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Flugverspätung bei Abflug aus den USA und Landung in Europa!

02.03.2014 09:30 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Hallo Herr Anwalt,

ich habe eine Frage zu unserer Reise die wir im Dezember 2013/Januar 2014 von Hamburg nach Curacao über die USA tätigten.

Den kompletten Reiseverlauf habe ich hier einmal zusammengestellt.

Einzelheiten zum Flug!

So sollte es sein laut unserer Buchung:

1. Flug:

- Abflug von Hato (Curacao) am 10.1.2014 um 16:10 Uhr Ortszeit
- Ankunft in Miami (USA) am 10.1.2014 um 18:25 Uhr Ortszeit


2. Flug (1.Anschlussflug)

- Abflug von Miami (USA) am 10.1.2014 um 20.55 Uhr Ortszeit
- Ankunft in London Heathrow am 11.2.2014 um 10:30 Uhr Ortszeit


3. Flug (2.Anschlussflug zum Heimatflughafen)
- Abflug von London Heathrow am 11.2.2014 um 15:15 Uhr Ortszeit
- Ankunft in Hamburg am 11.2.2014 um 17:55 Uhr Ortszeit

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Und so war es wirklich:

1. Flug:

- Abflug von Hato (Curacao) am 10.1.2014 um 16:40 Uhr Ortszeit
- Ankunft in Miami (USA) am 10.1.2014 um 18:25 Uhr Ortszeit
Flugnummer: American Airlines AA1639
In Miami bei der Ankunft war alles noch in Ordnung und wir waren im Zeitplan.
Danach standen wir ca 1,5 Stunden in den Gängen vor dem Emigration Services, ohne das sich etwas tat oder die Supervisor etwas sagten warum es nicht weiterging.

Aufgrund dieser Verzögerung haben wir unseren Anschlussflug nach London Heathrow verpasst.
Danach wurden wir zum „Rebooking Service" geschickt, wo uns gesagt wurde das der früheste mögliche Termin für uns am nächsten Morgen (11.01.2014) um 7 Uhr ist.
Daraufhin fragten wir ob uns wenigstens ein Hotelzimmer und Essen/Trinken gestellt würde. Dieses wurde abgelehnt.
Es wurde uns gesagt das wir das Hotelzimmer wie auch das Essen/Trinken selber zahlen sollten. Dieses mussten wir dann selber tun und hoben die Quittungen auf.
Wir haben daraufhin die kpl. Nacht auf dem Flughafen übernachtet, da wir uns ein Hotel nicht leisten konnten.


2. Flug:
- Abflug von Miami (USA) um am 11.1.2014 7:00 Uhr Ortszeit
- Ankunft in New York JFK (USA) am 11.1.2014 um ?????


3. Flug:
- Abflug von New York am 11.1.2014 um ca. 22 Uhr (planmäßig war 20:30 Uhr)
- Ankunft in London Heathrow am 12.1.2014 um ca. 11:15 Uhr (planmäßig war 8:35 Uhr)

Planmäßiger Weiterflug von London nach Hamburg mit British Airways BA974.
Diesen Flug verpassten wir, da wir in New York mit ca. 2 Stunden Verspätung starteten.
Laut Flugplan sollte unser Anschlussflieger von New York nach London um 20:30 Uhr starten. Auch hier gab es wieder Schwierigkeiten da kein Flugzeug bereitgestellt wurde.
Wir starteten mit ca. 2 Stunden Verspätung. Was zur folge hatte das wir den geplanten Anschlussflug in London wieder verpassten.

4. Flug:
- Abflug aus London Heathrow am 12.01.2014 um 15:15 Uhr
- Ankunft in Hamburg am 12.01.2014 um 17:15 Uhr


Insgesamt sind wir genau 24 Stunden später an unserem Heimatflughafen angekommen. Wir haben alle Bordkarten und Quittungen für Essen/Trinken am Flughafen aufgehoben. Man wurde mit dem Problem der verpassten Flüge alleine gelassen und es wurde sich nicht im Geringsten um einen gekümmert. Auf allen Kosten (z.B. Essen/Trinken) bleibt man sitzen. Des weiteren haben wir einen Termin in Hamburg für unsere geplante Hochzeit verpasst.
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Mit American Airlines trat ich schon via Email in Kontakt und forderte eine Entschädigung. Diese wurde abgelehnt.
Da wir zwar mit American Airlines (innerhalb der USA und nach Curacao), die Flüge aber über British Airways gebucht haben (anscheinend haben diese Fluggesellschaften eine Kooperation, damit jeder nur bestimmte Fluglinien bedient) ist die Frage auch ob unser Vertragspartner dann British Airways ist ( das wäre ja dann ein europäisches Unternehmen) oder American Airlines?

Alle Flugtickets, wie auch die Quittungen für Verpflegung am Flughafen haben wir aufgehoben.



Meine Fragen wären nun folgende:

1. Habe ich überhaupt Anspruch auf eine Entschädigung, da der Startflughafen ja nicht in der EU sondern den USA lag?
2. Wenn ich Anspruch auf Entschädigung habe, wie hoch wären diese voraussichtlich?
3. Wenn ich mit diesem Fall einen Anwalt beauftrage, wird so etwas von einer Rechtsschutzversicherungen bezahlt, auch wenn man nun erst eine abschließen würde?
4. Könnten auch Verpflegungskosten (Essen/Trinken am Flughafen während der Wartezeit) mit eingefordert werden?

Vielen Dank für ihre Mühen und Hilfe.

02.03.2014 | 12:27

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die gestellte Frage.


Ihr Ärger lässt sich gut nachvolziehen, leider ist die Geltendmachung von Rechten schwierig- beispielsweise wird Ihnen keiner die Schäden ersetzen, die durch die Verzögerung bei den Immigration Services - Einreiseformalitäten der U.S.A. entstehen. Den Ärger darüber teilen Sie mit vielen anderen Reisenden.

I. Die hier interessante Fluggastrechteverordnung ist grundsätzolich bei allen Flügen anwendbar, die in der EU starten. Zudem greift sie bei allen in der EU landenden Flügen aus Drittstaaten, vorausgesetzt, dass die Airline ihren Sitz in der Europäischen Union ha! Dies wäre im Fall der British Airways der Fall. Ihr Vertragspartner ist immer dasjenige Unternehmen, mit dem Sie einen Vertrag geschlossen haben. Wenn die AA im (Codesharing-)Auftrag der British Airways Flüge ausführt, bleibt die BA Ihr Vertragspartner. In der EU-Verordnung 261/2004 ist festgehalten, welche Leistungen Fluggesellschaften gegenüber ihren Passagieren erbringen müssen, wenn es zu einer Flugverspätung kommt. Neben Versorgungsleistungen wie kostenlosen Getränken, Snacks aber auch Unterkünften, können Fluggäste von den Airlines unter bestimmten (!) Voraussetzungen eine Entschädigungszahlung verlangen. Um Ihre Frage zu beantworten: Sie haben die Rechte dem grunde nach , da Sie bei einem europäischen Unternehmen gebucht haben und das Reiseziel in der EU lag.

Aber Achtung : dies gilt nur für die jeweiligen Flugabschnitte. Nach bestätigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Verordnung nicht auf Zubringer- oder Anschlussflüge(z.B. Miami-New York) anwendbar!

II.Wenn der Flug außerhalb der EU startet oder landet, und die Entfernung mehr als 3500 km beträgt, erhalten Sie grds. eine Entschädigung in Höhe von 600,- Euro. Sofern die Verspätung allerdings nicht mehr als 4 Stunden beträgt, kann dieser Anspruch um 50 % gekürzt werden (Artikel 7 Abs. 2 (c) der Verordnung 261/2004), so dass Sie 300,- € erhalten würden, pro Passagier.

III. Eine Rechtschutzversicherung, die auch das Reiserecht abdeckt, gibt es ohne weiteres- nur liegt der Schadenstag ( also das auslösende Ereignis ) in der Vergangenheit. Dies bedeutet, dass Sie die Verfolgungskosten nicht durch die Versicherung abdecken können. Sonst würde ja keiner eine Versicherung abschliessen-sondern erst dann, wenn ein Schaden eingetreten ist, und gleich Liquidierung fordern. Der Bankrott aller Versicherungsgesellschaften wäre die Folge.


IV. Bei Verspätungen müssen Fluglinien sich um Ihr Catering kümmern ( Gutscheine ) . Die Geltendmachung darüberhinausgehender Schäden ist - insb. nach nationalen Vorschirften - nicht ausgeschlossen, aber in der Praxis schwierig durchzusetzen.Grundsätzlich wären diese Kosten durch die Entschädigungszahlung abgedeckt.




Mit freundlichen Grüßen
RA Asthoff


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

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