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Fördermöglichkeiten des Beiträger bzgl. Rente

03.05.2014 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Staatlich gefördert werden die Riesterrente, die Basisrente bzw. Rüruprente und auch die betriebliche Altersvorsorge.

Erläutern Sie , ob/ wie und bis zu welcher Höhe die Beiträger zu Rürup-Versicherungen, Riester-Versicherungen und klassischen Rentenversicherungen staatlich/steuerlich gefördert werden.

Vielen Dank

03.05.2014 | 16:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:
Staatlich gefördert werden sowohl die Rürup-Rente, auch Basis-Rente genannt, als auch die Riesterrente. Da diese beiden Renten unterschiedlich gefördert werden, werde ich Ihnen diese separat erläutern. Ich greife zum leichteren Verständnis auf einen fiktiven Herrn B und eine Frau A zurück.

1. Riester-Rente
Wenn Frau A eine Riesterrente hat, dann bekommt sie staatliche Zulagen.
Dies betragen 154 Euro pro Person/ Jahr. Ebenso kann sie Förderungen für ihre Kinder beantragen. Kinder, die vor dem 01.01.2008 geboren wurden, werden mit 185 Euro pro Jahr gefördert. Für Kinder, die ab dem 01.01. 2008 das Licht der Welt erblicken, erhält Frau A 300 Euro pro Jahr. Die Beiträge, die Frau A in den Riestersparplan oder die Versicherung einzahlt, kann sie steuerlich als Sonderausgaben (§10 EStG ) geltend machen. Dabei greift die sog. Günstigerprüfung.
Ist die staatliche Förderung in Form der Zulagen höher als der Steuervorteil, wird kein weiterer Steuervorteil gewährt, d.h. sie kann die von ihr gezahlten Beiträge nicht als Sonderausgaben geltend machen. Fällt die Förderung durch Zulagen geringer aus als der Steuervorteil, dann greift der Sonderausgabenabzug. In der Regel erhalten Frauen mit Kindern keinen weiteren Steuervorteil. Gut verdienende Männer oder kinderlose Frauen hingegen erhalten idR. den Steuervorteil, da die Zulage in Höhe von 154 Euro, die sie für sich selbst bekommen, niedriger ist als der Steuervorteil.
Jährlich werden maximal 2100 Euro steuerlich gefördert. Wenn Herr B höhere Beträge einzahlt, hat dies für keine weiteren Vorteile. Die genannten Beträge gelten seit 2008. In den Jahren zuvor fielen die Förderungen geringer aus.
Die Höhe der jährlichen Beiträge richtet sich nach dem Einkommen und der Anzahl der Zulagen, die abgezogen werden können. Frauen mit mehreren Kindern können idR. mit 5 Euro pro Monat riestern und erhalten dabei die volle Zulage.

2. Rürup-Rente
Bei der Rurüp-Rente erhält der Sparer, nennen wir ihn Herrn B, die staatliche Förderung nicht über Zulagen wie bei der Riesterrente, sondern über Steuervorteile.
Es werden maximal 20000 Euro pro Jahr steuerlich gefördert. Beiträge, die darüber hinausgehen, können nicht als Sonderausgaben iSv. § 10 EStG geltend gemacht werden. Ist Herr B verheiratet, ist ein Betrag von 40000 Euro anzusetzen.
Er erhält die Förderung nicht für die gesamten 20000 Euro bzw. 40000 Euro, sondern gestaffelt. Dabei kommt es darauf an, in welchem Jahr die Beiträge eingezahlt werden.
Im Jahre 2014 können 78 % der eingezahlten Beträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dieser Prozentsatz steigt jährlich um 2% an. Im Jahre 2015 können 80% steuerlich geltend gemacht werden, 2016 dann 82% und 2025 dann 100% des eingezahlten Betrages. Genauso verhält es sich umgekehrt. In den Jahren zuvor wurden nur geringere Prozentsätze als Sonderausgaben berücksichtigt. Hat Herr B bereits 2013 in eine Rüruprente eingezahlt, konnte er nur 76 % geltend machen, 2012 lediglich 74%, usw.
Diese Staffelung betrifft die Ansparphase.
Hinsichtlich der Steuerpflicht der als Altersrente ausgezahlten Beiträge gilt eine andere Staffelung. Diese entspricht der der gesetzlichen Rentenversicherung.

3. Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird ebenso steuerlich gefördert. Dabei sind maximal 232 Euro/ Monat bzw. 2784 Euro pro Jahr förderfähig.
Andere Rentenversicherungen werden nur geringfügig gefördert, indem diese als Sonderausgaben geltend gemacht werden können, § 10 I Nr.2 b) aa).




Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Lindner


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