auch ein Schreiben Ihres Anwaltes vom 13.02.2003 keine Änderung des Sachverhaltes mehr herbeiführen.

Es ist also völlig unerheblich, ob irgendeine Forderung des Vermieters jemals bestanden hat und, sofern diese bestanden hat, verjährt ist oder nicht, da augenscheinlich Ihrer Angaben bereits ein Titel gegen Sie besteht. Forderungen aus vollstreckbaren Titel verjähren in 30 Jahren.

Die Androhung der Zwangsversteigerung sollten Sie daher jedenfalls ernst nehmen.

Ich wiederhole nochmals, dass Ihre Angaben im Sachverhalt missverständlich waren, in Hinsicht auf die Mietminderung, die offene Forderung und das Bestehen eines vollstreckbaren Titels.

In der Hoffnung, Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen


Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2006 | 20:20

Danke für Ihre Antwort, aber leider haben Sie mich etwas falsch verstanden.
Die Forderungen bestehen zu Unrecht, aber das will der Vermieter nicht akzeptieren.
Die GV erschien im Mai 2006 erstmals bei mir. Bis dahin wurden von keiner Seite die Forderung an mich herangetragen. Weder vom ehemaligen Vermieter, noch von irgenteinem Gerich, was doch eigentlich hätte geschehen müssen, damit ich der Erwirkung eines Titels hätte widersprechen können. Ich habe absolut nicht erhalten.
Auch von der Eintragung der Zwangshypothek hätte man mich doch informieren müssen, zumal die Immobilie nich mein Alleineigentum ist, sonder nur ein Drittel.
Wie können wir uns unter Berücksichtigung o.g. Ausführungen wehren?
Danke für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2006 | 20:41

Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich erlangt man normalerweise Kenntnis davon, wenn ein Titel gegen einen erwirkt wird. Insoweit habe ich mein Unverständnis ja bereits zum Ausdruck gebracht.

Es scheint hier jedoch tatsächlich so zu sein, dass ein Titel besteht, denn nur drauf kann der Gerichtsvollzieher tätig werden. Was in Ihrem Fall passiert ist, kann diesseits nicht nachvollzogen werden und ist höchst fraglich.

Aufgrund des Tätigwerdens des GV ist jedoch sicher davon auszugehen, dass hier sehrwohl ein belastender Titel in der Welt ist, welcher wahrscheinlich auch nicht mehr zu beseitigen ist. Diesbzgl. sollten Sie dringend mit allen Unterlagen einen Kollegen vor Ort mit der Prüfung beauftragen, zumal Ihr ehemaliger Vermieter offenkundig kurz vor der Vollstreckung steht. Nehmen Sie auch Einsicht in das Grundbuch.

Bzgl. des Teileigentums ist zu sagen, dass eine Zwangshypothek aus einem ausschließlich gegen Sie gerichteten Titel nur auf Ihren Eigentumsanteil eingetragen werden kann. Das Eigentum der Miteigentümer bleibt weiter unbelastet.

Ich hoffe Ihnen ergänzend geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

192 Bewertungen

Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Straßenverkehrsrecht, Mietrecht, Vertragsrecht, Internationales Recht, Fachanwalt Strafrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER