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Forderung einer Bank nach Abschluß der Restschuldbefreiung

| 21.01.2017 18:49 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Person A und Person B haben gemeinsam ein Immobiliendarlehen.

Person A musste Insolvenz anmelden und das benannte Darlehen wurde in die Gläubigerliste aufgenommen.

Die Wohlverhaltensphase von A ist vorüber und es gab eine komplette Restschuldbefreiung.

Person A hat mit Beginn der Wohlverhaltensphase eine Deriliktion am Objekt vorgenommen und steht schon lange nicht mehr im Grundbuch.

Person B bleibt weiterhin im Objekt wohnen und steht neben der Gläubigerin weiterhin im Grundbuch. Ebenso zahlt B weiterhin an dem Darlehen, welches gemeinsam aufgenommen wurde, alleine weiter.

Person B schreibt nun nach der Restschuldbefreiung von A die Bank an und teilt mit, daß ihr die Rate zu hoch ist.

Nun schreibt die Gläubigerin nach der Restschulbefreiung Person A an und teilt A mit, daß er einen Differenzbetrag zu zahlen hat, zu der Summe der Rate, die Person B vorschlägt. Beispiel: B schlägt 400,- von eigentlichen 600,- vor. A soll nun die Differenz zahlen, also 200,- monatlich.

Nebenbei wird erwähnt, daß eine Gebühr in Höhe von 12,-€ fällig wird, für die Adressenermittlung von Person A, obwohl die Bank sehr genau weiß, wo A wohnt, da auch teilweise unter dieser Adresse das Insolvenzverfahren geführt wurde und die letzte Meldeanschrift war.

Frage: Sind nicht alle aufgenommenen Schulden, die aufgelistet worden sind, explizit dieses gemeinsame Darlehen, nach der Restschulbefreiung abgeschrieben? Muß sich A noch aus dem Darlehen löschen lassen mit der Bestätigung des Amtsgerichtes? Was muß A nun tun, um diese Forderung nichtig zu machen oder muß A zahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wird die Restschuldbefreiung erteilt, so wirkt sie gegen alle Insolvenzgläubiger. Dies gilt auch für Gläubiger, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben, so sagt es ausdrücklich Paragraf 301 Absatz 1 InsO.

Mit Erteilung der Restschuldbefreiung ist die Forderung erloschen, dies sollte unter Vorlage des Beschlusses der Bank nochmals vorsorglich mitgeteilt werden.

A muss nichts unternehmen, da die Wirkung Kraft Gesetzes eintritt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2017 | 19:23

Guten Abend Herr Steiniger.

Danke für Ihre Antwort.

Eine Nachfrage noch:
Gilt dies auch, wenn der beschriebene Gläubiger zwar in die Insolvenzliste aufgenommen wurde, aber später seine Forderung wieder zurück genommen hat?

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2017 | 19:34

Ja, der Gläubiger kann sich der Wirkung der Restschuldbefreiung nicht entziehen.

Bewertung des Fragestellers 21.01.2017 | 19:36

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