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Forderung der Eigentümergemeinschaft aus rückständigen Wohngeldern

16.03.2013 20:12 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Die Vorrangigkeit des § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG kommt nicht zum Tragen, wenn einem laufenden Zwangsversteigerungsverfahren beigetreten wird. Sie betrifft nur laufende Beträge und Rückstände aus den letzten zwei Jahren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im März 2012 wurde meine Eigentumswohnung versteigert.

Als Grundschulden waren eingetragen:

1. Stelle: Bank
2. Stelle: rückständige Wohngelder
3. Stelle: weitere Bank

Nach der Abrechnung des zuständigen Amtsgerichtes über die sich bei der Versteigerung ergebende Summe hat die an 1. Stelle stehende Bank die komplette Summe erhalten. Diese Bank war auch der Initiator der Zwangsversteigerung.

Nach Rückfragen bei der zuständigen Hausverwaltung teilte man mir mit, dass man aus der Versteigerung keine rückständigen Wohngelder erhalten hat.

Für mich ist dieses sehr merkwürdig. Meines Wissens sind Forderungen der Eigentümergemeinschaft aus rückständigen Wohngeldern vorrangig anzusetzen, sofern diese Forderungen dem Amtsgericht angemeldet wurden.

Ich vermute, dass der Hausverwalter die Forderung der Eigentümergemeinschaft nicht angemeldet hat.

Meine Frage ist, wäre die Forderung der Eigentümergemeinschaft aus rückständigen Wohngeldern vorrangig bei der Ausschüttung gewesen?
Wenn ja, besteht die Möglichkeit der Eigentümergemeinschaft gegen die Hausverwaltung Schadenersatz zu stellen?

Im vorab vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Verwaltung einen Fehler begangen hat, kommen natürlich Schadensersatzansprüche in Betracht.

Die Vorrangigkeit ist in § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG geregelt und bezieht sich nur auf laufende Beträge und Rückstände aus den letzten 2 Jahren.

Zudem gilt die Vorrangingkeit nur für Forderungen aus Rang 2.

Zuguterletzt führt auch ein Beitritt in einem laufenden Verfahren nicht zur Vorrangingkeit der Hausgeldforderungen. Wenn also das Verfahren von der Bank eingeleitet wurde, war keine Vorrangigkeit gegeben.

Letztlich wird nur eine konkrete Prüfung der Akten ergeben, woran die Vorrangigkeit gescheitert ist - dafür müssten Sie allerdings mehr investieren, als nur 30 Euro.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schwartmann, Rechtsanwalt

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