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Forderung Energieksotenanteil von WG berechtigt?

25.01.2015 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Bis letztes Jahr wohnten ich und meine Freundin in einer Wohngemeinschaft mit 2 anderen Personen zusammen (A und B). Es gab einen Mitvertrag zwischen dem Vermieter der Wohnung und jeder einzelnen Person von uns. Es gab ein WG-Konto das A verwaltete. Auf dieses zahlten wir jeweils monatlich anfallende Kosten (Mietanteil aus Mietvertrag, Energie, Telefon/Internet). Dieser Betrag war mündlich vereinbart und individuell berechnet von A. Eine genaue Kostenaufstellung/ -rechnung gab es nicht. Mitbewohner A hatte den Vertrag mit dem Energiewerk abgeschlossen. Dieser zog dann auch ungefähr zum selben Zeitpunkt aus wie ich und meine Freundin und lies den Energievertrag auf Mitbewohnerin B umschreiben (die als einzige in der WG wohnen blieb). A erhielt eine Energiekostennachzahlung die B überwiesen hatte. Nun fordert B von mir und meiner Freundin das Geld zurück (anteilig) weil A nichts mehr von uns hören und wissen wollte.

Ist Sie (B) im Recht die Nachzahlung einzufordern?
Bzw gibt es einen automatischen Schuldübergang oder ähnliches?
Rechnung der Energiewerke ist ausgestellt auf A der ja auch alleiniger Vertragspartner war.

Hinzu kommt, dass im Mahnbescheid folgende Hauptforderung steht: "Forderung Anteil Energiekosten für Zeitraum 07.11.13 - 28.02.14 gemäß Mietvertrag Wohngemeinschaft ... vom 08.04.14"

Diesen Mietvertrag gab es nicht zwischen mir und B bzw auch nicht zwischen mir und A. Am 08.04.14 habe ich auch nicht mehr in der WG gewohnt, das ist das Datum der Energiekostenabrechnung. Im Mietvertrag sind auch keine Energiekosten erwähnt.

Ist die Forderung demzufolge Rechtskräftig?

Vielen Dank im Voraus für die Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen der von Ihnen gebuchten Erstberatung wie folgt beantworten:

Die Forderung der B besteht nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht, da eine Ablesung und Abrechnung der Kosten im Rahmen Ihres Auszuges aus der WG unterblieben ist, so dass es gar nicht mehr nachvollziehbar ist, ob diese Kosten noch von Ihnen verursacht wurden. Zudem bestand keine schriftliche Vereinbarung zu den Kostenanteilen. Daher wird B im Streitfall auch nicht beweisen können, dass Sie für Kosten, die dem A in Rechnung gestellt wurden, anteilig aufzukommen haben.

Einen automatischen Schuldübergang gibt es vorliegend nicht. Ebensowenig ist die Forderung rechtskräftig, da ja, wie Sie mitteilten, erst einmal ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wurde. Dies ist noch nicht abgeschlossen, da Sie ja innerhalb von 2 Wochen ab Zustellung des Mahnbescheides - wie Sie sicher selbst wissen - Widerspruch einlegen können, was ich vorliegend auch empfehlen würde.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Bei Unklarheiten in der Beantwortung können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2015 | 19:59

Vielen Dank für Ihre schnelle & umfangreiche Antwort. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass bereits ein Mahnschreiben von B's Anwalt kam, welchem ich widersprochen habe. Daraufhin erhielt ich keine Antwort. Nun kam der gerichtliche Mahnbescheid. Die Frage der Rechtsmäßigkeit bezog sich eher auf die Angabe der Hauptforderung "zwecks Mietvertrag" welcher gar nicht bestand. Laut Abrechnungszeitraum lagen die Kosten noch in der Zeit als ich in der WG wohnte.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2015 | 20:16

Sehr geehrter Fragesteller,

Danke für Ihre Ergänzung, die allerdings an der vorgenommenen rechtlichen Einschätzung nichts ändert. Aus einem nicht bestehenden Vertrag kann man keine Rechte herleiten.

Da die Gegenseite, wie Sie schreiben, bereits einen Kollegen eingeschaltet hat, empfehle ich Ihnen ergänzend, falls es nach dem Widerspruch gegen den Mahnbescheid zum streitigen Verfahren kommt, zu überlegen, ebenfalls anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit die Waffengleichheit gewahrt ist.


Freundliche Grüße

Frank Phileas Lemmer, Rechtsanwalt

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