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Forderung des AG zur monatl. Nachweispflicht zum Jobticket

| 13.10.2019 02:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Kurzem fordert der AG einen monatl. Nachweis zu meinem Jahresabbo (Umweltkarte), da dieses seit dem 01.01.2019 steuerfrei als Jobticket ausgezahlt wird.
Die Jahre zuvor wurde einmal jährlich eine Abrechnung zum Jahresabbo vorgelegt. Also für 2018/2019 (Jahresabbo vom 01.08.2018 - 31.07.2019) nachgereicht. Und es wurde so akzeptiert und es gab auch dazu keine Beanstandungen.

Seit dem 01.08.2019 fordert die neue "Leitung der BH" einen monatlichen Nachweis mit der Begründung, das ich nachweispflichtig sei.
Richtig, diesem habe ich auch nicht widersprochen, jedoch reiche ein einmaliger, jährlicher Nachweis völlig aus, welcher am Ende
der Vertragszeit, somit im Folgejahr auch vorgelegt würde. (Das Jahresabbo verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr) und eine Kopie des Vertrages zum Jahresabbo liegt dem AG vor.

Ich habe die "Leitung der BH" sowie die GF aufgefordert, Ihre Forderung zur monatlichen Nachweispflicht zu begründen und mittels
Vorlage / Auszug oder Benennung des Gesetzes zu belegen, auf welches sich eine monatliche Nachweispflicht beziehe. Wie zu erwarten, ohne Reaktion.

Die "Leitung der BH" wandelte nun im August das Jobticket in eine "freiwillige Prämie" um und somit wird diese Summe besteuert, was dazu führt, dass die Nettoauszahlung sich schmälert. Dieses ohne mich vorher in Kenntnis zu setzen darüber, das eine Veränderung
an der Gehaltsabrechnung vorgenommen wird und ebenso wenig, das aus dem Jobticket nun eine "freiwillige Prämie" wird.
Diese Gehaltsabrechnung wurde reklamiert und die GF gerügt.

Meine Frage:
Besteht eine monatliche Nachweispflicht? Wenn ja, wo soll dieses im Gesetz stehen.
Ist die BH und GF berechtigt, ohne mein Wissen und vorherige Kenntnissetzung die Gehaltsabrechnung abzuändern und
eine aus einem Vertrag / Vereinbarung zum Jobticket in eine "freiwillige Prämie" umzuwandeln?

Vielen Dank für eine verständliche Antwort und beste Grüße.

13.10.2019 | 08:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1.

Ich kann mir vorstellen, dass Ihr Arbeitgeber den monatlichen Nachweis will, entweder weil das Ticket trotz Jahresabo monatlich ausgestellt bzw. bezahlt wird. Somit wäre ein monatlicher Zufluss an Sie gegeben.

Oder aber aus genau der umgekehrten zeitlichen Abfolge, auch wegen dem Zuflussprinzip im Steuerrecht.

Denn wenn das Jahresticket einmal im Jahr bezahlt wird, fließt es auch nur in diesem Monat zu. Eine monatliche Anrechnung ist dann nicht mehr gegeben. Durch die monatliche Abrechnung könnte dieser monatliche Zufluss fingiert werden.

Aufgrund des Zuflussprinzip im Steuerrecht (§ 11 Abs. 1 EStG ) findet eine periodenmäßige Zuordnung statt.

Wixhtig ist aber, dass sich seit 2019 die Steuerfreiheit des Zuschusses des Arbeitgebers zu Aufwendungen für den ÖPNV wieder aus § 3 Nr. 15 EStG .

Somit sind Aufwendung für den ÖPNV immer steuerfrei, nicht nur im Rahmen der EUR 44,00 es § 8 Abs. 2 S. 11 EStG .

Dieser Zuschuss ist auf der Lohnabrechnung gesondert aufzuführen, aber nicht zu versteuern.

Ich halte das Vorgehen Ihres Arbeitgebers daher erst einmal nicht für richtig.

2.

Eine Klassifizierung als "freiwillige Prämie" macht es Ihnen später bei der Jahressteuererklärung schwer die Steuerfreiheit des § 3 Nr. 15 EStG in Anspruch zu nehmen. Sie können sich zwar die jetzt bezahlten Abgaben im Wege der Jahressteuererklärung durchaus wieder zurück holen, doch ist wegen der jetzt gewählten Terminologie die Zuordnung erschwert.

Eine Änderung, wie Sie Ihr Arbeitnehmer vorgenommen hat, schafft Ihnen einen Schaden, der wegen § 3 Nr. 15 EStG nicht angezeigt ist.

Hier mag sogar entgegen dem bestehenden Arbeitsvertrag gehandelt werden, so dass hier ein Schadensersatzanspruch im Raum steht.

erklärt sich Ihr Arbeitgeber weiterhin nicht, sollten Sie die Sache arbeitsgerichtlich klären lassen.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 13.10.2019 | 09:05

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