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Forderung wegen unerlaubten Kopieren eines Angebotstextes


29.08.2005 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Guten Tag, ich handle gewerblich bei Ebay und habe ..... ein Schreiben von einem anderen Ebayer bekommen, in dem er mir vorwirft ich hätte bei einem Angebot von mir (Buch für 1,99) eine Artikelbeschreibung seines Shops kopiert und das dies durch die Software Anticopy belegt sei.
Der Vorwurf besteht zu recht, ich habe gedankenlos den Text für mein Angebot von ihm kopiert (in der Beschreibung des Buches steht fast das gleiche, nur 1 Zeile ist anders)
Er stellte mir eine Rechnung für eine Servertraffic pauschal von 21,00 Euro + Mwst. + Portokosten, zus. 35,- Euro, Zahlungsfrist ......
Ich habe das Angebot sofort entfernt und mich für mein unkorrektes Verhalten entschuldigt, hierein Auszug der mail:
".....sollte ich mich in dieser Angelegenheit nicht korrekt verhalten haben, bitte ich
um Entschuldigung, ich habe das Angebot sofort entfernt.
Warum haben Sie nicht gleich Kontakt mit mir aufgenommen, ich hätte das Angebot sofort gelöscht!
Ich habe den Text verglichen, er ist fast identisch mit der Original-Beschreibung des Buches, ein einziger Satz ist anders!
Urheberrechtlich geschützt sind nur wissenschaftliche und literarische Texte, keine schlichten Artikelbeschreibungen!!
Für was soll ich denn eine Servertraffic bezahlen? Das Bild habe ich nachweislich von der Firma, bei der ich dass Buch gekauft habe,
es kann also gar kein kostenpflichtiger Datentransfer stattgefunden haben, den Sie mir jetzt in Rechnung stellen wollen......" Mail Ende

Ich habe den Betrag nicht bezahlt, weil ich der Meinung bin, er hätte mich erst verwarnen und mich auffordern müssen den Text zu entfernen

Heute habe ich ein Schreiben von seinem RA bekommen, der mich auffordert den Betrag, mittlerweile ca. 80 Euro mit RA Kosten bis ...... zu bezahlen, ansonsten wird er gerichtliche Schritte einleiten. Grundlage sei für diese Forderung das unerlaubte Kopieren eines Angebotes seines Mandanten, was eindeutig durch Anticopy nachweisbar ist.

Wie soll ich mich denn jetzt verhalten? Ich habe nicht vor den Betrag zu bezahlen, möchte aber formell nichts falsch machen.
Soll ich auf das Schreiben des RA reagieren. Wahrscheinlich bekomme ich nach Ablauf der Frist einen gerichtlichen Mahnbescheid, hier hätte ich vor innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einzulegen.
Ich habe gelesen, dass eine banale Artikelbeschreibung kein geistiges Eigentum ist, nur wissenschaftliche und literarische Arbeiten, das habe ich in meiner Mail mitgeteil s.o., sein RA meinte aber in seinem Schreiben, dass meine Einwände nicht begründet sind und er werde seinem Mandanten raten, seine Forderungen gerichtlich geltend zu machen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten, bitte teilen Sie mir mit wie ich mich weiterhin verhalten soll.

Besten Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

An Ihrer Schilderung fällt auf, dass es wohl um die „offizielle“ Buchbeschreibung handelt. Wenn dem so ist bestehen Bedenken, ob der andere Anbieter überhaupt Urheber ist (vergl. § 7 UrhG).

Ob eine Bearbeitung vorliegt (§ 3 UrhG) erscheint fraglich.

Wenn die Gegenseite Urheber ist, steht ihr ein Anspruch auf Unterlassung und Schadenersatz zu (§ 97 UrhG).

Allerdings erschein auch mir der Servertraffic fraglich und nicht nachvollziehbar.

Allerdings kann eine konkrete Antwort nur nach Sichtung der Unterlagen erfolgen. Dies kann das Forum nicht leisten. Ich rate daher einen Kollegen vor Ort aufzusuchen, denn die persönliche Beratung kann hier nicht ersetzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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