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Forderung der Krankenkasse

17.09.2018 21:04 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Die gesetzliche Erbfolge tritt automatisch und rückwirkend zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers ein. Es bedarf keiner ausdrücklichen Annahmeerklärung. Auch konkludentes Handeln, wie die Ummeldung des Autos auf sich selbst oder Auflösung des Kontos, können eine Annahme sein. Es genügt Fristablauf.

Hallo. Unser Sohn ist vor einen Monat verstorben. Vor seinen Tot wahr er Sozialhilfeemfänger.
Wir bekamen jetzt Post von seiner Krankenkasse die eine Vorderrung von noch nicht verjährte Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Säumnisszuschläge verlangen. Unser Sohn wahr zum Zeitpunkt seines Ablebens 34 Jahre .
Da wir keinerlei Erbe angetreten haben,fragen wir jetzt ob wir diese Vorderung begleichen müssen?
Wir bekamen ein Schreiben von der Krankenkasse dass wir Erben des Nachlasses sind und dieses zu begleichen haben.
17.09.2018 | 21:55

Antwort

von


(9)
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Die Kranken- und Pflegeversicherung wäre mit der Forderung gegen Sie im Recht, wenn Sie Erbe Ihres Sohnes geworden sind. Wann wird man Erbe?

Gab es kein Testament, so gilt die gesetzliche Erbfolge. Irgendwer erbt dabei immer. Hatte Ihr Sohn keine eigenen Kinder oder Enkel (§ 1924 Abs. 1 BGB) so erben die Eltern (§1925 BGB). Gab es daneben noch eine Ehefrau, so bilden Sie (zu 1/8-tel), Ihr Ehepartner (zu 1/8-tel) und die Ehefrau Ihres Sohnes (zu ¾-tel, vgl. §§ 1931 Abs. 1, Abs. 3, 1371 BGB) eine Erbengemeinschaft.

Die Erbenstellung tritt automatisch ein (§ 1922 Abs. 1, 1942 Abs. 1 BGB). Sie müssen die Erbschaft also insbesondere nicht gegenüber Standesamt, Nachlassgericht oder einer sonstigen Stelle aktiv annehmen. Von daher sind Sie mit dem Versterben Ihres Sohnes erstmal automatisch Erbe geworden.

Die automatisch erworbene Erbenstellung kann man nur binnen sechs Wochen nach Kenntnis vom Erbfall durch Ausschlagungserklärung gegenüber dem Nachlassgericht loswerden (§ 1945 Abs. 1 BGB). Diese Sechswochenfrist beginnt nach § 1944 Abs. 2 Satz 1 BGB bei der gesetzlichen Erbfolge mit Kenntnis vom Tod Ihres Sohns. Ausnahmsweise beträgt die Anfechtungsfrist sechs Monate, wenn Sie und Ihr Ehepartner zum Zeitpunkt, wo Sie vom Tod Ihres Sohnes erfahren haben, im Ausland waren (§ 1944 Abs. 3 BGB). Eine Reise ist ausreichend.

Eine Erbausschlagung ist jedoch nicht mehr möglich, wenn Sie die Erbschaft durch stillschweigende Handlungen angenommen haben. Das ist beispielsweise dann gegeben, wenn Sie anfangen, Sachen in Besitz zu nehmen oder zu verkaufen, oder das Bankkonto auflösen und auf sich übertragen. Dann ist eine Erbausschlagung nicht mehr möglich. Ausgenommen sind nur Fälle der Notgeschäftsführung, wenn Sie beispielsweise das Auto aus dem Halteverbot umparken oder zur Vermeidung weiterer Kosten die Wohnung kündigen und die Sachen vom eigenen Besitz getrennt einlagern. Aber unbedingt Nachlassverzeichnis für den späteren wirklichen Erben (im Zweifel der Staat) anfertigen, damit es nicht heißt, Sie hätten was aus der Erbmasse für sich abgezwackt.



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