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Flugkosten

22.01.2015 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Wir sind ein Reiseveranstalter und haben folgendes Anliegen wegen Haftung von im Preis inkludierten Flüge.

Drei Kunden von uns haben eine Indien-Reise gebucht und angetreten. Der Fall lautet wie folgt: Am 13.12. sollten drei Kunden einen Inlandsflug durchgeführt von Air India von Khajuraho nach Delhi antreten (beide Ortschaften in Indien.) Der Weiterflug mit Swiss Air ging am 14.12. nach Mitternacht. Doch es sollte anders kommen: Der Inlandsflug ist wegen schlechten Wetters annulliert worden, erst am 14.12. wurden die Kunden nach Delhi weiter befördert. Das Resultat war, dass die Kunden den Rückflug nach Zürich natürlich verpasst haben. Nur mit Mühe konnten die Kundne ihre Tickets auf den Flug am 15.12. (gleiche Uhrzeit) umbuchen. Allerdings haben sie dafür Umbuchungsgebühren und den Preisdiferenz in eine höhere Buchungsklasse (weil die alte nicht mehr verfügnar war) in Höhe von ca. 1275 EUR für alle 3 Gäste zahlen müssen.

Nun reklamieren die Kunden das Geld. Weder Air India noch Swiss Air gestatten eine Erstattung, da die Tickets separat gebucht (separate Verträge) wurden und die versprochenen Leistungen vertragsmäßig vollbracht wurden. Das Inlandsticket wurde in Indien ausgestellt und unterliegt indischem Recht (also nix mit 400 eur Entschädigung wie bei uns in der EU.) Auch Swiss air sagt, sie kann nichts dafür und die erhobenen Gebühren waren rechtens.

Es stellt sich also für uns die Frage, ob wir als Veranstalter dafür haften und den Kunden das Geld erstatten müssen. Beide Flüge sind Bestandteil der gebuchten Reise und zählen als Leistung.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

zutreffend gehen Sie davon aus, dass die Fluggast-Richtlinie hier keine Anwendung findet.

Nach Ihrer Schilderung liegt eine Leistung des Veranstalters vor, die nicht ordnungsgemäß erbracht wurde. Hierfür hat der Reisende eigene Mittel verauslagt.

Diese Kosten sind wohl mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs gemäß § 651c BGB zu erstatten (Urteil vom 28. Oktober 2010 - Xa ZR 46/10).

Ob Sie einen durchsetzbaren Anspruch gegen die Airline haben, ist dafür unerheblich.

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