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Flug verweigert - was tun?

14.09.2013 17:33 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Fluggesellschaften sind verpflichtet, die Einhaltung der Einreisebestimmungen der Fluggäste für das jeweilige Zielland zu überprüfen. Wenn die Beförderung zu Unrecht verweigert wird, führt das zu Ansprüchen auf Schadensersatz.

Wir leben auf unserem deutschen Segelboot in der Karibik. Schon mehrmals wurde uns der Rückflug zu unserem Boot durch diverse Airlines verweigert.
Begründung: Kein Rückflugticket in das Ursprungsland unseres Passe. Bei mir Deutschland und bei meiner Frau Peru und Deutschland.
Dabei spielte es nie eine Rolle das es sich dabei um den Rückflug nach Panama, Honduras oder Guatemala handelte.
Die jeweiligen Botschaften verweisen immer auf die Airlines und die Airlines auf die Botschaften. Die Katze beißt sich in den Schwanz.
Nach meinem Verständnis habe ich einen Vertrag mit der Airline durch mein Rückflugticket geschlossen.
Panama nach Deutschland und zurück von Deutschland nach Panama verweigert durch Iberia in Düsseldorf sowie Lufthansa in Köln
Guatemala nach Deutschland und zurück nach Guatemala verweigert durch Lufthansa Frankfurt
Honduras nach Deutschland und zurück von Deutschland nach Honduras mit British Airways in 14 Tagen.
Wie verhalte ich mich am Besten? Die Reise ist jeweils im Internet bei Orbit (USA) gebucht
15.09.2013 | 16:54

Antwort

von


(37)
Gutenbergplatz 1
65187 Wiesbaden
Tel: 0611-991660
Web: http://reiserechtsexperte.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für ihre Anfrage auf dem Portal 123Recht.net. Diese Anfrage möchte ich Ihnen gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworten:

Es ist zutreffend, dass Sie mit der Fluggesellschaft einen Beförderungsvertrag schließenden und dadurch das Luftfahrtunternehmen verpflichtet wird, die Beförderung auf der gebuchten Strecke tatsächlich durchzuführen. Fluggesellschaften sind allerdings auch aufgrund internationaler Vorschriften verpflichtet, zu überprüfen, ob die Fluggäste für das Zielland über die notwendigen Einreisedokumente verfügen. Die Fluggesellschaften informieren sich dabei grundsätzlich in einem von der IATA herausgegebenen Informationsdienst, dem TIMATIC. In diesem Informationsdienst sind die Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder enthalten. Allerdings erweist sich TIMATIC zuweilen nicht als absolut zuverlässig, so dass es immer wieder zu Fehlinformationen an den jeweiligen Flughäfen über das Vorliegen der Einreisebestimmungen kommen kann.

Viele Länder belegen Fluggesellschaften mit Einreisestrafen, sofern sie Fluggäste befördern, die für das jeweilige Zielland nicht die erforderlichen Einreisebestimmungen erfüllen. Aus diesem Grund werden die Fluggäste immer dahingehend kontrolliert, ob die Einreisebestimmungen vorliegen oder nicht. Insoweit handeln die Fluggesellschaften letztendlich zwar mit hoheitlichem Auftrag, andererseits aber auch auf eigene Gefahr, soweit die Einreisebestimmungen falsch beurteilt werden.

Soweit Sie als Flugreisender mit einem One way Ticket in einen Drittstaat fliegen, kann letztendlich nur die Empfehlung gegeben werden, sich vorab bei der Botschaft des jeweiligen Landes zu informieren, ob es Ihnen gestattet ist, ohne gültiges Rückflugticket in das Zielland einzureisen. Sofern das von der jeweiligen Botschaft bejaht wird, kann nur empfohlen werden, eine entsprechende Bestätigung hierüber anzufordern, damit diese bei der Fluggesellschaft beim Check In vorgelegt werden kann. Anderenfalls bleibt nur die rückwirkende Abwicklung einer zu Unrecht verweigerten Beförderung. Sollte Ihnen eine Fluggesellschaft entgegen den tatsächlich vorliegenden Einreisebestimmungen die Passage in das Zielland verweigern, bliebe nur die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegenüber der Fluggesellschaft. Der Schaden besteht dann in den Mehrkosten, die durch die Beförderungsverweigerung entstehen.

Für die Beantwortung einer ergänzenden Nachfrage stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Hopperdietzel
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 17.09.2013 | 11:02

Sehr geehrter Fragesteller,

meine Antwort möchte ich wie folgt ergänzen:

Viele Länder bestehen darauf, dass einreisende Touristen über ein Rückflugticket verfügen, soweit sie einen visumfreien Zeitraum im Land verbringen möchten. Ich verstehe die besondere Situation Ihrer Einreise in das jeweilige Land (per Schiff) und den Transfer nach Deutschland und zurück in das jeweilige Land. Das entsprich nicht dem gängigen Schema der Besucherströme, die mit Flugzeug aus dem Heimatland ein- und dorthin wieder ausreisen.

Ich kann hier wirklich nur die Empfehlung aussprechen, Nachweise darüber mitzuführen, dass Sie mit dem Rückflugticket in Honduras tatsächlich einreisen dürfen, ohne dass Sie über ein Ticket von Honduras zurück nach Deutschland verfügen müssen.
Ich kann es Ihnen aus meiner umfangreichen Erfahrung zu vergleichbaren Fragen versichern, dass sich die Fluggesellschaften allein auf ihr eigenes Informationssystem verlassen und wenn nach diesem Informationssystem ein Fluggast die Einreisebestimmungen nicht erfüllt, wird er nicht befördert. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass trotz anderslautender Informationen der sich am Flughafen befindlichen Bundespolizei Fluggäste nicht befördert wurden, obwohl sie tatsächlich die Einreisebestimmungen erfüllt haben. Für solche Fälle bleiben dann leider nur die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen im Nachhinein. Mir ist bewusst, dass mit dieser Information Ihre Frage, wie Sie sich zukünftig am Besten verhalten, nicht beantwortet ist. Da vor Ort an den Check In Schaltern keine Juristen arbeiten, die die Rechtslage zutreffend beurteilen können, lassen sich solche Fragestellungen leider immer nur im Nachhinein einer juristischen Klärung mit der Rechtsabteilung der jeweiligen Fluggesellschaft unterziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Holger Hopperdietzel

ANTWORT VON

(37)

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