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Forderung der Neckermann.de GmbH vertreten durch die Universum Inkasso GmbH

25.01.2016 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Zusammenfassung: Die regelmäßige zivilrechtliche Verjährung beträgt grds. 3 Jahre und beginnt in der Regel mit Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis von der Forderung und der Person des Schuldners erlangt, §§ 195, 199 BGB


Forderung der Neckermann.de GmbH i.I vertreten durch Universum Inkasso GmbH
Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern kam ich aus dem Urlaub zurück und hatte folgende Post im Briefkasten:
Ein Schreiben der Firma Universum Inkasso.

Inkassoverfahren wegen überfälliger Forderung.
Datum des Schreibens 15.01.2016

Mir wird in diesem Schreiben Zeit gegeben binnen einer Woche den offenen Betrag X zu überweisen, quasi bis heute, den 25.01.2016

Auf der Rückseite finde ich die Darlegungs und Informationspflichten gem. 11 a RDG

Forderungsdatum 04.06.2011
Letzte Mahung laut des Schreibens 09.05.2012

Dann folgt eine Forderungsaufstellung gem. Para. 497 Abs. 3 BGB

24.05.2012 Warenlieferung mit Wert X
Dann folgend diverse Gebühren und Zinsen.
Dann am 01.12.2015 eine Adressanfrage Basic und am 28.12.2015 eine Adressanfrage Plus.
Zum Schluss der Forderungsstand zum 25.01.2016 ( heute)


Meine Frage jetzt an euch:
Ich kann mich noch vage erinnern, dass ich damals den Kontakt zu Neckermann gesucht habe bezüglich Reklamation etc. eine Antwort oder sonstiges hatte ich nie erhalten. Abgebucht wurde dann auch nichts mehr, was für mich sehr seltsam war. Durch einige Schicksalsschläge im Jahr 2012 bin ich dann Umgezogen und habe die Sache komplett aus den Augen verloren. Es hatte sich auch bis Dato niemand mehr bei mir gemeldet. Einerseits bin ich sauer und enttäuscht auf mich, dass ich diese Sache nicht weiter verfolgt habe aber andererseits auch etwas sprachlos über diese Forderung.
Meines Erachtens ist die Forderung verjährt, liege ich richtig in der Annahme?
Wie soll ich mich verhalten?


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Forderung im Jahre 2011 entstanden ist, ist die Verjährung mit Ablauf des 31.12.2014 eingetreten. Ich empfehle daher, dass Sie dies der Gegenseite in einem kurzen Schreiben mitteilen. Vermutlich werden Sie dann nichts weiter in dieser Angelegenheit hören.

Rein vorsorglich erlaube ich mir aber den Hinweis, dass die Verjährung eine Einrede ist. Das bedeutet, dass die Einrede der Verjährung in einem Gerichtsverfahren erhoben werden muss. Sie wird also nicht von Amts wegen berücksichtigt. Sollte die Gegenseite - wider Erwarten - doch noch ein Mahnverfahren einleiten oder Klage gegen Sie erheben, könnten Sie ein solches Verfahren verlieren, wenn Sie sich nicht verteidigen. Trotz der eingetretenen Verjährung könnte die Gegenseite einen wirksamen Titel erlangen und gegen Sie die Zwangsvollstreckung betreiben. Sollten Sie im weiteren Verlauf eine gerichtliche Mitteilung erhalten, dass diese Forderung gegen Sie geltend gemacht wird, sollten Sie dies dann keinesfalls ignorieren sondern sich entsprechend verteidigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2016 | 13:00

Mein Anschreiben an das Unternehmen würde wie folgt lauten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

In Ihrem Schreiben vom xxx, Az.:xxx machen Sie eine Forderung der xxx GmbH in Höhe von xxx Eur gegen mich geltend. Diese Forderung ist jedoch bereits verjährt.

Aus diesem Grund mache ich hiermit unter Berufung auf Para. 214 Abs.1 BGB von meinem Recht auf einrede der Verjährung Gebrauch.

Weitere Schreiben zu dieser Angelegenheit werden zu keiner Zahlung führen und werden nicht beantwortet.
Des Weiteren untersage ich Ihnen ausdrücklich die Speicherung und Weitergabe meiner persönlichen Daten sowie der Daten zu der verjährten Forderung.

Mit freundlichen Grüßen

XXX


Ist die Formulierung dazu richtig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2016 | 13:03

Sehr geehrter Fragesteller,

das Schreiben können Sie wie von Ihnen formuliert versenden.

Sollten Sie im weiteren Verlauf doch noch einmal anwaltliche Unterstützung benötigen, können Sie sich gern bei mir melden.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

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