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Forderung Inkassobüro

| 09.07.2019 13:08 |
Preis: 30,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zur Verjährung bei Beförderungsentgelten

Ich habe am 02.07.2019 einen Mahnbescheid von Rechtsanwälte Mumme und Partner erhalten. Mumme und Partner fordern im Mahnbescheid einen Betrag von EUR142,58 . Dem Mahnbescheid habe ich widersprochen, da die Forderung vom 24.10.2013 stammt. Und zwar ist es eine Forderung der Hamburger Hochbahn AG. Und zwar weil ich damals mit einem falschen bzw. zu gering bezahltem Ticket gefahren bin. Dafür wurden mir insgesamt EUR 53,79 nachberechnet ( EUR 3,89 Zeitticket und
EUR 49,90 Fahrgeldnachberechnung.) Am 10.02.2016 (also nach fast 3 Jahren) habe ich direkt an die Hamburger Hochbahn AG EUR 75,00 überwiesen, da ich beim aufräumen das Schreiben von der Hamburger Hochbahn gefunden habe und die Sache aus der Welt haben wollte. Ich habe deshalb etwas mehr überwiesen, da ich nicht genau wußte, ob noch zu den Betrag von EUR 53,79 Zinsen hinzu kommen würden. Den Zahlungseingang hat die Hamburger Hochbahn bestätigt.
Nun habe ich letzte Woche, nahmlich am 02.07.2019, einen Mahnbescheid von dem Rechtsanwaltbüro Mumme und Partner bekommen mit der Aufforderung zur Zahlung von EUR 142,58.

Frage:
1. Ist die Forderung berechtigt? Meines Erachtens ist die Forderung nicht berechtigt, da ja direkt an die Hamburger Hochbahn AG EUR 75,00 von mir bezahlt wurden.

2. Darf die Hamburger Hochbahn AG trotz Bezahlung der Forderung ein Rechtsanwalt bzw. Inkassobüro wie Mumme und Partner einschalten?

3.Was kann ich in diesem Fall tun?



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die allgemeinen Beförderungsbedingungenen der HVV verweisen hinsichtlich der Verjährung auf die allgemeinen Regelungen. Danach beträgt die Verjährungsfrist gem. § 195 BGB 3 Jahre und beginnt gem. § 199 BGB mit dem Schluss des Jahres in dem die Forderung entstanden ist. Vorliegend ist die Forderung 2013 entstanden und wäre zum 31.12.2016 verjährt.

1. Ist die Forderung berechtigt? Meines Erachtens ist die Forderung nicht berechtigt, da ja direkt an die Hamburger Hochbahn AG EUR 75,00 von mir bezahlt wurden.

Wenn mit Betrag von 75,00 € alles erledigt war, dann ist die Forderung nicht berechtigt.

2. Darf die Hamburger Hochbahn AG trotz Bezahlung der Forderung ein Rechtsanwalt bzw. Inkassobüro wie Mumme und Partner einschalten?

Ein direktes Verbot gibt es nicht. Doch die Kosten sind dann von der Hamburger Hochbahn AG zu tragen.

3.Was kann ich in diesem Fall tun?

Sie sollten den Widerspruch damit begründen, dass Verjährung eingetreten ist und den Zahlungsbeleg bzw. die Bestätigung der HVV mit an die Kanzlei senden. Dann wird sich die Angelegenheit sicher klären.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Datenschutz:
https://www.anwaltskanzlei-sperling.de/wp-content/uploads/2018/06/Hinweise-zur-Datenverarbeitung.pdf

https://www.anwaltskanzlei-sperling.de/datenschutz/



Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2019 | 14:07

Also ich habe dem Mahnbescheid widersprochen und eine Mail mit der Zahlungsbestätigung der Hochbahn AG an das Rechtsanwaltsbüro geschickt. Nun ist ja Mumme und Partner nicht mit dem besten Ruf gesgnet. Im Internet steht viel negatives über Mumme und Partner. Was ist, wenn die das nicht anerkennen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2019 | 14:13

Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Wenn der Widerspruch fristgerecht beim Gericht eingegangen ist, dann muss die Gegenseite Klage beim Gericht einreichen und den Sachverhalt beurteilt dann der Richter. Sie müssten dann in dem Verfahren die Belege etc. nochmals vorlegen und den Sachverhalt darlegen. Sie erhalten dazu vom Gericht Fristen gesetzt.

Bewertung des Fragestellers 11.07.2019 | 15:25

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"Antwort war ok, Hinweis auf eventuelle negative Feststellungsklage hätte erwähnt werden müssen "
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für Ihre Bewertung und die Rückmeldung sowie den Hinweis zur negativen Feststellungklage. Bitte beachten Sie bei Ihrem weiteren Vorgehen, dass eine solche Klage ist nur dann zulässig ist, wenn die Gegenseite das Klageverfahren nicht weiter betreibt und Sie weiter außergerichtlich anmahnt bzw. nach Aufforderung von Ihnen zur Erklärung der Erledigung keine solche Erklärung abgibt. Wenn die Gegenseite nach dem Widerspruch das gerichtliche Verfahren fortsetzt und die Zahlung im Rahmen einer (Leistungs-)klage fordert, dann ist eine negative Feststellungsklage wegen doppelter Rechtshängigkeit unzulässig, aufgrund des selbigen Streitgegenstandes und da die Leistungsklage vorrangig ist.