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Forderung aufgrund eines Absonderungsrechtes 'für den Ausfall festgestellt'

| 31.05.2017 21:44 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Für den Ausfall festgestellte Forderung im Insolvenzverfahren und Teilnahme an der Schlussverteilung.

Im Rahmen eines Verbraucherinsolvenzverfahrens wurde meine Forderung, für die aufgrund eines vorliegenden Vollstreckungstitels (und laufender Gehaltspfändung) ein Absonderungsrecht bestand, vom Amtsgericht "für den Ausfall in voller Höhe festgestellt".

Frage: was muss ich tun, damit meine Forderung sicher in der Gläubigertabelle aufgenommen wird und ich auf jeden Fall meinen Anteil an der zu verteilenden Masse bekomme ?

Verstehe ich das richtig, dass ich dem Insolvenzberater gegenüber den Verzicht auf das Absonderungsrecht und den Ausfall der Forderung anzeigen muss ?

Welche Formulierungen sollte ich dabei benutzen, um nichts falsch zu machen ?

01.06.2017 | 00:05

Antwort

von


(1420)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ein Verzicht auf Ihr Absonderungsrecht sollten Sie bis zum Verteilungstermin nicht erklären. Informieren Sie den Insolvenzverwalter (Nicht das Insolvenzgericht), dass dieser Ihnen mitteilt, wenn die Schlussverteilung erfolgt.

2. Bis zur Schlussverteilung muss Ihre Forderung festgestellt und in das Schlusssverzeichnis aufgenommen werden, um an der Verteilung teilzunehmen. Dies erfolgt dadurch, dass bisherigen Zahlung aus dem Absonderungsrecht mitgeteilt werden und auf die für den Ausfall angemeldete Forderung angerechnet werden. Die dann verbleibende Forderung wird dann endgültig unter Verzicht auf das Absonderungsrecht festgestellt. Sollten noch weitere Zahlungen nach der Schlussrechnung aus dem Absonderungsrecht erfolgen, sind diese zu schätzen und dem Insolvenzverwalter mitzuteilen.

3. Der Insolvenzverwalter wird die mitgeteilten Zahlungseingänge und die geschätzen künftigen Zahlungseingänge von der für den Ausfall festgestellten Forderung abziehen und den verbleibenden Betrag zur Insolvenztabelle feststellen und in das Schlussverzeichnis aufnehmen. Auf diese festgestellte Forderung und in das Schlussverzeichnis aufgenommene Forderung erhalten Sie dann die Insolvenzquote.

4. Sollte das Absonderungsrecht vor der Schlussverteilung enden, bedarf es keiner Schätzung, sondern einer Mitteilung der Zahlungseingänge, damit die Forderung zur Insolvenztabelle festgestellt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 01.06.2017 | 22:00

Sehr geehrter Herr RA Schröter,

meine Forderung kann mittlerweile als endgültig "für den Ausfall festgestellt" gelten", bestätigt durch eine Bescheinigung des Amtsgerichtes. Weitere Zahlungseingänge wird es nicht geben.
Der Insolvenzverwalter schreibt: "Eine Berücksichtigung der Forderung im Rahmen der Schluss- bzw. Abschlagsverteilung findet daher nur bei rechtzeitig erklärtem Verzicht auf das Absonderungsrecht, bzw. bei rechtzeitigem Nachweis des tatsächlich erlittenen Ausfalls statt. Verzicht und Höhe des Ausfalls sind dem Insolvenzverwalter gegenüber zu erklären bzw. nachzuweisen".
Nur noch einmal der Klarheit wegen: Ihrer Antwort entnehme ich, dass dies nun der Zeitpunkt ist, zu dem ich gegenüber dem Insolvenzverwalter meinen Verzicht auf das Absonderungsrecht und den Ausfall mitteilen sollte ?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.06.2017 | 22:22

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Richtig, teilen Sie dem Insolvenzverwalter mit, dass das Absonderungsrecht nicht weiter Bestand hat und Sie darauf verzichten. Weiterhin teilen Sie dem Insolvenzverwalter die nunmehr bestehende Forderungshöhe mit.

Sie haben die Möglichkeit die Zahlungseingänge aus dem Absonderungsrecht zunächst auf die Zinsen zu verrechnen, um damit die Hauptforderung zu "schonen" und damit eine höhere Insolvenzquote zu erhalten, als wenn Sie die Zahlungseingänge direkt auf die Hauptforderung verrechnen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.06.2017 | 20:51

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Für einen Laien ist diese Materie sehr schwer verständlich. Sie wurde aber sehr verständlich und kompetent beantwortet.

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