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Forderung vom Arbeitgeber

| 17.10.2011 17:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz


Einen schönen Guten Tag,

bin angestellt bei einer Firma,dieses nun schon seit 4 Jahren. Es handelt sich um einen Saisonvertrag ( jeweils März bis Oktober/November).

Da eine Kollegin erkrankte, war ich für den Verkauf von Souvenirs zuständig.
Ich wurde Ende September krank, einen Brief erhielt ich am 13.10. (Das Schreiben war datiert vom 11.10.), dass aufgrund meiner krankheitsbedingten Abwesenheit der Bestand überprüft wurde und sich eine Differenz ergeben hat.

Sie beträgt ca 14,00 € .

Ich soll den Betrag auf das Firmenkonto überweisen, ansonsten wird es mit meinem noch ausstehenden Gehalt verrechnet.

Nun die Frage, darf mein Arbeitgeber die angebliche Differenz von meinem Gehalt abziehen??
Wenn nein, welche rechtliche Grundlage spricht dagegen?

Bevor ich krank wurde hatte ich selber eine Zählung vorgenommen und es hat alles gestimmt.

Letztlich ist der Betrag relativ gering, doch es geht mir ums Prinzip.

1. Laut meiner Zählung hatte alles gestimmt.
2. Der Schlüssel ist für jeden frei zugänglich und befand sich nicht nur in meiner Gewalt, so ist es also nicht zu beweisen, das meine Abrechnung falsch ist.


Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
B.S.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Derjenige, der meint, einen Anspruch zu haben, muss diesen stets nachweisen. Die bloße einseitige Behauptung ist nicht ausreichend.

Da Sie sagen, dass die Differenz nicht durch Sie bzw. nicht während Ihres Dienstes entstanden sein kann, bestreiten Sie den Anspruch. Dementsprechend sollte Ihre Inanspruchnahme klar und eindeutig gegenüber dem Arbeitgeber zurückgewiesen werden.

Ob der Arbeitgeber dann eine Aufrechnung gegen Ihren Lohn vornimmt, bleibt abzuwarten. Gegebenenfalls ist dann die Differenz der Auszahlung zu dem Ihnen zustehenden Lohn - nach Ihren Angaben 14,00 € - bei Ihrem Arbeitgeber geltend zu machen und, notfalls im Klagewege, durchzusetzen.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für Ihre weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich auch gerne von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2011 | 20:12

Sehr geehrter HErr Huppertz,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Gerne hätte ich noch auf das folgende Zitat aus meiner gestellten Frage eine Einschätzung :

Nun die Frage, darf mein Arbeitgeber die angebliche Differenz von meinem Gehalt abziehen??
Wenn nein, welche rechtliche Grundlage spricht dagegen?

Vielen Dank noch einmal für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichstem Gruß
B.S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2011 | 21:04

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich wäre eine Aufrechnung möglich, § 387 BGB, falls gegenseitige Zahlungsansprüche bestehen. Ihr Lohnanspruch würde im Umfang des Gegenanspruchs, also in Höhe von 14,00 €, erlöschen.

Eine Aufrechnung ist ausgeschlossen, soweit Ihr Lohn die Pfändungsfreigrenze nicht überschreitet, § 394 BGB.

Um es noch einmal klar zu stellen: Zunächst muss ein Anspruch der Gegenseite feststehen. Andernfalls kommt eine Aufrechnung ohnehin nicht in Betracht.


Mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.10.2011 | 20:32

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 17.10.2011 5/5,0
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