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Flug 24 Stunden verspätet, da Ticket ungültig ausgestellt wurde


18.10.2005 11:44 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Problem ist (kurz gefasst) folgendes:
Wir hatten über Ltur lastminute einen Flug nach New York gebucht (3.-7.10.). Wir haben eingechekt, Bordkarten erhalten und sind damit auch durch sämtliche Sicherheizskontrollen gekommen. Am Gate bereits hieß es dann seitens der Airline, dass unsere Tickets ungültig ausgestellt sein (vom Reiseveranstalter) und wir somit definitiv nicht mitfliegen können. Den Rest des Tages saßen wir also beim Ltur-Schalter, wo es nur hieß, dass eerst einmal geprüft werden müsse, ob der fehler tatsächlich bei Ltur liege und dass, selbst wenn dies der Fall wäre, wir frühestens morgen fliegen könnten, da am gleichen Tag kein Flug mehr verfügbar sei. Nach acht Stunden warten am Flughafen, hieß es dann von Ltur, wir könnten einen tag später zur gleichen zeit fliegen. Somit enstanden für uns Hotelkosten für eine Nacht am Flughafen, etliche Telefon- und Internetkosten, da das eigentliche Hotel von uns storniert werden musste, noch dazu dann ein neues (nur teurer erfügbares) gebucht werden musste etc.

Wir sind sehr enttäuscht, dass ltur es nicht für nötig gehalten hat, uns zu helfen, weder bei der Unterbringung in einem Hotel am Flughafen noch bei der Suche nach einem neuen Hotel in NY . Selbst der mann am Ltur-Schalter sagte zwei Stunden nur, dass er die Hotline (aufgrund des Feiertages) erst später erreichen könnte, so dass wir selbst dort anrufen mussten ( und seltsamerweiser jemanden erreicht haben)

Nun stehen wir vor einem Schreiben an die Rechtsabteilung von Ltur und wären über einige Tipps dazu dankbar.

Vielen dank,

janina2205

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Nach Ihrer Schilderung liegt eine Pflichtverletzung auf Seiten des Reiseveranstalters vor. Folgenden Schadenspositionen sollten Sie unter Vorlage entsprechender Belege geltend machen:

1. Entschädigung für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit: Zur Höhe wird z.T. auf das Verhältnis des Reisepreises, soweit er auf die Ferienzeit entfällt, zum in die Ferienzeit fallenden Einkommen abgestellt. Z. T. werden Regel-/ Höchstbeträge für jeden vertanen Urlaubstag vorgeschlagen. So würde ich in Ihrem Fall ca. 100,00 € pro Person (hoch angesetzt, als Verhandlungsbasis jedoch geeignet) veranschlagen.

2. Sogenannte Begleitschäden (Hotelkosten wg. der notwendigen Übernachtung, Differenz zw. Vereinbarten und tatsächlich angefallenen Hotelkosten, Fahrt zum Hotel, Internetkosten, etc.) muss Ihnen der Reiseveranstalter im Rahmen seiner Schadensersatzpflicht vollständig ersetzen. Hierunter fallen alle Ihnen entstandenen Kosten, die aufgrund des Fehlers des Reiseveranstalters angefallen sind. Wichtig sind hier die jeweiligen Belege.

In einem Schreiben stellen Sie zunächst den Sachverhalt und auch Ihre Enttäuschung über den Sevice dar. Sodann führen Sie Ihre Schadenspositionen an (berufen Sie sich auf § 651f BGB). Setzen Sie eine Zahlungsrist (10 Tage). Kündigen Sie an, dass Sie die Sache nach fruchtlosem Verstreichen der Frist einem Rechtsanwalt zur gerichtlichen Geltendmachung übergeben werden.

Sie können bereits jetzt einen Anwalt Ihres Vertrauens beauftragen, dass Schreiben für Sie zu fertigen. Sollte der Reiseveranstalter den Mangel – wie hier angenommen – zu vertreten haben, muss er auch die Rechtsanwaltskosten tragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch für die weitere Vertretung zur Verfügung.


Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de
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