Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Forderung trotz Insolvenz mangels Masse


| 12.10.2007 10:06 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Tag,
vor kurzem mussten wir für eine Ltd. wegen Steuerschulden und anderen Verbindlichkeiten einen Insolvenzantrag stellen. Das Verfahren wurde mangels Masse nicht eingeleitet.

Paralell hat uns nach dem Beschluss, dass das Verfahren abgelehnt wird, ein Mahnbescheid erreicht, dem wir widersprochen haben. Der Kläger hat nun Recht bekommen (ca. 500€).

Was muss in diesem Fall getan werden? An wem muss das Schreiben mit dem Urteil vom Amtsgericht geschickt werden? Was ist zu tun?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Stellt sich nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens heraus, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um alle Kosten des Verfahrens abzudecken, so stellt das Insolvenzgericht das Verfahren gem. § 207 Abs. 1, Satz 1 InsO ein.

Durch die Masselosigkeit kann der betreffende Gläubiger seine Forderung nicht mehr gegen die Insolvenzmasse durchsetzen

Sie sollten daher den Gläubiger auf das beantragte Insolvenzverfahren hinweisen. Dieser hat sich dann mit seiner Forderung an den Insolvenzverwalter zu richten, da bis zur Einstellung des Verfahrens der Insolvenzverwalter die Verfügungs-und Verwaltungsbefugnis hat.

Durch den Eintritt der Masselosigkeit ist die Zwangsvollstreckung in die Insolvenzmasse unzulässig.

Soweit Ihnen das Urteil zugeht, sollten Sie dies an den Insolvenzverwalter weiterleiten.

Da es sich um ein Ltd. handelt, wird diese nicht automatisch in dem englischen Register gelöscht, so dass Sie hier noch eine Löschung der Gesellschaft veranlassen sollten.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 15.10.2007 | 14:26

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Es gibt für die Ltd. keinen Insolvenzverwalter. Weiter hat uns heute eine Vollstreckungsandrohung einer Anwaltskanzlei erreicht mit der Aufforderung, die Gesamtforderung bis zum 29.10.07 auf einer ihrer Konten zu überweisen. Was ist zu tun??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2007 | 22:52

Sehr geehrter Ratsuchender,

bevor ich Ihre Nachfrage bearbeiten kann, bitte ich um Eingabe der korrekten Adress- und Kontodaten, damit der von Ihnen eingesetzte Betrag auch abgebucht werden kann.

Mit besten Grüßen

Schröter
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 23.10.2007 | 23:31

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Vollstreckungsversuch dürfte ins Leere gehen, da die Gesellschaft bzw. Ihre Zweigniederlassung im Handelsregister gelöscht wird. Sie sollten demnach die Kanzlei des Insolvenzgläubigers auf die beantragte und abgewiesene Insolvenz hinweisen, damit nicht unnötig weitere Kosten durch eine Vollstreckung entstehen. Sollte der Insolvenzgläubiger gleichwohl die Pfändung betreiben wollen, dürfte dies schon an der Zustellung des Titels scheitern.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"perfekt, danke "