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Forderung an Erbengemeinschaft

| 10.02.2020 22:03 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrter Anwalt,

es liegt folgender Fall vor:
Ich bin mit meiner Mutter und Schwester Teil einer Erbengemeinschaft.
Heute haben wir alle einen Brief von einem Anwalt erhalten. Dieser fordert
uns auf als Erben auf innerhalb von drei Wochen 2000Euro Schmerzensgeld
eine Nachbarin meines Bruders zu bezahlen. Diese fordert das Geld für
einen uns unbekannten Vorfall aus dem Jahr 2016. Dem Brief ist ein Versprechen meines Bruders
beigefügt, dass er der Geschädigten -wofür auch immer-ein angemessenes
Schmerzensgeld in o.g. Höhe bezahlen wolle. Es handelt sich um ein Versprechen gegenüber
dem Anwalt. Die Nachbarin hat weder einen Titel vollstreckt oder ein Gericht zur Klärung
in den letzten Jahren eingeschaltet. Verwunderlich ist für uns, dass sie Jahre hat ins Land
ziehen lassen. Mein Bruder ist Im Juni 2019 verstorben.

Hat die Nachbarin wirklich einen Rechtsanspruch?
Hätte sie nicht längst ein Gericht zwecks Klärung der Forderung einschalten müssen?
Wie würden Sie vorgehen?

Mit freundlichen Grüßen

Anja Berger
11.02.2020 | 02:48

Antwort

von


(40)
Königsweg 30-32
13507 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Forderungen wegen der Verletzung des Körpers verjähren erst nach 30 Jahren. § 199 Absatz 2 BGB . Die Nachbarin könnte also einen Schmerzensgeldanspruch gegen Ihren Bruder jetzt noch einklagen, wenn Ihr Bruder denn eine Körperverletzung begangen hätte.

Hat Ihr Bruder jedoch keine Körperverletzung begangen, wurde das Versprechen ohne Rechtsgrund abgegeben und die Nachbarin hat keinen Anspruch.

Da Sie nicht wissen, ob ihr Bruder jemals eine Körperverletzung begangen hat, oder dieses Versprechen wirklich vom verstorbenen Bruder abgegeben wurde, können Sie alles mit Nichtwissen bestreiten.

Daher sollten Sie dem Anwalt zunächst schreiben:

Der Anspruch wird bestritten. Es wird mit Nichtwissen bestritten, dass der Verstorbene die Nachbarin verletzt hat. Es wird mit Nichtwissen bestritten, dass der Verstorbene der Verfasser des Zahlungsversprechens ist.

Dann wird der gegnerische Anwalt wohl ausführen, auf welchem Sachverhalt der angebliche Anspruch beruht und welche Beweise für den behaupteten Sachverhalt vorliegen.

Dann können Sie neu bewerten, ob der Anspruch besteht und bewiesen werden kann.

Wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass der Anspruch nicht bewiesen werden kann, ignorieren Sie anschließend weitere Zahlungsaufforderungen.

Die Nachbarin kann dann versuchen, ihren angeblichen Anspruch vor Gericht einzuklagen. Sie bestreiten alles, was die Nachbarin behauptet, mit Nichtwissen.
Wenn die Nachbarin ihre Behauptungen nicht beweisen kann, hat sie auch keinen Anspruch.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Bewertung des Fragestellers 24.02.2020 | 12:58

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"Danke für die sehr gut verständliche und prägnante Antwort!
Es lag kein Beleg für eine Körperverletzung seit Jahren vor und
das Verfahren gegen den Verstorbenen wurde vor Jahren bereits
eingestellt. Zum gleichen Entschluss kam auch die Hundehaftpflicht
vor drei Jahren. Die Forderung kann guten Gewissens mit Nichtwissen
bestritten werden und wir schauen mal, ob die Dame Ruhe gibt.
Vielen Dank! "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.02.2020
5/5,0

Danke für die sehr gut verständliche und prägnante Antwort!
Es lag kein Beleg für eine Körperverletzung seit Jahren vor und
das Verfahren gegen den Verstorbenen wurde vor Jahren bereits
eingestellt. Zum gleichen Entschluss kam auch die Hundehaftpflicht
vor drei Jahren. Die Forderung kann guten Gewissens mit Nichtwissen
bestritten werden und wir schauen mal, ob die Dame Ruhe gibt.
Vielen Dank!


ANTWORT VON

(40)

Königsweg 30-32
13507 Berlin
Tel: 03080571275
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