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Forderung der Firma Creditreform

| 26.09.2018 12:21 |
Preis: 50,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

mein Sohn hat aus 2005 und 2010 zwei Vollstreckungsbescheide. Creditreform hat ihn eine Forderungsaufstellung geschickt, diese hat er bezüglich der Zinsen und nicht titulierten Kosten mit der Einrede der Verjährung § 214 Abs. 1 BGB am 28.08.2018 widersprochen. Statt eine Antwort, kam am 15.09.18 ein Brief vom Gerichtsvollzieher mit einer Teilzahlung. Mein Sohn ist bereit, die Titel mit eine Einmalzahlung auszugleichen.

Meine Fragen:
1. Ist es korrekt, das Zinsen die in der Zukunft liegen auch wenn sie tituliert sind nach § 197 Abs. 2 BGB in drei Jahren verjährt sind. Der Gerichtsvollzieher verneinte das.

2. Wenn die Teilzahlung ausgeglichen wird, wird damit die Gesamtforderung mit Zinsen und allen Kosten anerkannt.

3. Wie soll sich mein Sohn verhalten und gibt es die Möglichkeit, dass Sie den Fall als RA übernehmen.

Vielen Dank für eine schnelle Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Fabula123
26.09.2018 | 12:59

Antwort

von


(179)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Frage 1:
Die Ausführungen des Gerichtsvollziehers sind nicht zutreffend, wobei man differenzieren muss. Sind Forderung und Zinsen tituliert, gelten unterschiedliche Verjährungsfristen. Die rechtskräftig festgestellte Hauptforderung verjährt gemäß (§ 197 Abs. 1 Nr. 3 BGB nach 30 Jahren. Die in dem Titel (Vollstreckungsbescheid, Urteil) titulierten Zinsen hingegen, die erst nach Rechtskraft fällig werden, unterliegen der kurzen regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren (§197 Abs. 2 BGB).

Jedoch gilt gemäß § 212 BGB das die Verjährung neu beginnt wenn
1. der Schuldner den Anspruch anerkennt oder
2. eine Vollstreckungsmaßnahme vorgenommen oder beantragt wird.

Das bedeutet für Sie, dass sofern aus den Titeln 2005 und 2010 in der Vergangenheit bisher keine Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet wurden oder sonstige Maßnahmen für die Verjährungshemmung bzw. dem Neubeginn geschaffen wurden, die Zinsen der regelmäßigen Verjährung unterfallen und verjährt sind. Dies gilt aber nur für die vergangenen Zinsen mit Ausnahme der Zinsen für die letzten drei Jahre, sprich die Zinsen von 2015 an bis heute können noch mit der Vollstreckungsmaßnahme geltend gemacht werden, für den Zeitraum vor 2015 ist die Verjährung bereits eingetreten und sollte mit der Rüge der Verjährung angegriffen werden bzw. durch Erinnung oder Vollstreckungsabwehrklage vor Gericht angefochten werden.

Nicht titulierte Ansprüche unterliegen ebenfalls der regelmäßgen Verjährung von 3 Jahren.

Frage 2:
Eine Teilzahlung kann regelmäßig auch als Anerkenntnis für die Gesamtforderung vertstanden werden, siehe § 212 BGB obig, denn mit einer vereinbarten Teilzahlung erkennt der Schuldner auch an, dass weitere Forderungen noch bestehen, welche auszugleichen sind. Durch die Anerkennung beginnt die Verjährung dann ebenfalls von Neuem.

Frage 3:
Sofern Ihr Sohn beabsichtig, die Forderungen durch eine Einmalzahlung aus der Welt zu schaffen, so würde ich dringend empfehlen mit den Gläubigern Kontakt aufzunehmen und dort mögliche Verhandlungen einzuleiten. Dabei sollte diesen ein Einmalbetrag X zur Erledigung der Angelegenheit angeboten werden. Je nach der wirtschaftlichen Situation Ihres Sohnes kann dies auch zu einer nicht unerheblichen Reduzierung der Forderung führen, da sich Gläubiger bei derart "alten" Angelegenheiten i.d.R. auf einen schnellen Abschluss der Sache einlassen, was mit "Rabatten" bei Einmalzahlungen belohnt wird. Hierfür ist Verhandlungsgeschick gefragt, aber Einsparungen sind nach hiesigen Erfahrungen durchweg möglich. Zudem sollte besprochen werden, dass die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher für den Zeitraum der Verhandlung eingestellt wird.

Auch besteht die Möglichkeit, dass ich Sie bei den Verhandlungen mit den Gläubigern rechtlich unterstützen kann. Um dies weiter zu erörtern, können Sie sich gerne an meine auf diesem Portal hinterlegten Kontaktdaten wenden, wo ich Ihnen dann die weiteren Voraussetzungen für die Beauftragung darlegen werde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

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Bewertung des Fragestellers 26.09.2018 | 13:59

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