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Fitnessvertrag mit Sonderkündigungsrecht eingegangen

13.01.2015 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrter Anwalt,

meine Lage ist folgendermaßen:

Am 07.01.2015 habe ich mich Vorort im Fitnessstudio "die Insel" über einen Vertrag informieren lassen. Da mir das Angebot jedoch sehr teuer erschien (wöchentlich 17,14 Euro), war ich unsicher und wollte den Vertrag nicht eingehen.
Daraufhin hat der Mitarbeiter den Vorschlag gemacht dieses Angebot 4 Wochen testen zu können und im Vertrag schriftlich festgehalten:
"Kunde kann bis 07.02.2015 kündigen"
Erst danach würde der eigentlich Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit und die Startkosten anfallen.
Ich war sehr durcheinander von den vielen Informationen. Hatte aber immer ein schlechtes Gefühl.
Ich hatte mich jedoch noch vergewissert, dass ich in diesen 4 Wochen JEDERZEIT kündigen kann. Zudem ja im Vertrag steht BIS 07.02.2015 und nicht ZUM 07.02.2015.

Am darauffolgenden Tag (08.01.2015) habe ich sofort die Kündigung (Sonderkündigungsrecht) geschrieben und per Einschreiben verschickt.

Gestern (12.01.2015) wurde jedoch ein Mitgliedsbeitrag von meinem Konto abgebucht.
Ich habe mich sofort mit dem Studio in Verbindung gesetzt, dort wurde mir gesagt, dass ich die 4 Wochen komplett bezahlen muss und der Vertrag bis einschl. 08.02.2015 läuft.

Das war so jedoch nicht vereinbart!
Ich habe der Abbuchung widersprochen und das Geld zurückgefordert.
Kann ich jetzt Probleme bekommen oder bin ich im Recht?

Mit freundliche Grüßen


Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Maßgeblich ist, was mit dem Mitarbeiter vereinbart wurde. Dabei ist nicht nur die schriftliche Vereinbarung entscheidend, sondern auch, was mündlich vereinbart worden ist. Denn auch mündliche Vereinbarungen sind wirksam.

Sofern Ihnen der Mitarbeiter, seine Befugnis zum Abschluss solcher Vereinbarungen vorausgesetzt, zugesagt hat, dass Sie das Angebot 4 Wochen kostenlos testen können, ist darin eine wirksame mündliche Vereinbarung zu sehen. In diesem Fall wären Sie nicht verpflichtet für diese 4 Wochen den Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.

Möglicherweise hat der Mitarbeiter aber auch gemeint, dass Sie das Angebot für 4 Wochen zum regulären Preis testen und bis zum 07.02.2015 kündigen können, sofern es Ihnen nicht zusagt, ohne bereits bei Abschluss des Vertrages an die Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten gebunden zu sein. In diesem Fall wären Sie auch verpflichtet für die 4 Wochen den Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.

Sie sollten sich noch einmal, unter Bezugnahme auf die Vereinbarung mit dem Mitarbeiter, mit dem Fitnessstudio in Verbindung setzen. Dabei sollten Sie möglichst den Mitarbeiter mit einbeziehen oder ihn zumindest namentlich benennen können. So lassen sich Missverständnisse direkt klären.

Sofern Ihnen ein entsprechendes kostenloses Probetraining von 4 Wochen zugesagt wurde, sind Sie auch nicht verpflichtet den Mitgliedsbeitrag für diese Zeit zu zahlen. Sie haben dann gegenüber dem Fitnessstudio einen Rückerstattungsanspruch und sollten das Geld, sofern nicht bereits geschehen, zurückverlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 13.01.2015 | 19:35

Danke für die Antwort,
kostenlos war nicht vereinbart. Jedoch in meinen Augen auch kein 4-Wochen-Vertrag in dem Sinne.
Ich weiss jetzt trotzdem nicht wer im Recht ist. Das Fitnessstudio sagt, es war so gemeint, dass 4 Wochen zum regulären Preis getestet werden darf und zum 08.02.2015 gekündigt werden kann.

Ich habe aber bei Vertragsabschluss extra nachgefragt, ob ich früher auch schon kündigen darf, was mit "JA" beantwortet wurde (Wie soll ich das beweisen? Mitarbeiter kann einfach behaupten, dass es nicht stimmt)durch die Bemerkung im Vertrag " Kunde kann bis 07.02.2015 kündigen" war es für mich ok..

Wenn es ein Missverständnis war, muss ich trotzdem Beitrag zahlen..
Es ärgert mich, weil ich genau das durch mein gezieltes Nachfragen und schriftlich vereinbaren vermeiden wollte!


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.01.2015 | 20:01

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn kein kostenloses Probetraining vereinbart worden ist, sind Sie auch verpflichtet für die Zeit des Vertragslaufes den Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.

Nach dem Wortlaut im Vertrag "Kunde kann bis 07.02.2015 kündigen" ist eine Kündigungsmöglichkeit zum 08.02.2015 vereinbart. Unerheblich ist, wann innerhalb dieser 4 Wochen gekündigt wird, sofern das vereinbarte letzte Kündigungsdatum 07.02.2015 eingehalten wird. Daher die Information des Mitarbeiters, dass Sie auch bereits früher kündigen können. Die Kündigung wird jedoch, egal wann Sie innerhalb dieser 4 Wochen kündigen, erst zum 08.02.2015 wirksam. Für die 4 Wochen Probetraining fällt dann in jedem Fall der reguläre Preis an.

Sprechen Sie doch noch einmal mit dem Fitnessstudio und stellen das Missverständnis dar. Vielleicht können Sie eine gemeinsame Lösung finden.


Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

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