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Fitnessvertrag 36 Monate weg. Krankheit kündbar?

| 08.03.2009 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo,

ich habe aufgrund eines Bandscheibenvorfalls einen Fitnessvertrag über 36 Monate (vermeindlich günstigeres Angebot) abgeschlossen. Allerdings besuche ich seit einigen Wochen das Studio nicht mehr, weil die Schmerzbelastung nicht wie gewünscht niedriger, sondern höher geworden ist. Gründe hierfür sind nicht bekannt, die einzige sportliche Aktivität die für mich schmerzfrei zu absolvieren ist, ist etwas Schwimmen.
Kann ich diesen Vertrag kündigen, benötige ich hierfür überhaupt ein ärztliches Attest und ist ein 36 Monatsvertrag überhaupt "rechtens"?
In den AGB steht folgendes:
"Für Schwangere bzw. körperlich (besonders im Rücken, Knie oder Kreislauf) verletzte oder geschwächte Personen bieten wir spezielle Trainingspläne an, die vom Trainer auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtet werden. Eine Sporttauglichkeit ist zur Nutzung der Einrichtung nicht erforderlich. Eine vorzeitige Auflösung der Vereinbarung ist nicht möglich."
Weiterhin "...Sollte die Mitgliedschaft des Clubs vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit (mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende) gekündigt werden, wird eine entsprechende Ausgleichszahlung bezogen auf die tatsächlich in Anspruch genommene (kürzere) Laufzeit unabhängig von dem Kündigungsgrund und einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 29,- EUR entrichtet."
Eine einfache Antwort in Form einer einzigen Zeile reicht mir für mein weiteres Vorgehen vollkommen aus.
Herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,

Longhorn

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Eine „fristlose Kündigung“ ist nach § 314 BGB bei Dauerschuldverhältnissen wie einem Fitnessstudiovertrag, wenn ein wichtigem Grund vorliegt, immer möglich. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.
Die Rechtsprechung hat u.a. Krankheit für eine außerordentliche fristlose Kündigung anerkannt.
Dieses Recht des Kunden zur Kündigung des Fitnessstudiovertrags aus wichtigem Grund kann auch nicht durch Allgemeine Geschäftsbedingungen des Fitnessstudios ausgeschlossen werden.

Zusammenfassend ist zu sagen: Bekommen Sie von einem Facharzt den ausdrücklichen Rat, dass Sie aufgrund einer Krankheit oder Beschwerden, keinen Sport mehr treiben dürfen, ist dies ein Grund, der Sie zu einer außerordentlichen Kündigung der Mitgliedschaft berechtigt.

Sollte das Fitnessstudio jedoch auf seiner Forderung beharren, wird dann ein Gericht über die Frage der Kündigung entscheiden müssen. Bei Vorlage des ärztlichen Attestes kann man davon auszugehen, dass Ihre außerordentliche Kündigung gerichtlich bestätigt und die Klage des Studios inklusive aller Kosten (Gericht und Rechtsanwalt) abgewiesen würde.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 08.03.2009 | 12:51

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FRAGESTELLER 08.03.2009 5/5,0
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