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Flugverspätung + Kofferverlust

02.09.2015 02:37 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Wir haben unsere Flüge über die Hompage von British Airways gebucht.
Unser Rückflug wurde von American Airlines durchgeführt (war bereits bei der Buchung angegeben).
Der Flug von Miami nach London hatte bereits 2,5 Stunden Verspätung, so dass wir in London unseren Anschlussflieger verpasst haben. Insgesamt sind wir knapp 3,5 Stunden später in Hamburg angekommen, als geplant.
Haben wir Anspruch auf Entschädigung gegenüber British Airways, weil diese unser Vertragspartner war bei der Buchung oder sieht es eher schlecht aus, weil American Airlines keine EU-Fluggesellschaft ist?

Auf dem Hinflug hat British Airways unser komplettes Sperrgepäck verloren (Kinderkarre, Reisebett + Autositz für ein behindertes Kind).
2 Dinge wurden uns nach 4 Tagen ins Hotel geliefert, 2 sind immer noch verschwunden (obwohl wir bereits zurück sind).
Gibt es eine Frist, in der BA und hätte das Gepäck liefern müssen?
Gibt es eine Entschädigung dafür, dass wir unseren Sohn die ganze Zeit tragen mussten und er in einem viel zu kleinen Hotelbabybett schlafen musste aufgrund der fehlenden Karre des Reisebetts und British Airways trotz Telefonate und Mails keine Hilfe angeboten hat ?(eine normale Karre hätten wir nicht kaufen können, da er in diese nicht mehr hineinpasst).
02.09.2015 | 08:30

Antwort

von


(382)
Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
Tel: 0521/5436685
Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Durchsetzung von Ansprüchen aufgrund der einschlägigen EU Richtlinien gegen nicht EU Fluggesellschaften mit Abflugort außerhalb der EU ist nicht möglich. In Betracht kommen Zahlungen nach US Recht.

Wegen dem Gepäck gilt jedoch das Montrealer Abkommen! Hier stehen innen Schadenersatzanspruche zu, teilweise pauschal, teilweise gegen Nachweise der Vermögenseinbußen im einzelnen. Leider sind nicht bezifferbare Aufwendungen und Opfer, wie das Tragen des Kindes, nicht ausgleichsfahig. Allerdings wäre es verwunderlich, wenn sich die Airline hier nicht kulant zeigt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Rückfrage vom Fragesteller 02.09.2015 | 13:01

Ist es denn völlig unerheblich, dass British Airways mein Vertragspartner war bei der Buchung und der Flug zwar von American Airlines durchgeführt wurde, wir aber auch eine Flugnummer von BA hatten?

Und wie kann es sein, dass andere Reisende Anspruch auf Ersatzkleidung oder Toilettenartikel haben, wenn ihr Koffer verschwindet, aber ein behindertes Kind nicht auf ein Ersatztransportmittel?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.09.2015 | 12:33

Sehr geehrter Fragesteller,

leider ist dies zu 1.) so. Dazu zitiere ich aus dem Urteil des Landgerichts Köln:

Anspruchverpflichtet und daher passivlegitimiert ist für die in Art. 7 VO (EG) Nr. 261/2004 geregelte Ausgleichszahlung allein das "ausführende Luftfahrtunternehmen". Im Fall der Ausgleichsleistung wegen Annulierung, wie sie hier grundsätzlich in Betracht kommt, ergibt sich dies aus Art. 5 Abs. 1 c) der VO (EG) Nr. 261/2004. Unter "ausführendem Luftfahrtunternehmen" ist gemäß der Begriffbestimmung in Art. 2 lfd. Nr. b) der VO (EG) Nr. 261/2004 ein Luftfahrtunternehmen zu verstehen, "das im Rahmen eines Vertrags mit einem Fluggast oder im Namen einer anderen – juristischen oder natürlichen – Person, die mit dem betreffenden Fluggast in einer Vertragsbeziehung steht, einen Flug durchführt oder durchzuführen beabsichtigt".

15 Entscheidend ist nach der Verordnung somit nicht, mit welchem Flugunternehmen der Fluggast einen Beförderungsvertrag geschlossen hat, sondern welches Flugunternehmen den Flug durchführt.

LANDGERICHT KÖLN URTEIL vom 04. November 2008
Aktenzeichen: 11 S 506/07


Ein Ersatztransportmittel hätte Ihnen zugestanden.

Sie haben mich hier allerdings danach gefragt ob Sie eine Entschädigung dafür, dass Sie ihren Sohn die ganze Zeit tragen mussten , bekommen. Dies ist zu verneinen, da nur finanzielle Einbuße, nicht aber persönliche Einbuße kompensiert werden können. Der Erwerb einer Ersatz-Kinderkarre mit Quittung wäre zu ersetzen gewesen.

Anhand der Umstände sehe ich trotzdem Chancen, bei der Fluggesellschaft Ersatz zu bekommen. Hier hilft hartnäckigkeit und ggf. das Drohen mit der Hinzuziehung der Presse oft aus. Gerne helfe ich sonst dabei, die Fluggesellschaft zur Verantwortung zu ziehen.

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