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Fluglärm


15.11.2007 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



guten tag,

wir wohnen direkt an einem naturschutzgebiet ( see, kühe, natur usw... alles bestens vorhanden ! ) <- eigentlich ein "traum von ruhe und entspannung" ! jedoch hat sich der fluglärm in den letzten jahren extrem verstärkt. in ca. 40km entfernung liegt ein großer "fliegerhorst" der deutschen luftwaffe. die flugzeuge dort ( transall ) sind nicht mehr die neusten modelle. deshalb werden dort "neuerdings" täglich ( von 7 uhr morgens bis manchmal abends 18 uhr ) die turbinen in einer art testlauf ( bis zur maximalen belastbarkeit ) überprüft. selbst in der mittagszeit !!! in unserem schlafzimmer und kinderzimmer ( im ganzen haus !!! ) ist während so einer "testphase" an mittagsruhe nicht zu denken !!!
des weiteren müssen natürlich diese flugzeuge auch unter realen bedingungen gestestet und geflogen werden -> an bestimmten tagen fliegt so eine transall alle 10 min. über unser haus !!!!!!!!! mittagszeit oder "nachtruhe" kennen die nicht ! versuchen sie mal ein kind um die 18monate alt ins bettchen zu bringen wenn so eine transall alle 10min "durchs" kinderzimmer fliegt !!
ich hatte mir mal den spass gemacht und so ein "schallmessgerät" gekauft... an die genauen werte kann ich mich nich mehr erinnnern ABER als ich diese bei einer beschwerde telefonisch dem fliegerhorst mitgeteilt hatte ? konnte dieser die werte garnicht glauben... von dem verantwortlichen kam lediglich die aussage: die maschienen sind alt und müssen halt überprüft werden... auch nachts !
das kann ich nicht akzeptieren !

was kann ich machen ?

gibt es eine tabelle für fluglärm den ich akzeptieren muss ???

beste grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Am 7. Juni 2007 ist die Novelle des Fluglärmgesetzes in Kraft getreten. Damit gelten für die Umgebung der größeren zivilen und militärischen Flugplätze deutlich weiter gehende bauliche Schallschutzanforderungen. Die dort wohnenden Menschen sollten durch diese Novellierung umfassender geschützt werden, ob dies tatsächlich in der Praxis so eintreten wird, bleibt abzuwarten, da die Grenzwerte relativ hoch angesetzt sind.

Der Lärmschutzbereich eines Flugplatzes wird nach dem Maße der Lärmbelastung in zwei Schutzzonen für den Tag und eine Schutzzone für die Nacht gegliedert. Schutzzonen sind jeweils diejenigen Gebiete, in denen der durch Fluglärm gewisse Werte dauerhaft überstiegen werden, wobei die Häufigkeit aus dem Mittelwert über die sechs verkehrsreichsten Monate des Prognosejahres bestimmt wird.

Die Schutzzone 1 wäre bei Ihnen bei 68 db(A), die Schutzzone 2 bei 63 db(A) gegeben. Hierbei gehe ich davon aus, dass es sich um einen Militärflugplatz im Sinne des 4 Nr. 3 oder 4 Fluglärmschutzgesetz handelt (siehe Anhang). Liegen Sie in diesem Bereich, sind die Kosten für Schallschutzmaßnahmen (Schallschutzfenster) vom Flughafenbetreiber zu bezahlen.

Ich empfehle Ihnen, den Fluglärm nochmals konkret zu messen, um ein weiteres Vorgehen ggf. mit einem Kollegen vor Ort zu besprechen. Sollte dieser derzeitiger "Testlauf" allerdings nur vorübergehend sein, werden Sie hier keine Möglichkeit haben, hiergegen vorzugehen.
Der "alltägliche" Fluglärm müsste die o.g. Werte überschreiten, um einen Anspruch auf Schallschutz zu erlangen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt


§ 4 Festsetzung von Lärmschutzbereichen
(1) Ein Lärmschutzbereich ist für folgende Flugplätze festzusetzen:

1.Verkehrsflughäfen mit Fluglinien- oder Pauschalflugreiseverkehr,
2.Verkehrslandeplätze mit Fluglinien- oder Pauschalflugreiseverkehr und mit einem Verkehrsaufkommen von über 25.000 Bewegungen pro Jahr; hiervon sind ausschließlich der Ausbildung dienende Bewegungen mit Leichtflugzeugen ausgenommen,
3.militärische Flugplätze, die dem Betrieb von Flugzeugen mit Strahltriebwerken zu dienen bestimmt sind,
4.militärische Flugplätze, die dem Betrieb von Flugzeugen mit einer höchstzulässigen Startmasse von mehr als 20 Tonnen zu dienen bestimmt sind, mit einem Verkehrsaufkommen von über 25.000 Bewegungen pro Jahr; hiervon sind ausschließlich der Ausbildung dienende Bewegungen mit Leichtflugzeugen ausgenommen.
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