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Forderung nach Gehaltsnachweis


03.06.2007 17:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrter Experte,

ich bin gerade dabei meine Arbeitsstelle zu wechseln. Der Wechsel erfolgt in ein amerikanisches Unternehmen mit Büros u.a. in Deutschland aber Sitz für Europa in England. Ich werde in Deutschland arbeiten und der Vertrag unterliegt deutschem Recht. Bei den Gehaltsverhandlungen (mit einem Amerikaner) kam es dazu, dass man von mir meine Gehaltsnachweise der letzten drei Monate forderte, um somit das geforderte Gehalt zu belegen. Ich war etwas verwundert über diesen Wunsch, da weder mir noch im Bekanntenkreis so etwas jemals von einem zukünftigen Arbeitgeber verlangt wurde. Das dies jedoch in den Vereinigten Staaten gängig ist, ist mir bekannt. Ich habe die Aushändigung meiner Gehaltsabrechnungen verweigert, jedoch ohne die genaue Rechtslage zu kennen. Bei Recherchen im Internet konnte ich leider nur wenig darüber finden, jedoch eine Aussage, dass weder Forderungen nach Gehaltsnachweisen, noch ein Anruf beim aktuellen Arbeitgeber zum aktuellen Gehalt nicht erlaubt sind.
Meine Fragen: 1.) Wie ist die genaue Rechtslage?? und 2.) auch den elektronischen LST Auszug muss ich bei Wechsel nicht vorlegen oder?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
03.06.2007 | 18:03

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage(n), die ich wie folgt beantworte:

Es gibt im Arbeitsrecht keine Rechtsvorschrift, welche die angesprochene Problematik auch nur ansatzweise regelt.

Dies steht damit im Zusammenhang, dass das Fragerecht des Arbeitgebers stets einer besonderen Interessensabwägung bedarf, wobei das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers die Grenzen einer Auskunftspflicht vorgibt.

Zulässig sind danach Fragen im Zusammenhang mit der zu leistenden Arbeit; z.B. über den beruflichen Werdegang und ein früheres Arbeitsverhältnis ( BAG BB 70, 883 ).

Teilweise ist umstritten, ob der Arbeitgeber überhaupt nach der Vergütung im vorangegangenen Arbeitsverhältnis fragen darf.

Die Frage kann nicht mit ja oder nein beantwortet werden, da es darauf ankommt, ob die bisherige Vergütung für die neue Arbeitsstelle aussagekräftig ist.

Hierzu machen Sie keine Angaben.

Ich rate Ihnen daher dem Arbeitgeber die Unterlagen vorzulegen oder einen Rechtsanwalt mit der fundierten Prüfung der aufgeworfenen Fragestellungen zu beauftragen. Ich bedanke mich für Ihr Verständnis, dass für den von Ihnen ausgelobten Mindesteinsatz keine abschließende Beurteilung der Fragestellung möglich ist.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu habne. Bei Bedarf können Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Jur.M. Kohberger
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Michael Kohberger

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