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Flugausfall - Buchung eines Ersatzfluges

11.10.2016 07:21 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Sehr geehrtes "Frag-einen-Anwalt" Team,

ich bin am 18.09.2016 mit dem Flugzeug von Zürich nach Istanbul gereist um von dort aus mit der China Southern Airline nach Neuseeland zu reisen. Doch ich habe circa 2 Stunden vor dem geplanten Abflug in Istanbul auf der Anzeigetafel gesehen, das der Flug zu meinem ersten Zwischenstopp in China ausfällt. Somit versuchte ich in der Nacht die Notfall Hotline der Airline zu erreichen, ging niemand dran, darauf hin versuchte ich die Notfall Hotline des Flugticketanbieters "Flugladen.de" anzurufen, ging auch niemand dran. Im Flughafen gab es auch keinen Schalter der Airline, somit sah ich als letzte Möglichkeit einen neuen Flug zu buchen. Dieser Flug ging direkt über Bangkok nach Neuseeland, da es die günstigste Variante war, anstatt weiter zum ersten Zwischenstopp zu fliegen. Dieses Ticket kostete 739€, das erste Ticket kostete circa 580€. Nun möchte ich gerne meine zusätzlich bezahlten 739€ für das Ticket + Telefonkosten nach Deutschland um den Flug zu buchen + die Anwaltskosten (von diesem Portal) zurückerstattet haben.

Darauf kam von der China Southern Airline diese Antwort:

"Sehr geehrter XXXXX,
haben Sie vielen Dank für die Zusendung Ihrer Daten. Was jedoch fehlt ist eine Bestätigung, welche Sie von unseren Kollegen in Istanbul ausgehändigt bekommen haben müssen. Falls Sie vor Ort erst von der Stornierung erfahren haben müssen Sie dort ein Certificate ausgehändigt bekommen haben. Ansonsten hätten Sie eine Mitteilung per Mail erhalten müssen.
Auf unserer Webseite wird folgendes mitgeteilt: http://global.csair.com/ES/GB/GYNH/NEWC?NEWS_CATEGORY=596&SELECTED_NEWS_ID=news2016071601. Daher hätten Sie bis zum 31/7/16 die Möglichkeit gehabt Ihr Flugschein kostenfrei zu stornieren. Unter Punkt 2 heißt es: (…) „Processing: for totally unused tickets, if refund is processed on/before July 31, 2016, the tickets are allowed to be refunded within their validity exempt from refund fee (including tickets whose fare rules indicate non-refundable)" (…)"

Ich habe keine E-Mail über den Flugausfall von der Airline erhalten und kein Zertifikat am Flughafen in Istanbul.

Nun ist es möglich die Kosten trotzdem zurück zu erhalten?

Mit freundlichen Grüßen





Einsatz editiert am 11.10.2016 07:48:21

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich steht Ihnen ein Anspruch auf Schadensersatz zu, wenn die Airline für den Ausfall des Fluges verantwortlich ist. Da Sie eine Schadensminderungspflicht haben, waren Sie verpflichtet alles mögliche zu tun (Hotline anrufen, Airline Schalter aufsuchen, oder ggf. warten bis Personal der Airline verfügbar ist). Wie Sie schreiben, haben Sie dies getan, so dass Sie einen Anspruch auf Übernahme der Flugkosten haben. Zumindest müsste die Airline den bei ihr gebuchten Flug zurückerstatten.

Problematisch ist unter Umständen der Gerichtsstand.

Je nach Airline könnten Sie auch einen Entschädigungsanspruch nach EU-Verordnung haben.

Ich empfehle die Airline anwaltlich anschreiben zu lassen. Erfahrungsgemäß sind viele Airlines nach einem förmlichen, anwaltlichen Schreiben bereit etwas zu erstatten.

Gerne können Sie sich diesbezüglich jederzeit direkt an mich wenden.

Es werden dann alle Unterlagen über den Flug, insbesondere Tickets und Bordkarten, sowie der genaue Reiseverlauf benötigt.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 23.10.2016 | 00:24

Guten Tag,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage, also ist es möglich die Mehrkosten noch einzutreiben oder eher nicht? Weil das Flugticket würde die Airline mir nun erstatten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.10.2016 | 17:32

Theoretisch bestünde natürlich die Möglichkeit die Mehrkosten für das Ticket und die Telefonkosten einzutreiben. Einen Anspruch auf der Erstattung der Anwaltskosten hätten Sie nur, wenn Sie die Airline angemahnt hätten und diese dann innerhalb der gesetzten Frist nicht reagiert hätte.
In Anbetracht des Kostenrisikos würde ich dies aber nicht empfehlen weitere Schritte einzuleiten.

Bei einem Streit über 400 €, hätten Sie ein Prozesskostenrisiko von ca. 450 €. Selbst wenn man sich auf die Hälfte vergleichen würde, hätten Sie nichts gewonnen.

Ohne Rechtsschutz kann ich von einer anwaltlichen Geltendmachung nur abraten.

Selbstverständlich können Sie selbst die Kosten einfordern, dies würde ich aber erst tun, wenn der Ticketpreis tatsächlich erstattet wurde.

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