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Folgeschäden nach Leckage in Abwasserrohr

24.07.2015 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Folgeschäden bei Leitungsrohren und die Kostenübernahme durch eine Gebäudeversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich besitze ein Mehrfamilienhaus, KG, 1. + 2. OG + DG, Baujahr 1960,
versichert gemäß VGB 2003.
Die in Gusseisen ausgebildeten Abwasserfallrohre sind noch dem Erstbestand
zuzuordnen und verlaufen gemeinsam mit den Heizungs- und Wasserverrohrungen,
jeweils Stahlrohre, innerhalb eines raumseitig abgemauerten Installationsschachts.
Im Rahmen von Sanierungsarbeiten wurde der Installationsschacht im Bad 2. OG
geöffnet, wobei ein Riss in dem Fallrohr festgestellt wurde.

Das Abwasserrohr wurde innerhalb des Geschosses erneuert und an die vorhande-
nen Verrohrungen zum 1. OG sowie zum DG angeschlossen.
Laut Aussage meines Installateurs muss die Leckage in dem Fallrohr schon seit
mehreren Jahren vorgelegen haben, da die ebenfalls in dem Installationsschacht
verlaufenden Heizungs- und Wasserrohre bereits fortgeschritten korrodiert waren,
so dass davon auszugehen war, dass kurz- bis mittelfristig eine Leckage an diesen
Verrohrungen zu erwarten war.
Auf Empfehlung meines Installateurs wurden somit die Heizungs- und Wasserver-
rohrungen innerhalb des Installationsschachts in ihrer Gesamtheit, d. h. bis in das
Kellergeschoss, erneuert.

Laut Aussage des seitens des Versicherers eingeschalteten Sachverständigen für
das Sanitär- und Heizungsbauerhandwerk sind nur die Kosten für die Erneuerung
des beschädigten Abwasserrohres ersatzpflichtig.
Sonstige Verrohrungen, die infolge Korrosion erneuert werden, da gemäß den Versi-
cherungsbedingungen hier kein Bruch vorliegt, sind der allgemeinen Sanierung bzw.
der Instandhaltung und/oder Wartung zuzuordnen.

Ist das wirklich so, muss ich die Kosten für die Erneuerung der Heizungs- und Was-
serleitungen innerhalb des Schachts selber tragen?

Darüber hinaus hatten wir auch die Stahl-Badewanne entsorgt, da diese ebenfalls
bereits korrodiert war. Dies war doch eindeutig ein Folgeschaden resultierend aus
der sich innerhalb des Installationsschchts, im Bereich oberhalb des verschlossenen
Deckendurchbruchs, angesammelten Feuchtigkeit und wäre doch dann auch mit ver-
sichert, oder verstehe ich hier etwa falsch?

Über dem Bad im 2. OG wird das Fallrohr als Lüftungsstrang bis zum Dach geführt.
Dieser wurde ab dem Bad im 2. OG auch komplett erneuert, da innerhalb des
Strangs, auf einer Länge von etwa 30 cm, Teile des Abwasserrohres nicht mehr
vorhanden waren, sich also durch Korrosion bereits „aufgelöst" hatten.

Der Sachverständige meinte, dass der Lüftungsstrang kein Abwasserrohr sei und
die Kosten für die Erneuerung der Lüftungsleitung somit auch nicht versichert sind.
Außerdem sei auch hier die Korrosion infolge Kondensatbildung entstanden, was
wiederum nicht versichert sei,
Ist das richtig?

In Erwartung Ihrer Rückäußerung verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
P. Hickmann

24.07.2015 | 14:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Zuden üblicherweise geltenden Versicherungsbedingungen ist zu sagen, dass diese Bruchschäden innerhalb von Gebäuden wie folgt abdecken:

Der Versicherer leistet Entschädigung für innerhalb von Gebäuden eintretende frostbedingte und sonstige Bruchschäden an Rohren:

- der Wasserversorgung (Zu-oder Ableitungen) oder den damit verbundenen Schläuchen;

- der Warmwasser-oder Dampfheizung sowie Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen; u. a.

Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen Schäden durch u. a. Grundwasser, stehendes oder fließendes Gewässer.

Ein Rohrbruch im Sinne der Versicherungsbedingungen liegt vor, wenn ein Rohr bricht oder aber durch Korrosion Risse oder Löcher im Rohr entstehen. Ist lediglich nur eine Rohrverbindung undicht und kommt es infolge dessen zum Austritt von Wasser, kommt der Wohngebäudeversicherer nicht für die Reparaturarbeiten am Rohr selbst auf.

Das ist damit eine Unterscheidung im Sinne des Ausmasses - von reiner Undichtigkeit bis hin zum Bruch.

Daher sind sie in der Tat meiner ersten Einschätzung nach NICHT der allgemeinen Sanierung bzw. der Instandhaltung und/oder Wartung zuzuordnen.

Ich würde die Versicherung darauf hinweisen und das ersetzt verlangen.

2.
Auch durch diese Korrosion entstandenen Folgeschäden sind versichert.

3.
Ein Lüftungsstrang ist kein Abwasserrohr, das stimmt. Lüftungsrohre an sich sind mangels eines Zusammenahng mit Leitungswasser nicht versichert, es sei denn, Ihr Vertrag sieht dieses so vor, was nachzusehen wäre.
Normalerweise scheidet es aber aus.

Dennoch gilt: Handelt es sich um einen Folgeschaden (2.) und ist nicht der Lüftungsstrang selbst die Ursache, muss Letzterer ebenfalls ersetzt werden, was ich hier annehme.

Verlangen Sie dieses daher gleichfalls.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Ich bedanke mich für eine Bewertung meiner Antwort.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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