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Folgekosten nach Rückgabe Leasingfahrzeug - Verzögerungen durch Händler

| 24.08.2020 18:56 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Im Juni wurde ein Leasingfahrzeug durch einen selbstverschuldeten Unfall beschädigt. Für die Beseitigung des Schadens wurde vom Fahrzeughändler ein Kostenvoranschlag eingeholt. Der Schaden sollte über meine Vollkasko-Versicherung reguliert werden. Es wurde vereinbart, dass die Reparatur erst nach Ablauf des Leasing-Vertrags erfolgen sollte, da dieser 3 Wochen später ablief. Im Juli wurde das Fahrzeug dann fristgerecht beim Händler zurückgegeben. Ein externer Gutachter wurde beauftragt ein Fahrzeug-Gutachten zu erstellen, um evtl. Schäden am Fahrzeug für die Abrechnung mit der Leasing-Gesellschaft zu ermitteln. Bei der Erstellung des Gutachtens war ich nicht anwesend.
Das Gutachten wurde noch am Rückgabe-Tag im Juli erstellt. Es wurde mir aber erst mit 5 Wochen Verspätung zugesandt - nachdem der Unfallschaden reguliert wurde. In dem Gutachten wurde für den Unfall eine Bagatell-Summe ( <500€ ) veranschlagt. Mit der Versicherung wurde jedoch ein Schaden abgerechnet, der 13-mal höher war. Darüber hinaus wurden im Gutachten 2 weitere kleine Bagatell-Schäden (<500€) aufgelistet sowie ein Steinschlag-Schaden in der Windschutzscheibe, der über meine Teilkasko-Versicherung reguliert wurde. Die Mängel im Gutachten können nicht nachvollzogen werden, da das zugehörige Bildmaterial per Fax übermittelt wurde und Schäden darauf nicht zu erkennen sind.
Der Händler ließ das Fahrzeug über die gesamte Zeit angemeldet und auf meinen Namen zugelassen. Die Rückgabe wurde der Leasinggesellschaft nicht mitgeteilt, so dass diese weitere Leasinggebühren wegen verspäteter Rückgabe des Fahrzeugs bei mir abgebucht hat. Abgesehen davon hat mir die Leasinggesellschaft "geeignete Maßnahmen zur Durchsetzung unseres vertraglichen Anspruchs auf Rückgabe des Fahrzeuges" angekündig.
Mir entstanden bisher Schäden wegen der überteuerten Abrechnung des Unfallschadens (Selbstbeteiligung der Vollkasko-Versicherung - die Zahlung des Bagatellschadens wäre günstiger gewesen), wegen der verspäteten Ab-/Ummeldung des Fahrzeugs (Versicherungsgebühren und Steuern), sowie wegen Forderungen durch die Leasing-Gesellschaft wegen nicht fristgerechter Rückgabe des Fahrzeugs. Nun sollen noch zusätzliche, von mir nicht nachvollziehbare Schäden abgerechnet werden.
Ich habe den Händler aufgefordert, mir das Gutachten in einem beurteilungsfähigen Zustand vorzulegen und um eine Stellungnahme wegen der überteuerten Abrechung des Unfallschadens gebeten. Beiden Forderungen ist der Händler seit mehr als einer Woche nicht nachgekommen. Das Rückgabeprotokoll ist nach nunmehr 7 Wochen noch immer nicht unterschrieben. Mir drohen weitere Forderungen von der Leasinggesellschaft.
Ich wäre schon zufrieden, wenn der gesamte Vorgang einfach abgeschlossen wird, ohne dass mir weitere Kosten entstehen. Leider fehlt mir mittlerweile jegliches Vertrauen in den Händler, dass dieser den Vorgang nicht noch weiter verzögert und Kosten verursacht.

Welche Schritte raten Sie mir zu unternehmen?

Das Rückgabe-Protokoll einfach so unterschreiben und hoffen, dass keine weiteren Kosten / Forderungen mehr entstehen (z.B. von der Leasinggesellschaft)?

Den Händler unter Klageandrohung auffordern das Rückgabe-Protokoll in einer ausreichenden Qualität vorzulegen, damit ich die Rechtmäßigkeit der gelisteten Schäden prüfen kann?

Dem Händler eine Rechnung über die mir entstandenen finanziellen Schäden stellen (Gibt es eine Erfolgsaussicht, diese Schäden zurück zu erhalten)?

Meine Versicherungsgesellschaft klären lassen, ob hier ein Fall von Versicherungsbetrug (2600€ statt 200€) vorliegt?

24.08.2020 | 21:36

Antwort

von


(689)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Rückgabe-Protokoll einfach so unterschreiben und hoffen, dass keine weiteren Kosten / Forderungen mehr entstehen (z.B. von der Leasinggesellschaft)?

Hoffen ist die rechtlich schlechteste Variante. In dem Moment, wo Sie das Formular unterschreiben, kann es sein, dass Sie damit einen Sachverhalt und den Zustand des Autos akzeptieren und nachher erst ein teurer Streit entbrennt. Zudem haben Sie dann keinen Zugriff mehr auf das Auto.

Wenn Sie kein Vertrauen mehr haben, wenden Sie sich schnellstmöglich an einen weiteren Gutachter. Das kostet zwar zusätzlich, aber der ist dann wenigstens neutral.

Den Händler unter Klageandrohung auffordern das Rückgabe-Protokoll in einer ausreichenden Qualität vorzulegen, damit ich die Rechtmäßigkeit der gelisteten Schäden prüfen kann?

Auf alle Fälle sollten Sie dem Händler eine Frist setzen - schriftlich - per Fax oder Einschreiben.

Dem Händler eine Rechnung über die mir entstandenen finanziellen Schäden stellen (Gibt es eine Erfolgsaussicht, diese Schäden zurück zu erhalten)?

Hierzu müsste ein Verschulden des Händlers vorliegen, also dass er bewusst das Verfahren in die Länge zieht.

Meine Versicherungsgesellschaft klären lassen, ob hier ein Fall von Versicherungsbetrug (2600€ statt 200€) vorliegt?

Ich würde die Versicherung mit ins Boot holen, das kann nicht schaden. Vorsichtig aber mit Verdächtigungen, das kann ggf. selbst strafbar sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 25.08.2020 | 10:15

Vielen Dank für die schnelle, klare Antwort.

Zu Antwort Nummer 3 hätte ich doch noch eine Rückfrage: Der Händler hat mir das Gutachten erst dann vorgelegt, nachdem die Reparatur des Unfallschadens erfolgt war - also mit 5 Wochen Verzögerung, obwohl das Gutachten schon am Tag der Rückgabe angefertigt wurde. Genügt das als Beweis für die schuldhafte Verzögerung durch den Händler? Es gab in der Zwischenzeit keine Kommunikation von Seiten des Händlers (z.B. das noch irgendetwas fehlen würde, o.ä.).

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.08.2020 | 23:06

Der Händler hätte Ihnen sicherlich das gutachten schneller zur Verfügung stellen müssen. Haben Sie diesem denn schriftlich mal eine Frist gesetzt? Das würde das vereinfachen.

Ggf. sollten Sie anwaltlich ein Vorgehen vorbereiten.

Bewertung des Fragestellers 27.08.2020 | 21:22

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Die Antwort kam sehr schnell und war sehr hilfreich. Ich habe klare Aussagen für die weitere Entscheidungsfindung erhalten. Vielen Dank.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank und viel Erfolg - sollte es Haken, gerne melden!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.08.2020
5/5,0

Die Antwort kam sehr schnell und war sehr hilfreich. Ich habe klare Aussagen für die weitere Entscheidungsfindung erhalten. Vielen Dank.


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