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Forderungen aus Lieferungen


13.11.2006 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Wir haben eine Firma welche LKW auf den Betrieb mit Pflanzenöl umbaut und dazu nach dem Umbau auch das Öl liefert. Leider hat sich seitens der Kunden eine Sitte eingeschlichen welche uns leicht unsere Existenz kosten kann und womit wir nicht gerechnet haben. Die Leute lassen Autos umbauen - Zahlung nach Rechnung kommt zunächst pünktlich. Dann lassen sie sich Öl liefern und die Zahlungen kommen auch pünktlich. Und dann lassen sie einige Rechnungen auflaufen und da der Bedarf an Öl recht groß ist geht das mit den sich aufbauenden Summen recht schnell. Wenn wir das anmahnen und dem Inkasso übergeben heißt es dann auf einmal bei der Umrüstung seien Mängel aufgetreten und man müsse das prüfen und verrechnen.
Das sind wirklich nur Ausreden. Fakt ist, daß die nur Zeit schinden möchten und sich finanziell mit unserer Hilfe etwas Luft verschaffen möchten - koste es was es wolle. Aktuell haben wir einen faulen Kunden welcher einen Kontrakt unterzeichnet hat nach welchem er binnen 2 Tagen zahlen muß selbst ohne Rechnung. Das ist ein Standartwerk der Ölmühlen und rechtssicher. Er zahlt aber eiskalt nicht. Nun haben wir die Befürchtung wenn wir massiv werden, daß wieder die alte Leier mit den angeblichen Reklamationen los geht (es wurde nichts reklamiert).
Kann man eine solche Forderung quasi aus der Firma auslösen oder verkaufen oder auf eine dritte Firma übertragen um diesen Hakenschlägen des Nichtzahlens zu umgehen und ohne wenn und aber einen Titel oder besser das Geld bekommt? Wie sollte man vorgehen um die Sache für uns nervenschonend und sicher abzuwickeln? Ja.........für die Zukunft sind wir schlauer, da wird das Öl gleich von einer neu zu gründenden Firma geliefert nun aber haben wir erst einmal den Salat.
13.11.2006 | 21:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Sie können Ihre bisherigen Forderungen gegen Ihren Kunden an einen Dritten (z.B. eine Bank oder eine Firma, die Forderungen kauft) abtreten. Nachteil daran ist, dass Sie nur einen Teil der Forderung als Abtretungspreis erzielen, dafür aber das Risiko umgehen, die Zahlung insgesamt nicht zu erhalten.

2.Sie können Ihre Forderung auf gerichtlichem Wege einklagen und titulieren lassen. In dem Verfahren muss der Gegner dann beweisen, dass er Forderungen – wie z.B. Mängelansprüche – hat, gegen die er aufrechenen kann. Sind diese Forderungen unbegründet, erhalten Sie einen Titel, aus dem Sie dann vollstrecken können. Eine günstigere Variante ist der Mahnbescheid. Dieser Weg lohnt sich, wenn Sie nicht damit rechnen, dass der Gegner eigene Forderungen gegen Sie geltend macht oder Widerspruch erheben wird. Die Verfahren sind zwar ebenfalls mit Kosten verbunden, jedoch haben Sie danach Aussicht auf Erhalt des Geldes.

3.Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie das Öl nur liefern, wenn der Kunde sich bei Ihnen ein „Vorschußkonto“ einrichtet. Er bezahlt dann vorab eine bestimmte Summe, sobald diese Summe zu einer bestimmten Prozentzahl z.B. 70% aufgebraucht ist aufgrund von Öllieferungen, wird der Kunde zur erneuten Einzahlung auf sein Guthaben bei Ihrer Firma aufgefordert und die Lieferungen bis zum Eingang des Geldes zurück gehalten. Hierzu bedarf es aber einer vertraglichen Vereinbarung, die Sie in Ihre AGB aufnehmen müssen bzw. mit den Kunden nun nachträglich verhandeln müssen.

4.Wenn ein Kunde noch offene Rechnungen hat, können Sie die Lieferung weiteren Öls an die Zahlung der offenen Rechnungen knüpfen. Hierfür müssten aber ebenfalls die vertraglichen Gegebenheiten geprüft werden.

5.Sie können auch die gesamte Abwicklung Ihrer Rechnunge outsourcen, also über einer Drittfirma abwickeln.

Für Ihre derzeit offenen Rechnungen bleibt nur schnellstmöglich Klage einzureichen oder die Forderung zu verkaufen. Gegebenenfalls können Sie im Wege der einstweiligen Verfügung erreichen, dass ein Schuldner gleich bestimmte Werte „hinterlegen“ muss, bis zur endgültigen Entscheidung. Das lohnt sich bei Schuldnern, bei denen Sie Insolvenz befürchten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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