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Forderung von Inkasso Eintragung Schufa

21.01.2015 17:33 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Es geht hierbei um eine Forderung aus einem Vertrag eines Fitnessstudio welcher nicht mehr bedient worden ist. Die Angelegenheit wurde an ein Inkasso weiter gegeben, diese haben einen Vollstreckung durchgesetzt. Es handelt sich um die Forderung A.
Es wurde dann, nachdem ein Pfändungs und Überweisungsbeschluss veranlasst war, eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen und bedient, der Überweisungsbeschluss vorerst aufgehoben. Weiterhin tat sich eine zweite Forderung (B) auf, die aus selbem Vertrag stammt (Allerdings nach dem Vollstreckungsbescheid)
Diese Forderung wurde angemahnt und lief parallel zur Forderung A. Mir persönlich war bis dahin nicht bewusst das zwei Forderungen offen waren.

Nun hatte ich mir zu beiden Vorgängen eine Forderungsaufstellung nach 366/367 BGB zukommen lassen. Zur Forderung A gab es eine Ratenzahlungsvereinbarung, Forderung B stand offen.
Meine vorherige Anfrage beide Forderungen zusammen zu legen und zu vergleichen wurde abgelehnt. Erst mit der Aufstellung wurde mir bewusst das es sich um zwei unterschiedliche Forderungen handelt, obwohl Sie aus einem Vertrag stammen.

Forderung A habe ich überwiesen und als erledigt erklärt, Forderung B (siehe Aufstellung) habe ich Zweckgebunden überwiesen, heißt 3 Mitgliedsbeiträge inkl. Rücklastschriftkosten. Alle anderen Kosten (immerhin etwa 240€ Gebühren innerhalb eines Jahres) habe ich als unverhältnismäßig und gegen die Schadenminderungspflicht abgewiesen, da bereits eine Vollstreckung zu A beauftragt war.
Dennoch stehe ich mit beiden Vorgängen in der Schufa, wobei die Forderung A erledigt erklärt worden ist.

Kann aus einem Vertrag, zwei Forderungen gemacht werden, die beide in der Schufa stehen. Obwohl zu B kein Titel vorhanden ist, stehe ich hiermit in der Schufa.

Davon abgesehen halte ich die Forderung wie oben beschrieben als nicht verhältnismäßig:

05.04.2013 Mitgliedsbeitrag 15,00.-
05.04.2013 Rücklastschriftkosten 4,00.-
05.04.2013 Aufnahme Bearb.Gebühr 4,50
05.04.2013 Mahnspesen 20.00.-
03.05.2013.Aufnahme Bearb. Gebühr 10.00-
24.05.2013 Aufnahme Bearb. Gebühr 10.00.-
24.06.2013 Info Nachmeldung HF 10.00.-
24.06.2013 Aufnahme Bearb. Gebühr 10,00.-
30.06.2013 4,87% Zinsen Basissatz 0,18.-
30.06.2013 4,87% Zinsen Basissatz 0,04.-
30.06.2014 4,87% Zinsen Basissatz 0,01.-
08.07.2014 1. Mahnung 30,00.-
25.07.2014 2 Mahnung 25,00.-
29.07.2014 Info Nachmeldung 10,00.-
05.08.2013 Mitgliedsbeitrag 15,00.-
05.08.2013 Rücklastschrift 4,00.-
05.08.2013 Aufnahme Geb. 4,50.-
10.09.2013 Aufnahme Geb 10,00.-
14.10.2013 Ermittlungskosten 15,00.-
17.10.2013 1 RA Mahnung 70,20.-
31.12.2013 4,62% Zinsen Basissatz 1,00.-
31.12.2013 4,62% Zinsen Basissatz 0,20.-
31.12.2013 4,62% Zinsen Basissatz 0,35.-
31.12.2013 4,62% Zinsen Basissatz 0,10.-
05.02.2014 Mitgliedsbeitrag 15,00.-
05.02.2014 Rücklastschrift 4,00.-
05.02.2014 Aufnahme Geb 4,50.-
05.03.2014 Aufnahme Geb 10,00.-
30.06.2014 4,37% Zinsen Basissatz 1,90.-
30.06.2014 4,37% Zinsen Basissatz 0,33.-
30.06.2014 4,37% Zinsen Basissatz 0,11.-
30.06.2014 4,27% Zinsen Basissatz 2,32.-

Ich möchte gerne wissen:

Kann die Inkasso einen Eintrag in der Schufa veranlassen obwohl die Forderung nicht tituliert ist?
Ist es überhaupt möglich 2 Vorgänge zu einer und der selben Sache zu eröffnen?
Wie wehre ich mich gegen die oben stehenden horrenden Kosten die hier aufgeführt worden sind.

Anlagen: Schreiben an das Inkasso:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Bezug auf unsere Schreiben vom 12.12.2014 möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich die Mitgliedsbeiträge nebst Rücklastschriftkosten überwiesen habe. Folgende Zweckgenbunde Überweisungen habe ich getätigt:

Mitgliedsbeitrag: Rg-Nr. 2927876 15,00€
Rücklastschriftkosten: Rg-Nr. 2927877 4,00€
Mitgliedsbeitrag Rg-Nr. 3556004 15,00€
Rücklastschriftkosten Rg-Nr. 3556005 4,00€
Mitgliedsbeitrag Rg-Nr 4817605 15,00€
Rücklastschriftkosten Rg-Nr. 4817606 4,00€

Alles andere weise ich als frei erfunden, Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht und Verstoß gegen das RVG zurück. Aufgrund von Formfehlern vom 17.10.2013 weise ich die Zahlungsaufforderung mit Fristsetzung des Rechtsanwaltes Dr. Fritz hiermit ausdrücklich zurück, da mir keine Vollmacht zur Wahrnehmung der Rechtlichen Interessen vorliegt. Davon unberührt ist eine 1,3 Gebühr RVG zu dieser Forderung unverhältnismäßig. Weiterhin war ein Einschalten eines Rechtsanwaltes entbehrlich, da zur Forderung 20120141801 bereits ein gerichtliches Mahnverfahren angesetzt war und die Durchsetzung der Forderung bereits beauftragt war. (Pfändungs und Überweisungsbeschluß vom 29.05.2013) Es handelt sich in beiden Vorgängen um ein und dieselbe Sache.

Ich überlege mir momentan Beschwerde beim zuständigen Aufsichtsgericht und der zuständigen Anwaltskammer einreichen. Ihre Forderungen sind unverhältnismäßig nahezu unverschämt und vor allem nichts Rechtens.

Der guten Ordnung halber weise ich darauf hin, dass die Hauptforderung bezahlt ist. Einen Mahnbescheid in dieser Angelegenheit werde ich sofort widersprechen. Sollten Sie nunmehr weitere unverhältnismäßige Forderungen gegen mich stellen, werde ich einen Rechtsanwalt beauftragen.
Sollten Sie Klage gegen mich einreichen wollen, können Sie dies gerne vor dem Amtsgericht Dortmund tun.
Wenn die Angelegenheit erledigt ist erwarte ich Ihre Mitteilung.

Hochachtungsvoll


Das Inkasso Unternehmen steht weiterhin zu den Kosten. Auch wenn die Hauptforderung nun bezahlt ist, erlangt man von mir die anderen Kosten zu bezahlen.
Muss ich die Kosten bezahlen oder liegt ein Fehlverhalten der Inkasso vor. Hätten Sie einfach so einen Schufa Eintrag vornehmen dürfen auch wenn ich dieses nie unterschrieben habe (AGB Fitnessstudio) Hingewiesen wurde ich von der Inkassofirma in dick markiert.


Mit freundlichen




Einsatz editiert am 21.01.2015 17:42:04

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Kann die Inkasso einen Eintrag in der Schufa veranlassen obwohl die Forderung nicht tituliert ist?"



Zumindest Forderung A muss ja bereits tituliert worden sein, denn ansonsten hätte kein PfüB ergehen dürfen.


Nicht titulierte Forderungen sind - wenn sie unbestritten sind - ebenfalls eintragungsfähig.


Allerdings stellt sich bei Ihnen die Frage inwiefern Forderung A und B überhaupt rechtlich selbständig sind.




Frage 2:
"Ist es überhaupt möglich 2 Vorgänge zu einer und der selben Sache zu eröffnen?"


Das ist grundsätzlich möglich.

Anhand Ihrer Schilderung ist die Summe aber nicht ganz nachvollziehbar.


Derzeit scheint es so als hätten sie die titulierte Forderung A vollständig bezahlt (?) und man kommt Ihnen nun mit den "Nebenkosten" in Form von Forderung B.


Die Positionen von Forderung B sind durchaus dubios, sodass Sie diese zunächst einmal bestreiten sollten ( was dann auch eine Löschung in der Schufa bewirken kann ).


So ist z.B. nicht nachvollziehbar


-) Aufnahme Bearb. Gebühr + Aufnahme Geb + Info Nachmeldung

-) Info Nachmeldung

-) Ermittlungskosten 15,00 ( nur dann wenn Sie umgezogen wären ohne Adressänderung anzugeben)

-) 1. Mahnung 30,00 + 2 Mahnung 25,00 ( da bleibt einem ja die Luft weg) sind in der Höhe sicherlich unangemessen

-) 1 RA Mahnung 70,20 ( wofür soll hier überhaupt nach 2 Mahnungen nebst Mahnbescheid noch einmal gemahnt werden)





Frage 3:
"Wie wehre ich mich gegen die oben stehenden horrenden Kosten die hier aufgeführt worden sind ?"


Wenden Sie sich an die im Briefkopf genannte Aufsichtsbehörde und bitten um Vermittlung.

ist dieses nicht ausdrücklich angegeben finden Sie dieses unter:

http://www.rechtsdienstleistungsregister.de/?button=Registrierungen%20suchen&sess_clean=1


indem Sie die im Briefkopf genannte Registrierungsnummer eingeben.


Machen Sie detlich, dass sie offene und in der Höhe angemessne Rechtsverfolgungskosten gerne zu zahlen bereit sind, diese aber derzeit anzweifeln.




Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


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