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Fitnessstudio - Ausserordentliche Kündigung


13.07.2007 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo!

Ich liege seit knapp einem halben Jahr mit der Fitness Company im Streit über die Beendigung meiner Mitgliedschaft.

Im Oktober 2006 meldete ich mich dort an. Im Januar 2007 zog ich in die nähe meiner Arbeitsstelle, da dort unverhofft eine passende Wohnung frei wurde.

Das Fitnessstudio lag von der alten Wohnung ca. 3 km entfernt und war zu Fuß in 15 min. , per U-Bahn in 5 Minuten und mit dem Auto, welches ich nicht mehr besitze, in ebenfalls 5 Minuten erreichbar. Mit der neuen Wohnung kam es dazu, dass das Studio 21 km entfernt liegt und ich per U-Bahn 45 Minuten benötige, mit dem (nicht vorhandenen) Auto 30 Minuten. Ein Fußmarsch steht ausser Frage.

Aufgrund der neuen Wohnortnähe zu meinem Arbeitsplatz benötigte ich die Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr, womit durch An- und Abreise mit eben diesen für jeden Besuch des Studios 5 € Fahrtkosten anfallen würden.

Ich habe natürlich sofort im Januar gekündigt. Nach 3 Monaten und mehreren Anrufen bei der Fitness Company erhielt ich dann eine Absage über mein Anliegen mit der Begründung, es würde kein ausreichender Grund vorliegen. Also habe ich dem Studiobetreiber meine Ummeldebestätigung in Kopie als Beweis mit einem erneuten Kündigungsschreiben geschickt. Wieder musste ich erst telefonisch nachfragen, bevor eine erneute Absage als Reaktion kam. Das Absageschreiben war das selbe wie ersteres, nur mit aktualisiertem Datum.

Ich habe das Studio nun seit Januar nicht mehr benutzt, weil mir der Aufwand und die damit verbundenen Kosten für die Anreise zu hoch sind. Trotzdem bezahle ich seitdem monatlich fast 52 Euro für die nichtnutzung = bisher knapp 600 Euro. Der Vertrag würde noch bis 31.10. diesen Jahres regulär laufen. Zudem sind an meinem Wohnort genügend alternative Fitnessstudios.

Meine Frage ist nun, welche Partei im recht ist? Auf welche Paragraphen und Gerichtsurteile sollte ich mich bei meinem nächsten Schreiben berufen?

Vielen Dank für Ihre Mühen,

Christian Walzberg

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Sehr geehrter Rechtssuchender,
vorab sollten Sie die Allgemeinen Bestimmungen zum Benutzungs- oder Trainingsvertrages durchsehen. In diesen Verträgen werden Kündigungsfristen geregelt. Diese Kündigungsfristen müssen Sie grundsätzlich einhalten. Viele Fitnessstudions sehen für Krankheit und Wohnortwechsel (ab XX km) eine Verkürzung der Kündigungsfrist vor. Ist diese Erleichterung nicht vorhanden, muss grundsätzlich die generelle im Vertrag vorgesehene Frist eingehalten werden.
Aber bitte prüfen Sie die Allgemeinen Vertragsbestimmungen unter folgenden Hinweisen:
1.
§ 309 Ziffer 9 Buchstabe a) BGB lässt eine längere Laufzeit als 2
Jahre nicht zu. Eine derartige Bindung wäre unwirksam. eine Kündigung wäre mit kurzer Frist möglich. Die kurze Frist ergibt sich aus §§ 620 Abs 2, 612 BGB.
Hier wiederum gilt:
Tageszahler - Kündigung zum Ablauf des folgenden Tages;
Wochenzahler - Kündigung zum Ablauf des 1. Werktages zum Ablauf
des Sonnabends;

2.
Außerdem muss Ihnen eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ablauf der Vertragslaufzeit eingeräumt werden § 309 Ziff. 9, Buchst. c BGB.
3.
Eine automatische Verlängerung des Vertrages nach Ablauf der ersten Laufzeit von mehr als einem Jahr ist ebenfalls unzulässig
§ 309 Ziff. 9 Buchs. b BGB.

Wenn diese 3 Punkte nicht weiter helfen, sollten Sie prüfen ob Sie nicht einem Bekannten den Vertrag übertragen können und mit dem Studio dahingehend eine Vereinbarung schließen.
Ich könnte Ihnen Gerichtsurteile zu Verfügung stellen. Sie müssen aber erst Ihre Vereinbarung mit dem Studio prüfen, denn schließlich haben Sie im Oktober 2006 den Vertrag - hoffentlich geprüft - und abgeschlossen.
Ich hoffe, dass ich Ihnen ein erst Hilfe geben konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
RA Balan Stockmann & Partner

Ergänzung vom Anwalt 13.07.2007 | 17:35

Ergänzung zur Kündigung:
Moantszahler - Kündigung zum 15. d. Monats für den Schluss des Monats
Vierteljahreszahler - 6 Wochen Kündigungsfrist zum Ende des Vierteljahres
Steffen Rogge
RA
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