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Flexstrom-Problem/Forderung beglichen - dennoch Inkasso

13.09.2008 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo!

Relevant für Frage I:

Wir haben Ende Juli 2008 zu Flexstrom (FS) gewechselt, der Paketpreis (auf ein Jahr) ist bei diesem Anbieter im Voraus zu bezahlen. FS sollte auf unseren ausdrücklichen Wunsch (dieser ist mit e-mail vom 24. Juli dokumentierbar) erst ab dem 1. Oktober 2008 zu liefern beginnen. Es wurde uns nach Kontaktieren der Servicestation von FS gesagt, das sei kein Problem, wir (die Kunden) müssten nur eine Mail schicken und alles vortragen, das genügt vollkommen. Gesagt getan. Es gab keine prompte Rückbestätigung unserer Mail, aber das könnte dauern.(sagte die FS-Infostelle)

Im guten Glauben auf FS verreiste ich mit meiner Frau während des Monats August (jedoch ohne einen Nachsendeauftrag oder eine Postlagerung vorzunehmen).

Am 30. August erfolgte unsere Rückkehr, und wir fanden im Postkasten mehrere Forderungen von FS vor: die erste Rechnung (vom 29. Juli!) nebst zwei weiteren Mahnungen (von FS!) vom Monat August, die Jahresrate sei seit dem 29. Juli fällig, und die Belieferung erfolgt ab dem 1. September!

Hierzu Frage I:

Wie stehen unsere Chancen, unseren Vertrag mit dem Stromanbieter kündigen zu können, da Flexstrom unseren ausdrücklichen Kundenwunsch, erst ab dem 1. Oktober 2008 zu liefern, ignoriert hat, und willkürlich entschied, bereits ab dem 1. September zu liefern?

_______________________FORTSETZUNG______________________________


Wir haben also brav per onlinebanking noch am Tag unserer Rückkehr (30.8. 2008) den eingemahnten Betrag (ca. 460€ ) an FS überwiesen, trotzdem uns der verfrühte Lieferbeginn aufgezwungen wurde.

Dieser Zahlungseingang wurde vom Unternehmen am 2.9. 2008 festgestellt und ist ebenfalls dokumentiert und beweisbar.

FS ignorierte nicht nur unsere Wünsche, sondern bringt Neukunden auch kein Vertrauen entgegen. Denn am 5. 9. 2008 erging nun ein Schreiben eines Inkassobüros (datierend vom 4.9. 2008) an uns, welches die bereits am 2. September bei Flexstrom von uns beglichenen Forderungen nebst Inkassokosten von 53,30 € einfordert.


Frage II:

Müssen wir diese Inkassokosten der verspäteten Forderung des IB begleichen, obwohl zwischen dokumentierter Tilgung und dem ersten Inkassoschreiben (samt saftigen Bearbeitungszuschlag von 53,30 € ) zwei volle Werktage liegen?!


Bitte um Hilfe gegen diese systemtische Abzockerei, der man immer hilfloser gegenübersteht!

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beanworte ich Ihre Frage. Bitte beachten Sie, dass an dieser Stelle nur eine erste Einschätzung möglich ist und das jede Ergänzzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

I. Nach Ihren Angaben ist ein Vertrag erst ab 1.10. zustandegekommen. Sie schulden daher grundsätzlich die Gebühr erst ab Oktober. Sollte aber die Lieferung mit Strom bereits ab September begonnen haben, müssen Sie auch zahlen, da Sie eine Leistung erhalten haben. Auch wenn es Streitigkeiten üüber den Vertragsbeginn gibt, resultiert daraus kein (fristloses) Sonderkündigungsrecht. Ihnen bleibt natürlich frei den Vetrag fristgemäß zu kündigen, Sie müssen dann also die Mindestlaufzeit abwarten. Die Anforderungenan ein fristloses Kündigungsrecht sind regelmäßig sehr hoch, es ist dafür auch ein Verschulden der Gegenseie erforderlich. Ich kann nicht beurteilen, warum der Anbieter von einem Vertragsbeginn ab 1.9. ausgeht. Eine entgültige Aussage wäre nur möglich bei Einsicht in die gesamte gewechselte Korrepondenz.

II. Sie befanden sich nicht im Verzug, denn Sie konnten nicht von einem Beginn ab 1.9. ausgehen. Richitgerweise war außerdem im Zeitpunkt des Schreibend des Inkassobüros die Forderung bereits erfüllt. Es käme rechtlich aber darauf an, wann das Inkassobüüro den Auftrag erhalten hat. Allerdings war das Schreiben vom 4.9. definitiv überlüssig, Sie hatten ja bereits gezahlt und diese Information hätte weitergegeben werden müssen. Sie sind nicht verpflichtet die Inkassokosten zu zahlen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung bieten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 13.09.2008 | 16:26

Sehr geehrter RA Wöhler,

vielen Dank für ihre rasche Antwort.

Eine kurze Nachfrage ad Antwort II.:

Inwiefern wäre bzw. ist es überhaupt für mich relevant, WANN das Inkassobüro von FS den Auftrag übergeben bekam?

Dank im Voraus,

NN

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.09.2008 | 14:19

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, welche Inkassokosten erhoben werden. Für das Schreiben an Sie dürfen keine Gebühren erhoben werden, denn zu diesem Zeitpunkt war die Forderung bezahlt. Man könnte allenfalls an eine allgemeine Bearbeitungsgebühr denken, falls der Auftrag schon vor Ihrer Zahlung erfolgte. Ich gehe aber davon aus, dass Sie nicht im Verzug waren, daher sind dies nur "Hilfserwägungen". Sie sollten keine Inkassokosten zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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