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Folgekosten nach Kauf eines defekten Autoteils


| 29.10.2015 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Mängelgewährleistung


Leider ging bei meinem Auto der Turbolader kaputt. Da ein neues Ersatzteil 1000 Euro kosten würde, entschied ich mich für ein generalüberholtes Ersatzteil mit 12 Monaten Garantie für rund 250 Euro. Bestellt habe ich es bei einen Verkäufer auf ebay, der fast nur gute Bewertungen hat.

Eine Fachwerkstatt hat den Turbo gleich nach Erhalt eingebaut und dabei auch den Motor überprüft, um andere Ursachen für den Defekt auszuschließen. Leider brachte der neue Turbo nicht die Leistung, die zum sinnvollen Fahren des Autos notwendig wäre. Ich habe mich daraufhin mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt, das Problem geschildert und als Antwort bekommen, dass das nicht am dem Turbo liegen könne.

Also habe ich die Reparatur bei der Werkstatt reklamiert und diese hat daraufhin das Auto nach weiteren Fehlern untersucht, allerdings ohne Erfolg. Dann habe ich erneut Kontakt zum Verkäufer aufgenommen und den Turbo an ihn zurückgeschickt. Seine Prüfung ergab, dass der Turbo in Ordnung sei - also hat ihn die Werkstatt erneut eingebaut. Ergebnis war leider, dass das beschriebene Problem immer noch auftrat.

Um den Fehler einzugrenzen, habe ich bei einem anderen Anbieter einen generalüberholten Turbo bestellt und die Werkstatt hat diesen eingebaut. Das Auto läuft damit nun wie früher.

Der Prozess hat sich über volle zwei Monate hingezogen und ich war die ganze Zeit ohne Auto. Außerdem habe ich nun Werkstattrechnungen für über 3000 Euro bekommen. 1000 Euro für die Prüfung des Motors und den ursprünglichen Einbau, das ist in Ordnung. Darüber hinaus jedoch 2000 Euro für die Kosten, die nach dem ersten Einbau des Turbos entstanden sind: die erneute Überprüfung des Motors sowie je zwei Aus- und Einbauten.

Für mich ergibt sich aus dem Hergang relativ sicher, dass das Problem auf den ersten gekauften Turbo zurückzuführen ist, dieser also defekt ist. Der Verkäufer kann sich das nach wir vor nicht vorstellen und hat um Rücksendung gebeten, um den Turbo noch einmal zu prüfen. Einer Kaufpreiserstattung hat er grundsätzlich zugestimmt.

Allerdings hat er bisher keine Anstalten gemacht, sich an den 2000 Euro zusätzlichen Werkstattkosten zu beteiligen. Seine Garantiebedingungen sehen in der Tat vor, dass auch bei einem defekten Gerät das Geltendmachen von Aus- und Einbaukosten ausgeschlossen sei. Ist diese Regelung so wirksam? Und gilt sie auch für einen erneuten Einbau nach Überprüfung durch den Verkäufer?

Was kann ich tun?

Ist es vor allem sinnvoll, den Turbo nun wieder an den Verkäufer zurückzusenden? Oder solle ich Ihn lieber an einen unabhängigen Anbieter verschicken, der die Funktionstüchtigkeit des Turbos überprüfen kann? Letzteres wäre natürlich mit weiteren Kosten verbunden.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf Gewährleistung, d.h. Sie müssen dem Verkäufer die Möglichkeit der Nachbesserung einräumen. Dies hat er Ihnen ja auch angeboten, dass er die Ware nochmals überprüft. Ich würde aus Beweisgründen - wenn es nicht zu teuer ist - reine Vorsichtsmaßnahme, da die Kosten wohl u.U. nicht mehr rückholbar sind - vor der Versendung entweder eine Werkstatt bitten, den Turbo zu überprüfen oder aber die Werkstatt, die bereits diesen Turbo eingebaut hatte um eine Stellungnahme, dass das Gerät defekt war bzw. nicht funktionstüchtig war. Wenn Sie die Ware erstmal zurückgeschickt haben und der Verkäufer behauptet, dass das Gerät nicht defekt war, die Ware aber nicht an Sie zurückschickt/diese verlorengeht, wird es schwierig sein, das später zu beweisen.

Zudem würde ich Ihnen dringend zur Einschaltung eines Anwaltes raten, wenn der Verkäufer abermals behauptet, das Gerät sei nicht defekt, um weitere Schritte zu besprechen.

Ob Sie Anspruch auf Schadensersatz haben, wird dann zu überprüfen sein, was davon abhängt, wie der bisherige Schriftverkehr geführt wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 30.10.2015 | 07:58

Guten Tag Frau Seiter,

Ihr Antwort stellt mich leider nicht zufrieden. Mir ist klar, wie der Gewährleistungsanspruch (Nachbesserung/ Rückgabe) an sich aussieht. Wie Sie dem Titel entnehmen können, galt meine Frage den entstandenen FOLGEKOSTEN, also dem Schadenersatz.

Mir ging es darum zu verstehen, welche grundsätzlichen Möglichkeiten bzw. Rechtsgrundlagen es gibt, diesen geltend zu machen - vor allem, wenn der Verkäufer dies in seiner Garantieerklärung ausschließt. Nennenswerten Schriftverkehr gab es keinen.

Könnten Sie dazu bitte noch ausführlich Stellung nehmen? Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2015 | 13:40

Wir beantworten Fragen immer vom Grunde her, d.h. wir können wohl kaum Wissen voraussetzen - dies ließ sich auch an Ihrer Frage nicht erkennen!
Zudem müssen Sie ja erstmal zwischen Garantie und Gewährleistung unterscheiden. Sie schreiben Garantiebedingungen - beziehen sich aber auf die Gewährleistung. Das ist ein Unterschied.

Laut Bundesgerichtshof (BGH, Urteil v. 7.10.2012, VIII ZR 226/11) können Sie bei einem Verbrauchsgüterkauf, d.h. wenn Ihr Verkäufer gewerblich handelte, die Kosten des Ein- und Ausbaus geltend machen.
Die Überprüfung wird schwierig geltend zu machen sein, da Sie hier die Ware sofort hätten zurücksenden können ohne Prüfung, das muss der Verkäufer dann in der Regel selbst vornehmen.

Sie sind jedoch bereits ganz am Anfang: es muss ja ersteinmal bei Ihnen festgestellt werden, ob überhaupt eine mangelhafte Sache vorliegt. Ist dies nicht der Fall, werden Sie keinerlei Kosten ersetzt bekommen. Bislang vermuten Sie dies, aber Sie haben keine schriftliche Bestätigung und der Verkäufer bestreitet das.

Nimmt der Verkäufer die Sache "einfach so" wieder zurück, ohne dass die Mangelhaftigkeit festgestellt wurde, werden Sie auch dann keine Kosten ersetzt bekommen. Daher sollten Sie den Rat wie oben beherzigen, dass ersteinmal schriftlich feststeht ob überhaupt in Mangel vorliegt.


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Bewertung des Fragestellers 03.11.2015 | 21:48


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Stellungnahme vom Anwalt:
Es ist schon sehr bedauerlich, wenn man die Antwort 100% gibt und dann die Antwort schlecht bewertet wird - nur hat der Fragesteller bisher selber alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte - aber wenn er meint, es besser zu wissen - Bitteschön!
FRAGESTELLER 03.11.2015 1,8/5.0
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