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Folter von Nachbarn, umziehen hat nicht viel gebracht, immer der gleiche Terror

| 27.10.2016 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik


Sehr geehrte Damen und Herren

Es geht um Folter. Ich werde durch eine Art Knällen am Schlaf gehindert. Das Knällen geht vom Nachbarn aus, Wohnung gegenüber, beteiligt sind mit Sicherheit noch die 2 unteren Nachbarn. Sie haben mich schon oft durch lautes Türen knallen, beim einschlafen wach gehalten. Beim einschlafen ist man empfindlich gegen Krach. Wann ich einschlafe merken sie am Atemgeräusch, man atmet anders wenn man schläft. Mein Atemgeräusch hören sie durch eine Aböranlage, da gibt es heute sehr gute Geräte, mit denen hört man selbst leiseste Geräusche. Bin oft umgezogen, neue Nachbarn werden anscheinend überredet mitzumachen, beim foltern, die tun das auch noch. Anzeige und Briefe vom Anwalt hat nur kurzzeitig was gebracht. Sie haben mich schon oft sehr lange Zeit wach gehalten. Das ist Folter. Diese Leute zerstören schon sehr viele Jahre mein Leben. Angezeigt habe ich die schon, und Briefe vom Anwalt an die Folterer.
Was soll ich tun? Was raten Sie mir? Was kostet die Beratung?
Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In einerm Mehrfamilienhaus müssen alle darin wohnenden Parteien gegenseitige Rücksicht aufeinander nehmen. Daher stellt das laute Türknallen eine Belästigungssituation dar, die Sie selbst an dem vertragsgemäßen Gebrauch Ihrer Wohnung hindern. In Ihrem Fall werden Sie durch das Türknallen am Einschlafen gehindert und haben dadurch Schlafstörungen bekommen, die durchaus geeignet sind den Alltag entscheidend zu beeinträchtigen und die Lebensqualität zu mindern.

Grundsätzlich reicht hier ein Hinweis an die Nachbarn, sie sollen doch bitte die Türklinken benutzen und die Türen nicht ins Schloß fallen lassen. Sollte diese Bitte nicht fruchten, so können Sie sich beim Vermieter über den Geräschepegel in den Abendstunden beschweren, Beseitigung verlangen und aufgrund diesen Zustandes Mietminderung androhen. Spätestens da sollte der Vermieter motiviert genug sein, die nötigen Schritte zu ergreifen.

Ich empfehle Ihnen zwecks Beweissicherung das Türknallen mit Datum und Uhrzeit zu protokollieren, ideallerweise mit einem dB-Messgerät. Darüberhinaus könnten Sie den Zustand durch Zeugen oder Tonaufnahmen beweisen. Achten Sie allerdings darauf, dass die Tonaufnahmen keine privaten Gespräche erfassen.

Falls Sie ein Tätigwerden meinerseits wünschen, können Sie mich gerne kontaktieren. Die Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil durch einen Klick auf mein Bild. Sodann können auch weitere Modalitäten besprochen werden.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2016 | 16:53

Die Sache ist ernster als sie es verstanden haben, es geht um knallharte Folter, es müsste eine Verschwörung sein, da umziehen nichts gebracht hat. Diese feinen Nachbarn haben mich 6 Jahre überhaupt nicht schlafen lassen, erst seit ein Anwalt was getan hat ist Besserung eingetreten. Es geht auch um das Knällen, passgenau beim einschlafen, wo man empfindlich gegen Lärm ist.
Diese Leute sind sehr hochgefährlich, mit denen ist nicht zu spassen, die geben sich als harmlose Nachbarn aus. Es müsste jemand dabei sein, der denen sagt wie man foltert, zu gut ist das perfekte genaue Aufwecken, da muß man sich einer auskennen. Denen muss klar gemacht werden was sie tun, so was gibt es in keinem Land, dass solche Leute verharmlost werde, die Polizei macht es so. Aufnahmen sind von 1 Jahr vorhanden, Aufschriebe von 4 Jahren, die Polizei ignoriert die Beweise, ich denke die wissen genau was die Nachbarn in Wahrheit machen. Miete hab ich in einer anderen Wohnung gekürzt, bin dann gekündigt worden. Wenn ich die Verklage muß ich dann deren Gutachter und Anwalt bezahlen, wenn ich verliere.
Danke und mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.10.2016 | 17:28

Sehr geehrter Fragesteller,

ein gewisses Prozessrisiko muss nun mal getragen werden.

Sollte es zum Gerichtsprozess kommen muss plausibel und nachvollziehbar Anhand von ärztlichen Attesten dargelegt werden, dass Ihr gesundheitliches Leiden auf die Türknallerei zurück zu führen ist. Ferner müsste das Türknallen tatsächlich dauerhaft sein und über der erlaubten Imissionsgrenze in den Abendstunden liegen. Es könnte sich dabei um eine fahrlässige Schädigung des Körpers gem. § 823 BGB handeln. Ich schreibe fahrlässig, da der Vorsatz vorliegend nur schwer nachzuweisen wäre.
Ob die Nachbarn strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können wage ich zu bezweifeln.

Wie bereits geschrieben kommt es in erster Linie darauf an, ob das Verhalten der Nachbarn vertragswidrig ist und kausal zu Ihrer Schlaflosigkeit.

Der Weg des geringsten Widerstandes ist stets eine Aussprache mit den Nachbarn und dem Vermieter. Da Sie aber Schreiben dies wäre aussichtlos bleibt Ihnen etweder das Prozessieren unter hinnahme des Prozessrisikos, ein Umzug oder Hilfsmittel, die Lärmmindernd wirken (Ohropax).

viele Grüße
RA Stadnik


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Bewertung des Fragestellers 30.10.2016 | 18:06

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"Es geht um Folter, diese Nachbarn sind wie Maschinen, daher hätte ich gerne erfahren wie ich die verklage, nicht wegen einfachem Hausfriedenbruch, da lachen die nur. Ihre Freunde aus anderen Wohnungen haben mich jahrelang nicht schlafen lassen. Eine Außergerichtliche Möglichkeit die zu belangen, wäre auch gut gewesen.
Mit freundlichem Gruß"
Stellungnahme vom Anwalt: