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Folgen Akupunktur Pneumothorax


| 08.07.2007 01:35 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Bin Heilpraktiker. Habe Patientin akupunktiert. Patientin hatte nächsten Tag einen vollständigen einseitigen Pneumothorax mit Behandlung im Krankenhaus. Eine Stichverletzung kann nach Angabe der behandelnden Ärztin nicht nachgewiesen werden. Hatte lege artis behandelt: im Lungenbereich Nadellänge 25 mm, Stichtechnik tangential (Einstechwinkel 20-30°), relativ kräftiger Körperbau der Pat. Verursachung des Pneus durch die Akupunktur nicht denkbar. Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass mir die Verursachung des Pneus juristisch zugeschrieben wird? Welche Folgen kann das haben,wenn mir die Verursachung zugeschrieben wird oder wenn ich sie sogar ausdrücklich anerkenne, insbesondere strafrechtlich und meine Zulassung als Heilpraktiker betreffend? (Die Schadenersatzansprüche sind durch meine Berufshaftpflichtversicherung gedeckt.)

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Die Patientin wird Ihnen einen Behandlungsfehler nachweisen müssen, wenn sie zivilrechtliche Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz durchsetzen möchte. Dieser Nachweis ist nach der derzeitigen Erkenntnislage schwierig. Die genauen Erfolgsaussichten lassen sich alleine anhand Ihrer Angaben jedoch nicht genau beurteilen. Hierzu wäre es notwendig, weitere Informationen zu erhalten (z.B. den im Krankenhaus angefertigten ärztlichen Bericht etc.).

Bereits aus diesem Grunde ist Ihnen von einem Anerkenntnis der Forderung derzeit dringend abzuraten. Denn dann würde Ihre Haftung dem Grunde nach u.U. feststehen und Sie könnten nicht mehr einwenden, dass Ihnen kein Behandlungsfehler unterlaufen sei (bzw. Sie müssten nunmehr beweisen, dass Sie „lege artis“ gehandelt haben).

Weiterhin verlieren Sie bei einem Anerkenntnis in der Regel jeglichen Versicherungsschutz und müssten den Schaden aus eigener Tasche bezahlen. Ihre Berufshaftpflichtversicherung müsste Sie dann nicht mehr von dem Schaden freihalten.

Auch strafrechtlich kann ein Anerkenntnis u.U. gefährlich werden. Berufsrechtliche Folgen können sich je nach dem Schweregrad der Verletzung, den Spätfolgen und dem Grad eines etwaigen Verschuldens für Sie ergeben.

Sie sollten abwarten, inwieweit die Patientin überhaupt Forderungen gegen Sie stellt und sich bis dahin nicht weiter zu der Angelegenheit äußern.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass bei dieser Vorgehensweise weitere Kosten für die Beratung anfallen.

Gerne bin ich auch bereit, die weitere Vertretung und Beratung in der Angelegenheit für Sie zu übernehmen. Sie können mich jederzeit für eine weitere Beauftragung kontaktieren.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator

------------------------------------
Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com

Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2007 | 17:51

Um eine Schädigung meines Rufes als Heilpraktiker mit der daraus höchst wahrscheinlich folgenden Geschäftsschädigung (Rückgang der Patientenzahlen)zu vermeiden, bin ich sehr daran interessiert, dass das subjektive Begehren der Patientin nach Schadenersatz (der bereits gefordert wurde) befriedigt wird, damit sie weitest gehend zufrieden ist und nicht verärgert "böse Gerüchte" über mich verbreitet. Gibt es eine Möglichkeit, die Patientin finanziell aus "Kulanzgründen" zufrieden zu stellen (über die Haftpflichtversicherung? aus eigener Tasche?), ohne damit die Verursachung dem Grunde nach anzuerkennen? Falls ja, wie gehe ich vor?

Ergänzung vom Anwalt 11.07.2007 | 09:41

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:


Es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen oder aber sich mit dem Haftpflichtversicherer abzustimmen, damit dieser die Kosten übernimmt.

Die Erläuterung der genauen Vorgehensweise würde den Rahmen dieser Nachfrage bei Weitem sprengen und gegen die Nutzungsbedingungen dieser Plattform verstoßen. Ich bitte daher um Verständnis dafür, dass das weitere Vorgehen nur im Rahmen einer Einzelmandatierung erörtert werden kann.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt und Mediator
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