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Folgen einer Erbausschlagung


13.12.2013 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Vater ist verstorben. Er hinterlässt seine Ehefrau (unsere Mutter) und uns zwei Kinder (beide verheiratet, mit jeweils zwei und einem Kind). Vater und Mutter waren jeweils in erster Ehe und ohne Ehevertrag nach deutschem Recht verheiratet. Zum Vermögen gehören Bargeld und ein Gartengrundstück. Wir Kinder sind uns einig, dass wir das gesamte Vermögen der Eltern unserer Mutter überlassen wollen. Dazu haben wir folgende Fragen:
1) Welche Schritte müssten wir unternehmen, um den gesamten Nachlass unserer Mutter zu übereignen, ohne dass Anteile an Dritte fliessen?
2) In der Annahme, dass eine Erbausschlagung der richtige Weg dafür sei, hat meine Schwester bereits ihren Erbverzicht beim Notar erklärt und ich habe vor dasselbe zu tun. Welche Folgen hätte das? Würde unsere Mutter auf diesem Weg zur alleinigen Eigentümerin des gesamten Nachlasses werden?

Vielen Dank und freundliche Grüsse.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt. Ich bitte Sie zu beachten, dass eine ausführliche Rechtsberatung in einem solchen Rahmen nicht stattfinden kann.

Zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid ausdrücken.
Existiert ein Testament, so gilt zunächst dieses. Existiert kein Testament, so gilt die gesetzliche Erbfolge. Diese ist in § 1924ff BGB geregelt. Nach der gesetzlichen Erbfolge erbt der Ehegatte neben den Abkömmlinge 25 %, neben Eltern, Geschwister und deren Nachfahren bzw. den Großeltern und deren Abkömmlinge 50 %. Hinzu kommt bei dem Ehestand der Zugewinngemeinschaft gemäß § 1373 BGB 25 % der Erbmasse. Wenn alle Abkömmlinge ausschlagen, so treten anstelle der Abkömmlinge die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge. Existieren keine Abkömmlinge der Eltern des Erblassers, so erben die Abkömmlinge der Großeltern . Daher muss ich Ihnen dringend davon abraten, das Erbe auszuschlagen. Eine Alternative wäre, dass Sie das Erbe annehmen und die Erbgegenstände auf Ihre Mutter übertragen würden. Allerdings könnte es steuerrechtlich sinnvoller sein, Ihrer Mutter nur ein lebenslanges Nutzungsrecht einzuräumen. Mit diesem Recht könnte Ihre Mutter die Erbgegenstände nutzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Diplom - Jurist, LL.M. Sebastian Scharrer, Rechtsanwalt
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