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Forderung Schadenersatz, Pferd wurde durch ein anderes verletzt, nie wieder reitbar

| 20.11.2013 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



Anfang September wurde mein Pferd auf der Weide durch ein anderes so schlimm verletzt dass die oberflächliche Beugesehen vorne links komplett gerissen ist...es gibt Zeugen für den Vorfall, Hapftpflicht des Gegners hat auch schon die Klinikkosten übernommen, also ein "Schuldeingeständnis", mein Pferd wird lt.Tierarzt und Klinik evtl mal wieder im Schritt in den Wald gehen können, mehr nicht!
Welche Kosten kann ich beim Besitzer bzw. seiner Haftpflicht nun geltend machen, außer Tierarztkosten...gibt es da so etwas wie einen monatlichen Betrag den ich fordern könnte, ist ja sozusagen Berufsunfähig?!
Außerdem haben wir eine Reise absagen müssen auf den Kosten wir nun auch noch sitzen da die Reiserücktritt nicht eingesprungen ist...

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich haftet der Halter eines Tieres bzw. der von diesem beauftragte Tieraufseher für durch das Tier verursachte Schäden, §§ 833, 834 BGB. Ein direkter Anspruch gegenüber der Tierhalterhaftpflicht besteht nicht, so dass Sie sich direkt an den Halter halten müssen/können. Die Frage der Schadensverursachung dürfte vorliegend in der Tat durch die Zahlung der Klinikkosten unstreitig sein. Somit ist grds. ein Schadensersatzanspruch gegeben.

Die von Ihnen angedachte „Rente" wird jedoch nicht verhandelbar sein. Juristisch werden Tiere wie Sachen betrachtet (§ 90a BGB), so dass auf Ihren Fall das „normale" Schadensersatzrecht, hier in Form des Deliktsrechts, anwendbar ist. Nach § 249 Abs. 1 BGB richtet sich der Schadensersatzanspruch auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Ist dies, wie vorliegend, nicht möglich, besteht eine Entschädigungspflicht des Schädigers in Geld, § 251 Abs. 1 BGB. Der Schaden, den Sie erlitten haben, besteht in der Differenz zwischen dem Marktpreis, den Sie für ein Ihrem Pferd entsprechendes, gesundes Tier (also gleiches Alter, gleiche Rasse, etc.) zahlen müssten, und dem Preis, den Sie für Ihr verletztes Tier erzielen könnten.

Ferner könnten die Kosten für die Reise einen Schaden darstellen, wenn Sie die Reise ZWINGEND aufgrund des Unfalls nicht antreten konnten. Dies wäre jedoch dann nicht der Fall, wenn Sie die Reise absagten, um aus emotionalen Gründen in der Nähe Ihres Pferdes zu bleiben. War Ihre Anwesenheit zur Regulierung des Schadens (Suchen einer Klinik, Vorstellen des Tieres beim Tierarzt, etc.) jedoch zwingend erforderlich, stellen die Reisekosten einen zu regulierenden Folgeschaden dar.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Thomas Henning, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2013 | 11:42

bei meinem pferd standen zu unserem Urlaubszeitpunkt weitere Untersuchungen an, also werden wir versuchen die Kosten wieder einzuholen, dass müsste ich dann direkt beim Pferdehalter ?

Vielen Dank

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2013 | 11:53

Hallo

und danke für die Nachfrage. Ihre Annahme ist korrekt - die Reisekosten sind ggü. dem Pferdehalter geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt


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