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Flugstorniernung - kerosin- und amerikanische Steuern seien nicht erstattungsfähig

07.11.2016 13:51 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe vor einigen Wochen einen Flug bei edreams.de für Mitte Dezember in die USA und zurück gebucht für ingesamt ca. 903€.
Leider muss ich aus privaten Gründen den Flug stornieren. Ich hab daraufhin mit dem Kundenservice von edreams.de gesprochen und die erste Auskunft war, dass dies "bei diesem Angebot" nicht möglich sei. Daraufhin habe ich hingewiesen, dass doch zumindest Steuern und Flughafengebühren erstattet werden müssten. Dies wurde bejaht und nach kurze Wartezeit wurde mir 89€ ausgerechnet (Servicegebühr von edreams von 50€ bereits eingerechnet). Auf meinen Kommentar, dass doch die Steuern viel Höher sein müssten, wurde mir erklärt, ja Steuern wären insgesamt ca. 500€, jedoch könnten Kerosinkosten und amerikanische Steuern nicht erstattet werden.

Kann ich mit mehr als den angegeben 89€ an Erstattung rechnen? Wieviel in etwa?
Und ist es nicht wahrscheinlich, dass der Flug - es ist immerhin noch ein Monat Zeit bis zum Abflug - erneut verkauft werden kann?

Zusätzliche Infos:
Der Hinflug besteht aus einem inner-europäischen Flug mit Germanwings und einem transatlantischen Flug mit United Airlines. Der Rückflug besteht aus einem Flug innerhalb der USA und einem transatlantischen Flug mit United Airlines.

Vielen Dank!

Einsatz editiert am 08.11.2016 16:24:17

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In der Regel tritt edreams nur als Vermittler auf und der Vertrag kommt zwischen Ihnen und der Fluggesellschaft zustande.

Generell müssen Fremdkosten, in der Regel Steuern, erstattet werden. Bearbeitungsgebühren sind unter Umständen zulässig.

Zudem müsste die Airline Ihnen die ersparten Aufwendungen erstatten. Dies ist nur dann nicht der Fall, wenn die Airline durch eine Klausel (die auch zulässig sein muss) die Erstattung ausschließt. Kerosinzuschläge sind Zuschläge der Airline und werden in der Regel nicht erstattet.

In Ihrem Fall sollten Sie prüfen, ob es sich um einzelne Buchungen handelt oder eine Gesamtbuchung und die Kosten dann einzeln bei den Airlines einfordern, hilfsweise bei Edreams.

Problematisch könnte nur der Rechtsstand sein, wenn die Buchung über das Portal bspw. in den USA erfolgt ist.

Sollte der Flug tatsächlich ausgebucht sein, so steht Ihnen regelmäßig die Erstattung des Gesamtbetrages zu.

Sollten Sie eine Rechtsschutzversicherung haben oder Beratungshilfe / Prozesskostenhilfe bekommen, würde ich die Ansprüche nach zunächst eigener Geltendmachung durch einen Anwalt einfordern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2016 | 17:27

Sehr geehrter Herr Florian Brödel,

Vielen Dank für Ihre Antwort! Leider verstehe ich Ihre Antwort teilweise nicht. Ich ergänze daher ein paar Details, die ich aufgrund Ihrer Antwort recherchiert habe.

edreams tritt in der Tat als Vermittler auf und es wird in den AGBs (http://www.edreams.de/edreams/deutsche/bedingungen/AGB.pdf zuletzt um 17Uhr am 09.Nov. aufgerufen) mehrfach daraufhin gewiesen, dass die Regeln der jeweiligen Fluggesellschaften gelten würde (AGB, B, 5.: "Für Umbuchungen und Stornierungen gelten die jeweiligen Bedingungen der Anbieter. "). Jedoch wurde mir bei Buchen und auch danach keine "AGB"s oder Beförderungsrichtlinien von United Airlines angezeigt oder verlinkt.
Desweiteren gilt laut AGB spanisches Recht für die AGB und "die Be
ziehung zwischen Nutzer und eDreams" (AGB, Präambel).

Was meinen Sie mit "ersparten Aufwendungen" der Airline?

Da ich für Hin- und Rückflug eine gemeinsame Buchungsbestätigung erhalten habe, gehe ich von einer Gesamtbuchung aus ("Round-trip"; kein "Gabelflug").

Ob der Rechtsstand nun in den USA ist oder nicht, habe ich nicht endgültig feststellen können. Nur, dass die Abwicklung zwischen edreams und mir auf spanischem Recht beruht.
Die Leistungen selbst (also wohl der Transport?) würde über den vermittelten Anbieter erbracht werden. Wer dies nun ist, kann ich nicht feststellen. Ich weiß nur, dass meine Flüge mit der Airline United stattfinden.
Dies ist für mich mehr als nur intransparent.

Nach den Angaben von edreams handelt es sich um ein nicht-erstattungsfähiges Flugticket von United. Der Beförderungsvertrag von United (https://www.united.com/web/de-DE/content/contract-of-carriage.aspx#sec3 zuletzt um 17Uhr am 09.Nov. aufgerufen) erklärt, dass nichts erstattet wird (Regel 27, E, 1.: "UA will not refund any portion of a Ticket that is purchased with a non-refundable fare, including the fare and any taxes, fees, or other charges included within the total price paid for the Ticket").
Ist dies eine Klausel, "die Erstattung ausschließt" - wie sie angesprochen haben? Und ist diese somit gültig?

Ich hoffe diese Ergänzungen helfen, meine Fragen und mein Problem besser zu verstehen.
Vielen Dank für Ihre Mühe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2016 | 18:02

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Sie sollten die Airline direkt anschreiben und von dieser nochmals eine Erstattung fordern.

Im Zweifel haben Sie nur einen Vertrag mit der Airline und edreams würde bspw. nur für schuldhaftes Verhalten als Vermittler haften.

Ersparte Aufwendungen sind die Kosten, die die Airline spart, weil Sie sich nicht befördern muss. Dies sind Kosten für Kerosin, Essen, Abfertigungsgebühren usw. .

Ich befürchte das ein Vertrag mit United nach amerikanischem Recht geschlossen wurde, dann richtet sich der Vertrag auch nur nach diesem Recht.

Versuchen Sie die Airline in Deutschland anzuschreiben und fordern Sie eine Rückerstattung an: https://www.verbraucherzentrale.de/mediabig/235451A.pdf

Wenn eine Reaktion erfolgt, dann kann man auf Grund dieses Schreibens tätig werden.

Eine andere Möglichkeit Hilfe ohne die Beauftragung eines Anwalts zu erlangen, wäre die Schlichtungsstelle Mobilität oder das Zentrum für europäischen Verbraucherschutz in Kehl. Diese können Ihnen kostengünstig Hilfe leisten.

Auf Grund der verwendeten Ausschlussklausel wird es aber schwierig werden Ansprüche über die Steuern und ersparten Aufwendungen hinaus geltend zu machen.

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