Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Flugverspätung wegen Maus im Flugzeug


21.11.2007 17:20 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Wir sind am 07.11.2007 von Frankfurt nach Punta Cana geflogen.
Der Flug mit Condor startete pünktlich um 09.35 Uhr.

Nach einer Stunde Flug musste das Flugzeug wegen einer Maus an Bord umkehren.

Wir sind dann gegen 11 Uhr wieder in Frankfurt gelanded.

Dort sollte die Maschine mit Gas ausgesprüht werden.

Der Weiterflug erfolgte um 23.30 Uhr.

(zur Info: wir wurden in ein Hotel gebracht, konnten dort bis 18 Uhr auf dem Zimmer bleiben, bekamen dort Essen und Trinken)

Habe ich einen Anspruch auf Entschädigung?


Außerdem gab es auf dem Rückflug ebenfalls eine Verspätung von 3 h.


Vielen Dank!




Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

In Ihrem Fall kommt u.a. die europäische Verordnung (EG) Nr. 261/2004 zur Anwendung, welche auch die Ansprüche bei Verspätung von Flügen von EU-Flugesellschaften regelt.

Hiernach ist die EU-Flugesellschaft bei einer Verspätung von mehr als vier Stunden und einer Flugzielentfernung von über 3500 km vom Abflughafen verpflichtet, Ihnen kostenlose Verpflegung,sowie notfalls eine Hotelübernachtung, zu gewähren.

Dies ist nach Ihrer Schilderung auch geschehen.

Die Entschädigung muss für alle Flüge von EU-Fluggesellschaften geleistet werden, gleichgültig, ob sie von einem Flughafen in der Europäischen Union oder einem in Drittstaaten starten.

In Ihrem Fall betrug die Verspätung sogar mehr als fünf Stunden, so dass Sie die Wahl gehabt hätten zwischen einer Rückerstattung des Flugpreises oder ggf. einem Rückflugticket bei Anschlussreisen. Hierzu hätten Sie aber den (verspäteten) Flug nicht antreten dürfen.

Insofern ist die Flugeselschaft Ihrer Verpflichtung aus der Verordnung nachgekommen, weiteregehende Entschädigungsansprüche basierend auf der Verspätung sind daher nicht gegeben.

Die gleichen Grundsätze gelten auch für den Rückflug, wobei hier aufgrund der Verspätung von maximal drei Stunden ein Anspruch auf kostenlose Verpflegung, notfalls Hotelübernachtung bestanden hätte.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Kanzlei Recht und Recht
Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg i.Ts.

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

@: kakridas@recht-und-recht.de
web: www.recht-und-recht.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2007 | 19:09

Danke für Ihre Antwort.

folgende Rückfragen:

- was ist mit der "verlorenen" Zeit am Urlaubsort
- unnütz eingereichter Urlaubstag beim Arbeitgeber
- der Wartezeit am Flughafen ?

- dem Umstand das man den ganzen Tag ohne Koffer ist, (sich zum Beispiel nicht mal etwas warmes anziehen kann, und bei 5 C° bis kurz vor Mitternacht im "Reiseoutfit" rumläuft, geschweige denn Toilettenartikel benutzen kann?)

Das kann doch nicht mit einem fünfstündigen Hotelaufenthalt und einem Essen erledigt sein?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2007 | 19:36

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Ich kann Sie gut verstehen, dass Sie bezüglich der verlorenen Zeit am Urlaubsort, sowie der erlittenen Unanehmlichkeiten während der Flugverspätung den Wunsch nach Kompensation verspüren.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die oben angeführte europarechtliche Verordnung in Ihrem Falle keine weiteren Ansprüche gewährt.

Insofern besteht hierbei sicherlich erheblicher "Nachholbedarf", um die Entschädigung für Fluggäste zu verbessern.

Von einer gerichtlichen Verfolgung von Ansprüchen aus dem geschlossenen Beförderungsvertrag zwischen Ihnen und der Flugesellschaft würde ich Ihnen mangels Erfolgsausichten eher abraten, da der Abbruch des Fluges und die Rückkehr nach Frankfurt nicht zuletzt wegen der Sicherheit der Passagiere erfolgte. Dies sollte - bei allem verständlichen Ärger - auch bedacht werden.

Ein Verschulden für den Grund der Rückkehr wäre zudem der Fluggesellschaft nur schwer nachzuweisen.



Mit freundlichen Grüßen

A. Kakridas
- Rechtsanwalt-

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER