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Folgen bei Nichterscheinen am Arbeitsplatz Verweigerung der Arbeit?

17.05.2017 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Erscheint ein Arbeitnehmer ohne Einhaltung der Kündigungsfrist nicht mehr zur Arbeit, um eine andere Stelle antreten zu können, ist dies nicht strafbar; der Arbeitgeber kann aber Schadenersatz für den Vertragsbruch verlangen. Ist keine Vertragsstrafe vereinbart, muss ein Schaden nachgewiesen werden.

Guten Tag
Ein Arbeitnehmer unterschreibt bei Arbeitgeber A einen befristeten Arbeitsvertrag ohne Probezeit (35 Wochenarbeitsstunden).
Start des Vertrags: 15.05.2017
Nach Beginn der Tätigkeit möchte der Arbeitnehmer aber aus persönlichen Gründen zu Arbeitgeber B gehen. Arbeitgeber B sucht aber dringend einen neuen Mitarbeiter und kann daher als Start nur den 01.06.2017 anbieten. Wochenarbeitszeit wäre bei Arbeitgeber B 25 Stunden.

Wenn sich der Arbeitnehmer nun nicht mit Arbeitgeber A über eine frühzeitige Auflösung des Arbeitsvertrags einigen kann, mit welchen Strafen/Konsequenzen müsste der Arbeitnehmer rechnen, wenn er bei Arbeitgeber B den neuen Vertrag unterschreibt und bei Arbeitgeber A nicht mehr erscheint?
Gibt es seitens Arbeitgeber A außer einer fristlosen Kündigung noch andere Maßnahmen die ergriffen werden können oder stellt es einen Straftatbestand etc. da?

Hinweise:
-Im Arbeitsvertrag steht nichts bzgl. einer eventuellen Vertragsstrafe etc.
-Die Tätigkeit bei Arbeitgeber A ist eine kaufmännische Tätigkeit. Arbeitgeber A handelt mit selbst produzierten Waren

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Stellt ein Arbeitnehmer seine Arbeit ohne Einhaltung der Kündigungsfrist ein, um eine andere Stelle antreten zu können, so ist ein solches Verhalten nicht strafbar.

Da der Arbeitnehmer eine andere Stelle antreten und kein Arbeitslosengeld beantragt, ist keine Sperrfrist bei der Zahlung von Arbeitslosengeld zu befürchten.

Es kann allein zivilrechtliche Schadenersatzansprüche des Arbeitgebers wegen vorsätzlicher Vertragsverletzung zur Folge haben.

Der Arbeitgeber muss aber im Einzelnen nachweisen können, dass ihm durch das vertragsbrüchige Verhalten des Arbeitnehmers ein Schaden entstanden ist. Denkbar wären etwa Inseratskosten, um kurzfristig einen neuen Arbeitnehmer zu suchen, höhere Lohnkosten (für die Zeitspanne der Kündigungsfrist), wenn die Ersatzkraft nur zu einem höheren Lohn zu bekommen war, möglicherweise auch die Vergütung für eine Zeitarbeitsfirma. Denkbar ist auch Schadenersatz für entgangenen Gewinn aus infolge des Vertragsbruchs nicht ausführbaren oder nicht übernommenen Aufträgen. Aber auch hier müsste der Arbeitgeber die Ursächlichkeit der Arbeitseinstellung für behauptete Schäden beweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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