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Fluggesellschaft vermittelte eine falsche Reiseruecktrittsversicherung.

| 05.11.2018 11:37 |
Preis: 25,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Ein deutscher staatsbuerger, wohnhaft in Holland bucht auf der deutschen Transavia seite einen Flug.
Bei Buchung wird Wohnsitz und Rechnungsanschrift richtigerweise in Holland angegeben.
Als letzter Schritt der Buchung fragt Transavia.de an Interesse eine Reiseruecktrittsversicherung, die heir angenommen wurde. Flugbestaetigung sowie Versicherungspolice werden verschickt.

Flug wird dann aufgrund von Schwangerschaft storniert und claim bei der Reiseruecktrittsversicherung eingereicht.

Die Versicherung jedoch verweigert den claim, da die Versicherungspolice nur fuer Personon greift die wohnhaft in Deutschland sind. Da der Versicherungsnehmer jedoch in Holland wohnt wird die Versicherung fuer nichtig erklaert, und bestaetigt das die Praemie der Versicherung in ein paar Wochen zurueck ueberwiesen wird.

Die Versicherung bezieht sich daraufhin auf die Bestaetigung die von dem Antragsteller bei der Buchung gemacht wurde in form einer tickbox mit welcher die allgemeinen geschaeftsbedingngen der Versicherung akzeptiert wurden. Der deutsche Wohnsitz sei hier Teil dieser Bedingung gewesen die mit dem tick bestaetigt wurde.

Bei der hollaendischen Vertretung dieser Versicherung greift die Police auch nicht, da es eine deutsche Policenummer ist.

Transavia selbst sieht sich nicht in der Schuld, da die Versicherungen und dessen Bedingungen nichts mit Transavia zu tun haben.

Wer hat Schuld?
1) Der Versicherungsnehmer, weil er einfach nicht die Geschaeftsbedingungen (der tickbox) nicht gruendlich genug gelesen hat?
2) Der deutsche Versicherer, der trotz information ueber (hollaendischen) Wohnsitz des Versicherungsnehmers ein Police fuer einen deutschen Wohnsitz ausstellt.
3) Transavia, da die Fluggesellschaft eine falsche Versicherung vermittelt hat die fuer den reisenden gar nicht greift.

Was kann man machen?
05.11.2018 | 13:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine allgemeine Antwort gibt es hier nicht, es hängt vom Vertrag und den Versicherungsbedingungen ab. Diese habe ich unter http://docs.chubbtravelinsurance.com/aceStatic/Document/Transavia/DEPHVDE008.pdf geprüft und die entsprechende Klausel in "2." gefunden: nötig wäre ein "dauerhafter Aufenthalt" in Deutschland. Bedingungsgemäß lehnt die Versicherung daher zu Recht ab.

Das LG Hamburg hat beispielsweise geurteilt: der dauerhafte Wohnsitz kann als Kriterium in den Bedingungen herangezogen werden: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bsharprod.psml?showdoccase=1&;doc.id=JURE170022875&st=ent

Es finden sich auch einige Angebote für Reisekrankenversicherungen/stornoversicherungen, die extra für Bürger ausserhalb Deutschlands gemacht sind.

Jedoch ist durch die Vermittlung des Produktes mit Kenntnis des Wohnsitzes tatsächlich zu fragen, ob transavia sich auf die Bedingungen zurückziehen kann. Denn das Produkt wird erst angeboten, wenn man bereits die Adresse eingegeben hat, so auch bei Ihnen. Es ist auch nur für absolute Vollprofis zu erkennen, wer überhaupt Träger der Versicherung ist (chubb). Transavia erweckt den Eindruck, selbst Verkäufer und Risikoträger zu sein.

Rechtlich ist Transavia Vermittler der Versicherung und haftet für die fehlerhafte "Beratung" und das Angebot einer Reiseversicherung.

Wenn also für den Fall, dass Sie in Deutschland Ihren dauerhaften Aufenthalt hätten die Eintrittspflicht positiv vorgelegen hätte und es "nur" daran scheitert, dass Sie nicht in Deutschland wohnen, würde ich Ihnen raten, Transavia in Haftung zu nehmen wegen Verletzung der Beratungspflicht bzw. Verschulden bei Vertragsabschluß §§ 311, 280 BGB.

Erfahrungsgemäß rechnet sich dieser "Kampf" aber nur wenn Sie rechtsschutzversichert sind, da die Erfolgsaussichten zwar hinreichend gut, aber eben nicht sehr gut sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Florian Reinhardt

Bewertung des Fragestellers 06.11.2018 | 11:16

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