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Folgen eines selbstverschuldeten Unfalls mit geringer Körperverletzung


06.04.2007 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch habe ich einen Verkehrsunfall selbstverantwortlich verschuldet.

Ich bin in einem Kreuzungsbereich einer Linksabbiegerin aufgefahren. Zulässig war Tempo 60, ich selbst bin zwischen 70-80 kmh (zu)schnell gefahren, tiefstehende Sonne hat meine Sicht zusätzlich beeinträchtigt.
Da ich nach links ausweichen wollte (fragen Sie mich bitte nicht warum nicht nach rechts, ich weiß es nicht), die Fahrerin ebenfalls zu diesem Zeit losgefahren ist, bin ich ihr in die Seitentür und Rahmen gefahren.
Die Polizei hat den Unfall aufgenommen.
An ihrem Fahrzeug ist wahrscheinlich WTS (Rahmen!), an meinem KFZ entstand ein Sachschaden von ca. 8000 EU. Sie selber hat ein Schleudertrauma erlitten.
Ich selbst fahre jetzt seit 16 Jahren (selbst verschuldet) unfallfrei, mein Punktekonto ist bisher leer.

Was erwartet mich jetzt? Vielen Dank für die ersten Hilfen.
MFG

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

In Ihrem Fall ist zunächst zwischen den zivilrechtlichen sowie den straf- bzw. ordnungsrechtlichen Folgen zu unterscheiden.

1. Zivilrechtlich wird wohl davon auszugehen sein, dass Sie allein die Schuld am Unfall zu tragen haben. Aus Ihrer Beschreibung ergibt sich kein Anhaltspunkt, der für eine Schuld der anderen Unfallbeteiligten spricht. Daher müssen Sie damit rechnen, dass Sie für sämtliche Schäden, sowohl Sachschäden als auch ein eventuelles Schmerzensgeld, der Linksabbiegerin aufkommen müssen. Beachten Sie jedoch, dass regelmäßig hierfür Ihre Verkehrshaftpflichtversicherung aufkommen wird. Diese wird voraussichtlich die gesamte Regulierung der Schäden übernehmen. Im Gegenzug dazu werden, je nach Ausgestaltung Ihres Versicherungsvertrages, die Beiträge zur Versicherung ansteigen.

2. Ob es zu strafrechtlichen Folgen kommen wird kann nicht abschließend beurteilt werden. Durch den Unfall wurde wahrscheinlich der Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung § 229 StGB erfüllt. Hiernach wird die fahrlässige Körperverletzung mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet. Ich gehe davon aus, dass Sie bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Daher wird es wohl im Falle einer Verurteilung bei einer geringen Geldstrafe bleiben, wenn das Verfahren nicht nach § 153 Abs. 1 StPO oder § 170 Abs. 2 StPO eingestellt wird.
Zu beachten ist jedoch, dass ein strafrechtliches Verfahren nur auf Antrag des Opfers verfolgt wird. Unterlässt Ihre Unfallgegnerin einen solchen Strafantrag, so wird es voraussichtlich nicht zu einem Verfahren und damit auch zu keiner Verurteilung kommen.
Hinsichtlich der erhöhten Geschwindigkeit droht bei einer Überschreitung bis 20 km/h ein Busgeld in Höhe von 30,00 €. Jedoch gehe ich davon aus, dass Ihre tatsächliche Geschwindigkeit nicht festgestellt wurde und daher auch nicht geahndet werden kann.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2007 | 13:43

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre ersten Informationen.

Meine sorgen beziehen sich auch auf Führerscheinentzug, voraussichtliche Höhe des Bußgeldes. Könnte die Versicherung Regress stellen?

Da ja das Auto der Unfallgegnerin WTS hat, sie aber nur Zeitwert ersetzt erhält, auf privatem Weg den Wiederbeschaffungswert einklagen?

Raten Sie mir zur Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes? (Ich habe leider keinen Rechtsschutz), was kostet dies mich? Ich bin alleinerziehend und arbeite nur halbtags.

Und nein, aktenkundig bin ich nirgends.

Nochmals vielen Dank für Ihre Mühe und schöne Osterfeiertage.

MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2007 | 14:32

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach Ihren Schilderungen brauchen Sie wohl nicht mit einem Führerscheinentzug zu rechnen. Sie haben hier kein derart schwerwiegendes Verhalten gezeigt, dass die Fahrerlaubnis zu entziehen wäre. Wie bereits dargestellt, wird es voraussichtlich nicht zu einem Bußgeldverfahren kommen, da Ihre Geschwindigkeit offensichtlich nicht festgestellt wurde. Offensichtlich war keine Polizei am Unfallort und hat den Unfall aufgenommen. Wenn überhaupt, wird es zu einem Bußgeld von maximal 75,00 € kommen.
Ihre Versicherung wird wahrscheinlich keinen Regress bei Ihnen holen. Hierzu müssten Sie sich vertragswidrig verhalten haben. Ein solches Verhalten Ihrerseits ist hier aber nicht zu erkennen.
Die Unfallgegnerin hat bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Totalschadens nur Anspruch auf den Zeitwert des Fahrzeugs. Darüber hinausgehende Aufwendungen für die Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges sind nicht zu ersetzen. Somit kann die Geschädigte nicht von Ihnen verlangen, dass Sie die Differenz zwischen Zeitwert und Kosten für das Ersatzfahrzeug ersetzen.
Ob Sie einen Rechtsanwalt hinzuziehen müssen Sie grundsätzlich selbst beurteilen. Die meisten Unfallstreitigkeiten können ohne Einschaltung von Rechtsanwälten beendet werden. Daher sollten Sie dann einen Anwalt aufsuchen, wenn sich Schwierigkeiten auftun und Sie nicht wissen was zu tun ist. Meist lassen sich im Wege einer Erstberatung Probleme beheben, fragen Sie den Anwalt sofort nach den Kosten. Von hier aus kann nicht beurteilt werden wie hoch sich die Kosten belaufen werden, da weder der Schaden der Unfallgegnerin noch Ihr eigener bekannt sind. Unter Umständen besteht aber auch die Möglichkeit über einen Beratungsschein die Vergütung abzurechnen. Nähere Informationen zum Beratungsschein erhalten Sie auf dem für Sie zuständigen Amtsgericht.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen auch schöne Osterfeiertage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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