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Forderung eines Inkassounternehmen

| 17.07.2011 07:50 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Ich habe am 22.06.2011 eine Forderung der Uniscore Inkassounternehmen bekommen, die für einen Deutscher Super Club, Postfach 241 in 1031 Wien einklagt. Ich soll 255,76 Euro zahlen.

Einzug der Rechnung 61391 vom 26.09.2009 an Kd.-Nr. 61391 der Firma Deutscher Super Club, Wien.

Ich sollte diese Rechnung bis zum 06.07.2011 auf ein Postbankkonto Zahlen.

Leider war ich zurzeit wo das Schreiben gekommen ist in Urlaub und kam erst am 03.07.2011 wieder zurück, daher habe ich eine Teilzahlung vereinbart bevor ich ein Gerichtliches Mahnverfahren bekomme.

Die Inkasso Firma schickte mir dann Eine Schuldanerkenntnis und Teilzahlungsvereinbarung Schreiben das ich unterschreiben soll.
Die soll ich bis zum 21.07.2011 zuschicken

Ich schaute mich im Internet um und kam zu einer Seite von Anti Spam.
( http://www.antispam.de/forum/showthread.php?25223-Inkasso-Mahnung-von-Gewinnspielanbieter&p=309471&viewfull=1#post309471 )
die mich Stutzig machte.
Ich suchte weiter und fand keine Einträge über einen Deutschen Super Club, nicht einmal eine Adresse.
Danach rief ich bei der Inkasso Firma an und die genaue Adresse der sogenannten Firma zu bekommen.
Ich gab an, ich bräuchte sie um zu kündigen und das ginge ja nur über ein Einschreiben.
Die Inkasso Firma weigerte sich mir die Adresse auszuhändigen.

Meine Frage an Sie.
Wie soll ich mich jetzt verhalten?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die Beantwortung Ihrer Frage basiert auf dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt und berücksichtigt nur die Umstände, die Sie hier geschildert haben.

In Ihrer Frage haben Sie nicht mitgeteilt, ob es sich um eine möglicherweise berechtigte Forderung handelt.

Da Sie offenbar nicht von einer Zahlungsverpflichtung Ihrerseits ausgehen, wird im Weiteren angenommen, dass die Forderung des Inkasso-Unternehmens zumindest fraglich ist. Anderenfalls bitte ich Sie, mir dies im Wege der Nachfrage-Option mitzuteilen.

Alleine die Tatsache, dass Ihnen das für die Firma Deutscher Super Club tätige Inkasso-Unternehmen keine weiteren Informationen über den vermeintlichen Gläubiger aushändigt, spricht schon für sich.

Offenbar haben Sie es hier mit einer mittlerweile weit verbreiteten Masche zu tun, mit der dubiose Unternehmen, die meist nur aus einem einfachen Briefkasten bestehen (häufig mit Sitz im Ausland), sich zu bereichern versuchen.

Wenn Sie in einer bekannten Suchmaschine ein bisschen rechergieren, dann werden Sie hinsichtlich des vermeintlichen Gläubigers schnell fündig.


Der Druck wird durch derartige Unternehmen auf die vermeintlichen Schuldner derart erhöht, dass diese - um vermeintliche gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden - bezahlen.

Aus anwaltlicher Sicht kann Ihnen nicht geraten werden, ein Schuldanerkenntnis bzw. eine Teilzahlungsvereinbarung zu unterschreiben. Wie der Name schon sagt, erkennen Sie durch die Unterzeichnung eines Schuldanerkenntnisses die Schuld des Gläubigers an. Dies wäre für den Gläubiger der leichteste Weg, zu Geld zu kommen.

Insbesondere kann Ihnen nicht geraten werden, die Forderung zu bezahlen.

Des Weiteren müssen Sie aufpassen, dass Sie, falls das Inkasso-Unternehmen einen Mahnbescheid gegen Sie beantragt, hiergegen Widerspruch einlegen. Anderenfalls hätte der Gläubiger einen Titel in der Hand aus dem er jederzeit vollstrecken könnte.


Teilweise kann gegen derartige Unternehmen auch Strafanzeige erstattet werden. Da Sie jedoch im vorliegenden Fall mitgeteilt haben, dass Sie über keine weiteren Daten verfügen, macht dies nur wenig Sinn.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte beachten Sie, dass diese Antwort eine erste rechtliche Beurteilung darstellt und eine persönliche Beratung nicht ersetzen kann.


Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2011 | 16:41

es ist keine berechtigte Forderung, den ich habe nie was von diesen Deutschen Super Club gehört.

Aber ich habe im Internet, bei "Anti Spam" diesen nachstehenden Bericht gelesen:

Standard Inkasso-Mahnung Uniscore wegen "Deutscher Super Club"

Der Text der Mahnung von Uniscore wurde uns dankenswerterweise zur Ansicht zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich um die branchentypische Droh- und Mahnschreibselei, die aber in diesem Fall hier jedweder Grundlage entbehrt.

So wird schon nicht die ladungsfähige Anschrift des wie auch immer gearteten Mandanten genannt. Sondern es wird lediglich Bezug genommen auf "Deutscher Super Club, Postfach 241, 1031 Wien". Eine eingetragene Firma "Deutscher Super Club" gibt es allerdings weder in Österreich noch in Deutschland, erkennbar auch schon daran, dass keine Rechtsform genannt wird. Natürlich wird dann auch nur eine Postfachanschrift angegeben.

Mithin treibt hier die Uniscore Gelder für eine schon von der Sache her höchst fragwürdige Forderung ein, und dann noch für einen Mandanten, der gegenüber dem angeblichen Schuldner nicht hinreichend identifziert wird.

Gezahlt werden sollten solche albernen Forderungen natürlich keineswegs.

Es wird hier auch nicht empfohlen, mit Inkassobüros, die wissentlich höchst fragwürdige Forderungen eintreiben und dabei die Identität des Profiteurs verschleiern, irgendeine Brieffreundschaft anzufangen.

Die einzige hier angemessene Antwort besteht in der sofortigen Erstattung einer Strafanzeige sowie eines Hinweises an die Steuerfahndung. Denn ganz offensichtlich werden hier Gelder fakturiert, für nicht identifzierte, nicht eingetragene Geschäftsbetriebe.

Zuständig sind für diesen Fall:

Staatsanwaltschaft Frankenthal
Emil-Rosenberg-Str. 2
Postfach 1121
67227 Frankenthal (Pfalz)

sowie

Finanzamt Ludwigshafen
Bayernstr. 39
67061 Ludwigshafen

Sicherheitshalber wird den Betroffenen empfohlen, in einigen Monaten eine Selbstauskunft bei der Schufa einzuholen. Diese Selbstauskunft ist einmal jährlich für Privatverbraucher kostenlos.

Sollte durch Uniscore ein widerrechtlicher Schufa-Eintrag wegen einer Forderung für einen nicht identifizierten Anspruchsteller erfolgt sein, dann kann dieser Eintrag mit rechtlichen Schritten (Anwalt, einstweilige Verfügung) innerhalb von Tagen wieder entfernt werden.

Von Uniscore ist auch bekannt, dass in einigen (aber lange nicht in allen) Fällen ein gerichtlicher Mahnbescheid beantragt wird.

Deshalb nochmalige Frage.
Wie kann ich dagegen angehen und wie soll ich mich verhalten?

Ich bedanke mich im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2011 | 19:06

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

herzlichen Dank für Ihre Nachfrage. An meiner Empfehlung sollte weiter festgehalten werden. Nichtzalung und auf keinen Fall etwas zu Gunsten der Inkasso-Firma bzw. des vermeintlichen Gläubigers unterzeichnen oder anerkennen.

Insgesamt ist zudem zu empfehlen in derartigen Angelegenheiten Ruhe zu bewahren. In den meisten Fällen passiert nach einiger Zeit nichts mehr.

Ob auch in Ihrem Fall die "Uniscore" die Forderung einzutreiben versucht, haben Sie nicht erwähnt.

Im vorliegenden Fall ist es dem Mandanten, wie auch in anderen ähnlich gelagerten Fällen, dringend zu raten, die Sache durch Nichtzahlung zu ignorieren.

Wenn Sie das wollen, können Sie bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstatten. Ob die Ermittlungsbehörden hier wirklich zum Erfolg kommen, ist jedoch fraglich, da die Firmen meist nicht zu identifizieren sind - insbesondere dann nicht, wenn deren Sitz z.B. im Ausland sind.

Zu überlegen wäre zudem auch eine Strafanzeige gegen das Inkasso-Büro, wenn dieses weiter an der rechtswidrigen Forderung festhalten sollte.

Rein vorsorglich kann man, wie in ihrem Zitat ausgeführt, bei der Schufa eine Selbstauskunft einholen.

Sollten Sie hierfür anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, können Sie mich hierzu jederzeit mandatieren. Dies gilt natürlich auch für eine etwaige Strafanzeige. Gerne können Sie dies auch im Wege einer Direktanfrage machen.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind für Sie zufriedenstellend beantwortet.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 17.07.2011 | 10:03

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