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Forderung einer Inkassofirma


04.03.2006 07:31 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Sehr geehrte Anwälte,
ich stelle diese Frage für meinen volljährigen aber leider sehr genervten Sohn:
dieser Sohn war mit der Zahlung an einen Internet-Server mit 33,- EUR in Verzug. Er bekam ohne Mahnung die Forderung eines Inkasso-Unternehmens zur Zahlung dieser 33 EUR plus 55 EUR für das Inkasso-Unternehmen. Mein Sohn zahlte daraufhin sofort die 33 EUR an den Server, nicht aber die Forderung des Inkasso-Unternehmens. Der Server bestätigte ihm den Eingang und dass er nun keine Forderungen mehr habe. Das Inkasso-Unternehmen droht nun meinem Sohn an, dass der Server ihm die Leistung verweigert bis er die geforderten 55 EUR an das Inkasso-Unternehmen gezahlt hat. Geht soetwas? Oder müßte sich die Inkasso-Firma nicht selbst einen Titel beim Amtgericht besorgen um die eigenen Forderungen durchzusetzen? Ist diese Forderung nicht evtl. etwas erhöht?
Mit freundlichen Grüßen
C.D.
Sehr geehrter Fragesteller,
Die 55,- Euro Forderung des Inkasso Unternehmens können als Verzugsschaden geltend gemacht werden, wenn denn tatsächlich ein Verzug vorgelegen hat.
Der Eintritt des Verzuges setzt entweder eine Mahnung oder einen nach dem Kalender bestimmbaren Zahlungstermin voraus. D.h. eine Mahnung war dann entbehrlich, wenn eine bestimmte Leistungszeit nach dem Kalender vereinbart war.
Ebenfalls in Verzug geraten wäre Ihr Sohn, wenn er als Verbraucher 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer entsprechenden Zahlungsaufstellung/ Rechnung nicht leistet und er auf diese Folge in der Rechnung hingewiesen wurde.

Ich nehme dies bei Ihrem Sohn einmal nicht an, so dass grundsätzlich ohne Mahnung kein Verzug eingetreten ist und das Inkasso Unternehemen auch keinen Verzugsschaden geltend machen kann.

Sollte jedoch ein Verzug bereist vorliegen, könnte grundsätzlich auch das Inkasso Unternehmen diese geltend machen, wenn es sich die entsprechende Forderung des Internet Servers wirksam hat abtreten lassen.

Als Verzugsschaden wären die Kosten zu ersetzen, die für die Rechtsverfolgung NACH Eintritt des Verzuges entstanden sind.
Auch die Kosten eines Inkassobüros können hierzu gehören. Dies ist aber im einzelen umstritten.
55,- Euro sind aber in jedem Fall zu hoch.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihre Kanzlei Scholz und Kieppe
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