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Flugausfall Pauschalreise

24.10.2019 12:55 |
Preis: 50,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Unser Flug nach Kreta fand aufgrund eines technischen Defekts der Maschine erst nach über 40 Stunden Verspätung statt. Hierdurch entgingen uns fast zwei komplette und bereits bezahlte Urlaubstage.
Wir haben gegenüber der Airline Schadensersatz beantragt und auch zugesprochen bekommen.
Unser Reiseveranstalter bot uns für die zwei entgangenen Urlaubstage 400 Euro Entschädigung an, aber teilte auch mit, dass wir dadurch keinen Schadensersatz an die Airline stellen dürften.
Frage 1: Entspricht diese Aussage geltendem Recht, oder können wir auch zusätzlich gegenüber dem Reiseveranstalter Ansprüche einfordern?
Wir wurden über die Airline in ein Hotel einquartiert und mussten dort "abrufbereit" bleiben (36 Stunden insgesamt). Wir bekamen Vollverpflegung mit jeweils einem unentgeltlichen Getränk zur Mahlzeit. Natürlich haben wir auf eigene Rechnung mehr getrunken, obwohl wir einen All-In-Urlaub gebucht hatten, denn nur ein Getränk pro Person reicht kaum für den Tagesbedarf aus. Auch die Taxi-Kosten vom Flughafen zum Hotel mussten wir übernehmen.
Frage 2: Wer muss die Taxi-Kosten übernehmen? Wir haben nur den gesetzlichen Schadensersatz zugesprochen bekommen (ohne Taxi-Kosten (60,00 EUR)).
Frage 3: Können wir Mehraufwendungen für Getränke (im Hotel) ebenfalls dem Reiseveranstalter oder der Airline in Rechnung stellen?
Während der über 40-stündigen Verzögerung erhielten wir keinerlei helfende oder unterstützende Informationen vom Reiseveranstalter und der Airline. Wir haben uns immer selbst beim Flughafen über den "Stand der Dinge" informiert und waren 36 Stunden nur im Hotelzimmer "abrufbereit". Der Fall wurde auch in der Presse thematisiert.
Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

1. Sie haben Anspruch auf pauschalen Schadensersatz gegenüber der Airline. Wenn der Reiseveranstalter diese Zahlung leistet, kann sie nicht zusätzlich von der Airline verlangt werden. Ihrer Schilderung nach, zahlt der Reiseveranstalter für die entgangenen Urlaubszeiten, die Forderung wegen Flugausfälle sollte meines Erachtens daneben fort bestehen.

2. Die Pauschale Entschädigung umfasst alle entstehenden Kosten. Die Taxi Kosten wären also mit der pauschalen Entschädigung abgegolten.

3. Entstehende Kosten für Unterbringung und Verpflegung sind als Hilfsleistungen von der Airline zu erbringen. Erbringt diese die Leistungen nicht, so stehen Ansprüche hierfür neben der pauschalen Entschädigung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen rechtlichen Einblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2019 | 14:30

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,

wir bekommen von der Airline einen Schadensersatz wegen Annullierung des Fluges in Höhe von insgesamt 1200 EUR.
Der Reiseveranstalter bot uns im Vorfeld einen Ausgleich von 400 EUR für zwei verlorene Urlaubstage an, verwies aber darauf, dass wir dann keinen Schadensersatz über die Airline einfordern dürften.
Ist mit dem erfolgten Schadensersatz der Airline auch gleichzeitig eine mögliche Forderung gegenüber dem Reiseveranstalter (2 verlorene Urlaubstage) hinfällig?
Wie verhalten wir uns jetzt am besten? Keine weiteren Forderungen an den Reiseveranstalter?
Leider konnte ich das aus Ihrer Antwort nicht eindeutig herauslesen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2019 | 14:43

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich schließe aus Ihrer Anfrage, dass die Fluggesellschaft den pauschale Ersatz nach der europäischen Fluggastrechteverordnung erhalten. Damit sind die Fahrtkosten und die entgangenen Urlaubsfreuden abgedeckt.
Die zusätzlich notwendig gewordenen Getränke müssen zusätzlich gegenüber der Fluggesellschaft geltend gemacht werden.

Mein Tipp: Lassen Sie sich die 1.200€ auszahlen. Vergessen Sie die Kosten für die Getränke.
Fordern Sie dann Ersatz für die entgangenen Urlaubsfreuden beim Reiseveranstalter. Zu einer entsprechenden Zahlung ist dieser aber nicht verpflichtet.

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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