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Folgekosten durch Planungsfehler

| 05.11.2013 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Durch einen Planungsfehler unseres Architekten wurde unser Haus einen Meter zu tief gesetzt und liegt nun einen Meter tiefer als die umliegenden Nachbargrundstücke. Da wir nicht aus dem Obergeschoss auf die Terasse wollen, sondern durch das Erdgeschoss, mussten wir das restliche Grundstück auf das gleiche Niveau bringen. Wir mussten eine Mauer um unser Grundstück ziehen (haben wir selber gemacht), um die Nachbargrundstücke abzustützen - der Architekt hatte sich geweigert sich um diese Arbeit zu kümmern. Steht es uns zu, dem Architekten, der diesen Planungsfehler gemacht hat, und der uns noch nach dem Aushub auf unsere Fragen hin zugesichert hat, dass alles seine Richtigkeit hat, die entstandenen Kosten in Rechnung zu stellen?
Statt der angekündigter Aushubkosten kam durch diesen Fehler für das Haus der 3fache Betrag zustande. Zusätzlich die Kosten für das Abtragen des restlichen Grundstückes auf das selbe Niveau. (Die Bodenplatte war bereits betoniert, daher gab es keine andere Alternative). Für das Material der Mauer haben wir auch einen größeren Betrag ausgegeben (Arbeitszeit von 3 Wochen nicht berücksichtigt!). Diese Unkosten möchten wir gerne weitergeben, wissen aber nicht ob wir das dürfen und ob wir dazu berechtigt sind. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


sicherlich können Sie die Kosten ersetzt verlangen (BGH, Urt.v. 07.03.2002, Az.: VII ZR 1/00), wobei ggfs. neben dem Architekten auch der Bauunternehmer als sogenannten Gesamtschuldner mithaften könnte, wenn der den Planungsfehler bemerkt und gleichwohl weitergebaut hat, ohne Sie zu unterrichten. Ich verweise auf

http://ra-bohle.blog.de/2013/05/22/haftung-unternehmers-fehlplanungen-architekten-16042933/

Und bei der von Ihnen genannten Höhenabweichung ist es eigentlich schwer vorstellbar, dass der Unternehmer es nicht bemerkt haben sollte.



Zu ersetzen sind auch die sogenannten Mangelfolgeschäden, also all die Schäden, die Ihnen durch den Mangel entstanden sind (und ggfs. noch entstehen werden), also auch die von Ihnen genannten Kosten.

Festgehalten werden sollte aber auch, dass alle weiteren Kosten zu tragen sind, die derzeit noch gar nicht absehbar sind, sondern bestimmt erst nach dem nächsten Starkregen/Forst/winter erst ansatzweise zu ermessen sind.


Voraussetzung ist aber eben der Mangel.

Liegt nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung ein Planungsfehler vor, so hat der Bauherr grundsätzlich den Architekten unter Fristsetzung aufzufordern, den Mangel der Planung zu beseitigen, auch dwenn der BGH, Urt. v. 11.10.2007, Az.: VII ZR 65/06 nicht immer voraussetzt. Aber hier wäre es durch Entfernung der Bodenplatte und Neubeginn möglich gewesen.



Da der Architekt aber offenbar alle Mängel der Planung bestreitet, rate ich dringend dazu, diesen Mangel dann gerichtssicher feststellen zu lassen, was in der Regel durch ein selbständiges Beweisverfahren erfolgt - und dazu sollten Sie mit allen Unterlagen einen Rechtsanwalt aufsuchen, damit dieser dann nach Prüfung der Einzelheiten das Verfahren schnell einleiten kann.

Ein Gutachter wird dann in diesem Verfahren Mängel und Mängelfolgen beweisverwertbar feststellen, so dass Sie dann mit diesem Ergebnis alle Kosten und Schadensersatzansprüche weiter durchsetzen können.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/



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