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Folgen für Mieter: Verkauf eines Miethauses in einem Industriegebiet

| 08.10.2018 11:12 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren!

Meine aktuelle Situation:
Seit rund zwanzig Jahren bewohnen wir eine Wohnung in einem Haus, mit acht Mietparteien, dass sich nach aktuellen Kenntnisstand in einem Industriegebiet befindet.
Die Wohnungen waren offenbar einmal Betriebswohnungen. Der Vermieter hat diese jedoch als normale Wohnungen vermietet, sprich in dem gesamten Haus wohnt kein einziger Betriebsangehöriger.
Vor rund sechs Jahren musste der Betrieb des Vermieters Konkurs anmelden. Die Vermieter vermietete die Wohnungen auch dann noch als normale Wohnungen.
Nun mussten wir erfahren das der Vermieter das gesamte Firmengelände nebst zwei Mehrfamilienhäuser verkaufen möchte. Beide Häuser befinden sich direkt in einem Industriegebiet.
Hierzu wurde auch schon ein Bebauungsplan erstellt, wonach die beiden Mietshäuser abgerissen werden.

Hintergrundwissen betreffend Wohnen im Industriegebiet sind vorhanden! Man darf nicht in einem Industriegebiet wohnen ... Diese Thematik brauch auch nicht erläutert zu werden.

Meine Fragen hierzu, welche Folgen hat der Verkauf des gesamten Geländes und der Abriss der Mietshäuser für die Mieter?

Gibt es in diesem Fall Kündigungszeiten? Kann man eine eine Entschädigung erwarten?

Vielen dank!
08.10.2018 | 11:58

Antwort

von


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63667 Nidda
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Der Verkauf hat für Sie keinerlei Folgen, da der Käufer in die vertraglichen Pflichten des Verkäufers eintritt.

Der neue Eigentümer hat allerdings die Möglichkeit der "Verwertungskündigung" (wie auch schon der jetzige Vermieter). Dieses Kündigungsrecht setzt vereinfacht gesagt voraus, dass bei aktueller Nutzung eine sinnvolle wirtschaftliche Verwendung nicht möglich ist. Die Kündigungsfristen betrügen in diesem Fall 9 Monate für den Vermieter.

Die andere Möglichkeit ist, dass der neue Eigentümer sich auf die Unzulässigkeit der Vermietung beruft (bzw. das zuständige Bauamt dies anmahnt). In diesem Fall hätten Sie die Wohnung kurzfristig zu verlassen. Kurzfristig heißt in diesem Fall ein "angemessener Zeitraum zum Bezug einer neuen Wohnung". Der Vermieter kann Ihnen auch einen alternativen Wohnraum zur Verfügung stellen. Für den Fall der Unzulässigkeit der Vermietung können Sie die erforderliche Mehrmiete einer Ersatzwohnung gegen den Vermieter geltend machen. Ungeklärt ist für wie lange dies möglich ist. Die Tendenz geht allerdings dahin, dass maximal für ein Jahr die erforderliche Mehrmiete als Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben. Sollten Sie Nachfragen haben, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 08.10.2018 | 12:34

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