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Forderung nach GBR Austritt


01.07.2005 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

habe eine Frage bezüglich einer Forderung meiner ehemaligen Geschäftspartner (GBR).

Ich habe eine GBR zum 31.12.2001 verlassen. Im April 2002 haben, wir basieren auf einer Bilanz, mein Austritt abgewickelt.

Mein Guthaben wurde durch div. Lastschrift (Krankenversicherung, usw.) die noch weiterliefen, beglichen. Dabei ging mein Guthaben aber auch mal ins Negativ, welches ich auch ausgeglichen habe, letztmals 2003.

2005 wurde nun bemerkt dass mein Guthabenkonto zum Ende 2001 falsch berechnet wurde, weil eine Sachleistung vergessen wurde abzuziehen. Da die Ausgleichzahlungen immer von dem falschen Guthaben ausgingen, hätte ich nun einen negativen Betrag im Konto stehen.

Was soll ich tun! Könnte das verjährt sein?
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich gehe mangels der Kenntnis des Gesellschaftsvertrages nach Ihrer Darstellung von einer Personengesellschaft aus.

Trifft dieses zu, kann über § 736 II BGB eine Nachhaftung auch Ihnen gegenüber als ausgeschiedenen Gesellschafter bestehen, die erst nach 5 (fünf) Jahren verjähren würde.

Dazu müsste die Forderung aber innerhalb dieser Frist fällig und die Forderung müsste Ihnen gegenüber auch geltend gemacht worden sein. Ich unterstelle einmal, dass Beides (zu Ihren Lasten) eingetreten ist.

Ich befürchte also nach Ihrer Darstellung, dass Sie ev. um eine Nachforderung nicht herum kommen werden.

Allerdings (wobei das auch von der Summe abhängt) sollten alle Unterlagen und auch die Richtigkeit der Kontenberechnung von einem Kollegen vor Ort überprüft werden, da dieses via Internet nicht abschliessend möglich ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2005 | 20:25

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie lagen richtig es geht um eine Personengesellschaft.

Ich habe die Gesellschaft zum 31.12.2001 verlassen. Bei der anschließenden Auseinandersetzung wurde eine Bilanz erstell und mein Anteil festgelegt.

Ich habe allerdings ein Notebook aus dem Besitz der Gesellschaft übernommen und der Steuerberater hatte nun im Jahr 2005 bemerkt dass dieses Notebook zum Zeitwert von Ende 2001 noch nicht beglichen wurde.

Daraufhin hat er mein Kapitalkonto Rückwirkend zum Beginn 2002 um diesen Betrag gekürzt. Wohlgemerkt war ich zu diesem Zeitpunkt schon kein Gesellschafter mehr.

Durch diese Kürzung stimmten meine Ausgleichszahlungen nicht mehr und ich soll diesen Betrag noch bezahlen.

Ich habe gehofft dass dies nicht unter die 5-jährige Haftung fällt, da ich zu diesem Zeitpunkt ja nicht mehr Gesellschafter war, und der Vorgang nur die Auseinandersetzung betrifft.

Mit freundlichen Güssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2005 | 20:03

Es fällt mE doch unter die 5-jährige Haftung.

Was allerdings nicht einleutend ist, dass offenbar die GESAMTE Zeitwert nur bei Ihnen belastet worden ist. Nicht nur, dass hier nur ein ANTEILIGER Betrag anzurechnen wäre, auch halte ich die Ansetzung des Zeitwertes (und nicht etwa des Buchwertes) für bedenklich.

Ich rate daher wirklich, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen.

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